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Der erste Schritt ist dabei laut Tharp bzw. nach den ihn kapitelweise unterstützenden Co-Autoren die Selbsterkenntnis. Nur wer die eigenen Tendenzen zu Fehleinschätzungen erkennt, kann langfristig Profite erzielen und so die selbst -- realistisch -- gesteckten Ziele schließlich erreichen. Der zweite Teil des Buches ist der Zusammenstellung des jeweiligen Trading-Konzeptes gewidmet. Nach den Schritten zur Entwicklung eines Systemes analysiert der Autor Konzepte, wie Fundamentalanalyse, saisonale Schwankungen, Spreads oder Arbitrage. Anschließend fasst Tharp die relevanten Faktoren zusammen, um dem Anleger eine realistische Einschätzung der Gewinnerwartung seiner Strategie zu erleichtern. Damit leitet er direkt zum dritten Teil, dem Verständnis des entwickelten Trading-Systems über. Nach der gründlichen Untersuchung verschiedener Set-up Konzeptionen relativiert der Autor die Bedeutung der Set-ups etwas. Ebenso für überbewertet hält Tharp die Rolle des richtigen Markteinstiegs. Im Anschluss werden detailliert Stopp- und Exit-Strategien besprochen. Dem Leser wird so die größere Bedeutung dieser Techniken verdeutlicht und er kann diese ganz gezielt in sein Tradingkonzept integrieren.
Tharp erinnert die Anleger auch daran, die Opportunitätskosten seiner Handelstrategie zu berücksichtigen, eben um die leeren Taschen zu vermeiden. Noch vor der übersichtlichen Checkliste in Frageform zum Schluss des Buches ist ein Kapitel dem Money-Management reserviert, hier Positionsgrößenbestimmung genannt. Dort werden vier Modelle vorgestellt und miteinander verglichen. Mithilfe von Beispielen werden dabei äußerst prägnant die wichtigsten Vor- und Nachteile herausgearbeitet. Fazit: Mit diesem Buch erhält der erfahrene Anleger wichtige Ansatzpunkte und Konzepte, um seine Anlagestrategie zu überdenken und neu zu entwickeln. --Oliver Satzger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Langatmig und unpräzise, aber dennoch lesenswert,
Von Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 10 REZENSENT) (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Clever traden mit System: Erfolgreich an der Börse mit Money Management und Risikokontrolle (Gebundene Ausgabe)
Ehrlich gesagt, ich war etwas voreingenommen. Der Trader-Psycho-Guru Van Tharp hatte in seiner Jugend die einmalige Chance ein Turtle-Trader zu werden. Er war in der engeren Auswahl und hätte von zwei der besten Trader ihrer Zeit lernen können, zog es aber vor zu kneifen, weil ihm die Börsenpsychologie wichtiger war. Und jetzt bringt uns das bei, was er selbst für nicht bedeutend genug hielt, nämlich ein erfolgreicher Trader zu werden.Auf Seite 40 steht eine leicht zu überlesene wichtige Erkenntnis für Anfänger oder Amateure: "Wenn Ihnen andere beibringen, wie sie sich den Märkten nähern, dann werden sie Ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach nur oberflächlich zeigen, was sie tatsächlich tun." Der Autor meint, dass die meisten Trader nicht wirklich wissen, was sie eigentlich machen. Und selbst wenn sie es wüssten, könnten sie es nicht so erklären, dass es bei anderen so ankommt, wie es tatsächlich ist. Das entspricht meiner Erfahrung. Es gibt nur sehr wenige gute Börsenbücher. Und selbst diese sind nur hilfreich, wenn man etwas aus ihnen zu machen versteht. Im zweiten Kapitel erklärt uns Van Tharp, warum es uns so schwer fällt, die Märkte zu "beherrschen". Er diskutiert verschiedene unserer "Neigungen", die es uns erschweren, ein profitables Tradingsystem zu entwickeln. Leider erfahren wir im ganzen Buch nicht wirklich, was wir unter einem "System" zu verstehen haben. Ich vermute aber, der Autor meint mechanische Handelssysteme. Im dritten Kapitel lernen wir, dass wir uns vernünftige Ziele setzen