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Aber Climbing free ist nicht nur ein Tagebuch der wichtigsten Lebens- und Kletterstationen. Lynn Hill belässt es nämlich nicht bei der Aufzählung von Schwierigkeitsgraden und Seillängen. Vielmehr gewährt sie überdies einen faszinierenden Einblick in die Lebensart der Kletterszene und in die komplexe Denkweise von Menschen, die ihr Leben in der Vertikalen verbringen: Boulderer und Free-Solo-Kletterer, Extremisten und Verrückte, Exzentriker und Ausgeflippte -- allesamt Klettersüchtige, die sich gewandt wie Spinnen über die schwierigsten Wände der Welt bewegen, aber in ihrer "bürgerlichen" Existenz oft hoffnungslos abstürzen.
Das ist bei Hill nicht der Fall, was nicht nur etliche "Kollegen" bestätigen: Ihre erdverbundene Art wird auch in ihren Texten deutlich, die von vielen persönlichen Dialogen geprägt sind und den Eindruck vermitteln, dass die Bergsteigerin auch im alltäglichem Leben eine herausragende Persönlichkeit ist. Wenn man einschlägigen Kletterforen im Internet glauben darf, werden diese Seiten in der englischen Originalausgabe noch dramatischer deutlich. --Jan König
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Großer Spaß mit kleiner Frau,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Climbing Free: Ohne Seil in den steilsten Wänden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Lynn Hill ist eine Leistungssportlerin. Auch wenn man teils den Humor vermisst, mit dem manche Extrembergsteiger von sich berichten, ist es doch interessant, einmal Dinge aus der Sicht einer reinen Kletterin zu erfahren. Sie und ihr Co-Autor berichten in Einzelheiten von ihren Aufstiegen an der Nose und anderen Routen am El Capitain, aber auch vom Wahnsinn des Sportkletterns in der Halle. Großer Spaß mit kleiner Frau, rasch zu lesen, aber kein Top-Buch unter den Reise- und Bergberichten.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nichts für Leser mit Höhenangst!,
Rezension bezieht sich auf: Climbing Free: Ohne Seil in den steilsten Wänden der Welt (Gebundene Ausgabe)
Nichts für Leser mit Höhenangst!Gleich vorweg: Dieses Buch sollte nur zur Hand nehmen, wer absolut schwindelfrei ist. Schon die geringste Höhenangst und du stürzt ab. Die Naheinstellungen, die Lynn Hill in ihrer Biografie liefert, sind tatsächlich schwindelerregend: die Fingerkuppen als letztmögliche Sicherung gegen den Absturz, winzige Haken, an denen der Kletterer baumelt, gestraffte Seile, an denen er zwischen den senkrechten Türmen des Yosemite Valley pendelt ... Klettern und Klettergeschichte in Perfektion. Lynn Hill ist es gelungen, jenes "Feeling" in Worte zu kleiden, dessentwegen sie selbst so oft ihr Leben riskiert hat: das Gefühl, schwerelos zwischen Sturz und Erfolg zu schweben, oder die "Sargzone" (= alpin "Todeszone") zu überwinden, die schwierigsten Routen der Welt wie "The Nose" oder "The Shield" am El Capitan zu bewältigen oder das Gefühl, auf dem Sims einer senkrechten Wand zu sitzen, unter sich schwarzes Nichts, über sich nur der Himmel ... Lynn Hill sprengt in "Climbing free" das ¼vre der reinen Kletterstorys. Sie belässt es nicht bei der Aufzählung von Schwierigkeitsgraden und Seillängen, nein, sie gewährt überdies einen faszinierenden Einblick in die Lebensart der Kletterszene und in die komplexe Denkweise von Menschen, die ihr Leben in der Vertikalen verbringen. Boulderer und Fee-Solo-Kletterer, Extremisten und Verrückte, Exzentriker und Ausgeflippte - allesamt Klettersüchtige, die sich gewandt wie Spinnen über die schwierigsten Wände der Welt bewegen, aber in ihrer "bürgerlichen" Existenz meist hoffnungslos abstürzen. Das Autorenteam Hill/Child weitet die Erzählperspektive genauso gekonnt auf die Geschichte des Extremkletterns, wie sie sie wieder an Tragödien und Dramen verengt oder den Leserblick an den kleinsten Riss des El Capitan zoomt. Lynn Hill, selbst ein "Dynamo von 1,52 m Größe", bricht mit Konsequenz und Hartnäckigkeit in eine Männerdomäne ein und bringt es zur besten Free-Climberin der Welt. An die Grenze des Machbaren und darüber hinaus gehen, die Schwerelosigkeit überlisten, aber auch das Klettern zur Selbstbefreiung und Therapie nützen, das ist die Philosophie Hills und ihrer "Artgenossen". "Bigwall-Thriller" pur nicht nur für Kletterer - nur schwindelfrei sollte man sein ... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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