Bin nun seit ein paar Tagen stolzer Besitzer der Cloer 5549.
Was sie alles kann, wiederhole ich hier nicht. Kann man in anderen Rezensionen und auf der Hersteller-Homepage alles nachlesen.
Ich beschränke mich auf meine -überwiegend positiven- Erfahrungen:
+ sehr wertige Maschine, optisch ein Leckerbissen mit dem blauen LED-Ring als Statusanzeige, dem sichtbaren Edelstahl-Teesieb (gut zu reinigen) und dem gebürsteten Alu. Sieht in echt sogar noch besser aus als auf den Bildern, finde ich.
+ Ziehzeiteinstellungen funktionieren einwandfrei, bei beiden Maschinen fast sekundengenau, obwohl der Hersteller in der Bedienungsanleitung von 20-30 Sekunden Toleranz spricht (ja, ich war so verrückt und habe mir 2 gekauft, eine fürs Büro und eine für zu Hause).
+ Man kann sogar die Ziehzeit während des Betriebs verstellen. Als ich mal aus Versehen 9 Minuten vom letzten Früchtetee stehen ließ, schwarzen Tee kochte und dann doch meinen Fehler bemerkte und den Regler runterdrehte, machte das Ventil beim Überschreiten der abgelaufenen Ziehzeit auf. Also ist die aktuelle Kanne Tee nicht gänzlich ungenießbar, wenn mann's denn rechtzeitig merkt mit der falschen Zeit.
o etwas kleine Teemenge mit 8 Tassen. Aber da der Vorgang der Teezubereitung wie beschrieben eine Augenweide ist, macht mir das gar nix aus, öfter Tee zu kochen :-)
- Ziehbehälter ist aus Kunststoff, die ersten paar Kannen schmecken etwas nach Plastik. Aber eine Glaskanne mit einem Ablaufventil zu bestücken, ist vermutlich zu aufwändig
- Ausgießen des Tees verlangt etwas Geschick. Wer zu stürmisch ist, verursacht schnell eine Pfütze auf dem Tisch. Aber mit ein bißchen Übung nicht tragisch
- Registrierung im Internet bei Cloer (wegen der Herstellergarantie) etwas chaotisch. Erst akzeptiert das Internetformular die Chargennummern nicht, dann kann man sich nicht mehr mit den eben noch benutzten Anmeldedaten einloggen. Aber mit einer E-Mail gehts auch, die Mitarbeiter reagieren schnell und freundlich.
- größtes Manko: die Maschinen rutschen extrem auf glattem Untergrund wie z. B. einer Küchenarbeitsplatte. Der Boden der Maschine ist zwar mit runden Gummifüßen versehen, die aber kürzer sind als die dünnen Plastikstege der Bodenplatte. So berühren die Gummistopfen den Untergrund nicht und die Teemaschine rutscht/kratzt auf diesen Stegen anstatt auf den Gummifüßen fest zu stehen. Ist bei beiden Maschinen so und deswegen für mein Verständnis ein klarer Konstruktionsfehler. Wenn man die Teekanne in die Maschine schiebt, muß man etwas Druck ausüben (weil von der Kanne ein kleiner Hebel, der die Tropfsperre betätigt, gedrückt wird). Da dieser kleine Druck auf glattem Untergrund die gesamte Maschine nach hinten schiebt, braucht man immer 2 Hände: eine zum Einschieben der Kanne und die andere zum Gegenhalten am Gehäuse. Das ist für mich bei dem relativ hohen Preis, der ansonsten dem sehr wertigen Gerät durchaus angemessen erscheint, keinesfalls in Ordnung. Zumal man kaum selbst Abhilfe schaffen kann. Wo soll man denn längere Gummistopfen herbekommen ? Der für mich etwas dünne Kommentar der Fa. Cloer: "Andere / längere Gummifüße stehen uns für den Automaten leider nicht zur Verfügung."
Aber wen das nicht stört, erhält von mir eine klare Kaufempfehlung.
Nachtrag 14.12.2011
Heute habe ich eine letzte Info von der Fa. Cloer bekommen wegen der Gummifuß-Problematik:
"In der Zwischenzeit wurden auch längere Füße bei dem Teeautomaten getestet. Das Testergebnis ergab, dass der Teeautomat, wenn er nur auf den drei Gummifüßen steht, nicht genug Standsicherheit hat.
Wir haben aus diesem Grund keine weitere Überarbeitung des Gerätes und der entsprechenden Füße vorgenommen."