sollten. Van Tharp lässt hier in Interviewform im wesentlichen Tom Basso sprechen, den wir aus Schwagers "Magier der Märkte", Teil 2, kennen. Die Märkte "beherrschen" zu wollen, scheint mir kein vernünftiges Ziel zu sein. Größenwahn wird vom Markt meistens schnell bestraft. Im vierten Kapitel schlägt uns der Autor vor in einer Selbstbefragung festzustellen, welche Art von Trading (Zeithorizont) wir bevorzugen und welches Tradingkonzept wir auswählen werden. Er ist der Meinung, dass folgende Konzepte funktionieren: Trendfolge, Band-Trading, Value-Trading (?), Arbitrage und Spreading. Anschließend sollten wir Ein- und Ausstiegspunkte, die Positionsgröße sowie unser Ausgangsrisiko R (ausgelöster erster Sicherheitsstopp plus Gebühren) festlegen. Danach können wir die Qualität unseres Systems durch die Verteilung der Ergebnisse als Vielfache von R bestimmen. Kapitel 5 dient der näheren Erklärung der oben genannten Tradingkonzepte. Leider wird diesem spannenden und wichtigen Thema zu wenig Platz gegeben. Selbst ein Mann wie Basso, der uns das Trendfolgetrading erläutert, ist nicht in der Lage auf weniger als drei Seiten wirklich mehr als Allgemeinheiten mitzuteilen. Die heiklen Fragen wie die unzähligen Fehlsignale und die Schwierigkeit, das Ende eines Trends früh genug zu bestimmen, werden mit Gerede umgangen. Es gehört eine Menge Glaube dazu einem solchen System treu zu bleiben, wenn es zehn falsche Einstiegssignale in Folge verursacht hat und den Ausstieg erst dann fordert, wenn man ein Viertel oder mehr vom ursprünglichen Gewinn schon wieder verloren hat. Wer also mit 10.000 Euro trendfolgend handeln will, der muss schon viel Glück haben oder die richtige Börsenphase erwischen, um nicht frühzeitig die Nerven zu verlieren. Leider werden die anderen Konzepte in ähnlicher Weise dargestellt. Im nächsten Kapitel belehrt uns Van Tharp mit seiner Meinung zur Wirtschaftsentwicklung der nächsten Zeit. Das fällt in den Bereich der Wahrsagung. Danach erfahren wir, welche sechs Variablen unseren Erfolg als Trader beeinflussen. Dieses Kapitel ist trotz seiner merkwürdigen mathematischen Erklärungsversuche lehrreich. Im 8. Kapitel versucht uns der Autor zu erklären, in welche Märkte wir entsprechend unserem Trading-Konzept einsteigen sollten und zählt in unbrauchbarer Oberflächlichkeit einige Einstiegsszenarien verschiedener Techniken auf. Unter anderem erklärt er hier die Turtle-Soup-Technik (Connors & Raschke) leider falsch. Vier der angeblichen fünf Turtle-Soup-Einstiege im Chart auf S.250 sind in Wirklichkeit Turtle-Einstiege (also das Gegenteil). In Kapitel 9 ist mir dann kurzzeitig der Geduldsfaden gerissen. Der Autor verkündet dort (S.272) auf einer halben Seite (!) ein System, das den Markteinstieg durch einen Münzwurf ermittelt und dennoch angeblich erfolgreich ist, weil der Ausstieg so toll sei. Ob der Einstieg nur long oder auch short (wenn ja, wie ermitteln wir das?) funktioniert, bleibt genauso im Dunkeln wie die Ausstiegsregel über einen Stopp (das Dreifache eines ATR-Gleitmittels, was beim Dax ca. 300 Punkte bedeuten würde). Wirklich jedes Mal, wenn es ans Eingemachte geht, wird der Autor nebulös oder oberflächlich. Eigentlich ist das neunte Kapitel den Einstiegsszenarien gewidmet. Der Leser findet dort auch allerlei Informationen. Ich rate dazu die dort angegebene Originalliteratur zu lesen. Das fördert sicher das Verständnis. Kapitel 10 behandelt auf ähnlichem Niveau Stopps, Kapitel 11 Ausstiegsmethoden. Dass der Autor immer wieder auch auf Warren Buffett zurückkommt ist von einer eigenen Originalität. Als ob Buffett jemals ein Trader war oder Stopps verwendet hätte. Man stelle sich das einmal vor: Buffett wird ausgestoppt und schmeißt seine gesamten Aktien auf den Markt. Das wäre aber ein Fest, da würde ich diese Stoppkurse