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Diese Gegensätze versöhnt Beady Belles drittes Werk zu fast himmlischer Harmonie. Besonders die flotten Nummern bleiben trocken und luftig im Sound. In "Goldilocks" etwa legt die Sängerin allen ihr zur Verfügung stehenden Soul in die Stimme, während Wesseltoft am E-Piano sparsame Funk-Licks im Stile von Herbie Hancock abfeuert. Ähnlich perfekt groovt das formidable "Nevermind", das mit dezentem elektronischen Klingklang eine beinahe psychedelische Atmosphäre generiert. Mit seinem seltsam verspieltem Piano-Intro dagegen transportiert das elegische "Airing" nordische Kühle und leichtes versonnenes Pathos. So reduzieren sich die programmatischen Oppositionen hauptsächlich auf den Kontrast zwischen Balladen und Tanznummern. Dem norwegischen Vocal-Jazz von Rebekka Bakken & Co. fügen Beady Belle damit zweifellos eine interessante Note hinzu. -- Wolfgang Zwack
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War diese Formel insbesondere bei ihrem zweiten Album "CEWBEAGAPPIC" perfekt aufgegangen, so lässt die Umsetzung auf "Closer" etwas zu wünschen übrig. Zu dominant sind die Balladen, zu einseitig und formelhaft die Umsetzung. Das Album rauscht am Hörer vorbei, ohne dass einzelne Songs hängen bleiben. Einzig das groovige "Irony" oder das schräge elektronische "Nevermind" bleiben in Erinnerung.
Beady Belle sind zwar von ihrem Ansatz eine wirkliche Alternative zum sonstigen Jazzsound aus Skandinavien - wenn die Umsetzung stimmt. Was hier aber leider zu bemängeln ist.
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