gerne vorher kennen. Im letzten Teil des Buches (Kap. 12-15) lernen wir unsere Systeme zu bewerten und die Positionsgrößen zu bestimmen. Letzteres ist der fast immer unterschätzte Schlüssel für den Erfolg. Als ob das Buch nicht schon dick genug wäre, interviewt sich der Autor am Ende auch noch selbst, um uns mitzuteilen, dass es noch vieles zu bereden gäbe... Fazit. Ich möchte keineswegs die Fähigkeiten des Autors in Abrede stellen, einem Trader zu helfen, wenn er Fehler macht, die ein geschulter und objektiver Beobachter deutlicher sieht als der Betroffene selbst, der zudem in seiner eigenen Psychologie gefangen sein kann. Etwas ganz anderes ist es aber ein allgemeines Buch über die Entwicklung und Bewertung wie auch immer gearteter Handelssysteme zu schreiben. Das merkt man diesem Buch leider deutlich an. Ohne Informationsverlust könnte man es locker auf die Hälfte schrumpfen. Informationen, die man durch einfachere und präzise formulierbare Regeln weitergeben könnte, werden wortreich, unpräzise und leider manchmal auch unvollständig oder gar fehlerhaft vermittelt. Die von Van Tharp aufgelisteten allgemeinen Bausteine eines Handelssystems sind jedoch punktgenau die Regeln, auf die es ankommt. Insofern ist sein Buch sehr nützlich und lesenswert. Jeder, der sie kennenlernen will und die Geduld hat, sich durch dieses Werk zu quälen, sollte es lesen. Darüber hinaus bietet es eine ansehnliche Menge an Informationen über die betreffende Börsenliteratur. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So traden tatsächlich erfolgreiche Trader,
Von
Rezension bezieht sich auf: Clever Traden mit System (Gebundene Ausgabe)
Van Tharp berichtet über seine Erfahrungen aus Dialogen mit mehr als 4000 privaten Anlegern. Der Anfänger im Trading mag die eigentlich wesentlichen Aussagen überlesen, da er sich mit "dem richtigen Einstieg" beschäftigt.Wie viele andere Autoren auch, beschreibt Tharp den viel wichtigeren Aspekt "Des Ausstiegs". Die Stopp-Regeln sollten gerade dem erfolglosen Trader und dem Anfänger viel wertvolle Tipps geben. Wer "die objektiv-richtige Strategie" sucht, wird erneut darauf hingeweisen, dass Tradingserfolg auf "der subjektiv-richtigen Strategie" beruht. Gut und teilweise amüsant zu lesen. Ein Buch zum Nachdenken über die eigene Disziplin und eine Bestätigung für den, der längst herausgefunden hat, dass Börsenrefolge auf einfachen Regeln und nicht auf höchst komplizierten Strategien mit vielen Teilkomponenten beruht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Halb voll - halb leer?,
Rezension bezieht sich auf: Clever Traden mit System (Gebundene Ausgabe)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~Nur clever allein genügt nicht könnte man dem Autor antworten. Sicher ist "Clever traden mit System" auf dem deutschen Markt ein wichtiges Buch über das, was Trading erfolgreich macht. Doch eben nur halb voll, was heißen soll, dass Tharp zwar andeutet, was in Anlehnung an die Spieltheorie und Wahrscheinlichkeitsrechung beim Traden berücksichtigt werden muss. Eine vollständige Erklärung seiner Methode behält er sich jedoch für seine Seminare vor. Das ist der Haken an diesem Buch. Es läßt den Leser eben doch mit einigen Fragen alleine. Voller wichtiger Anregungen ist das Buch im Kapitel: "Die Gewinnerwartung und andere entscheidende Faktoren für den Tradingerfolg". Hier entfaltet Tharp sehr anschaulich in dem Bild einer Schneeballschlacht, wie das zur Verfügung stehende Kapital, die Trefferquote, der relative Gewinn und weitere Faktoren einer Tradingstrategie in Zusammenhang stehen und welchen Einfluß sie auf díe Performance haben. Dieses Kapitel macht das Buch dann doch wirklich wertvoll. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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