Rezension
DEATH ROW ist am Boden, ICE T reißt nichts mehr, TOO SHORT hat sich zurückgezogen, und WARREN G macht in Oper. Doch G-Funk hält sich in der einen oder anderen Form hartnäckig. Ein, laut Infozettel, alter Hase im Reich der seidenen Töne und harten Lyrics ist H BOMB aus Toronto. Entlang seiner Städtereisen von New York bis Los Angeles hat er schon mit vielen P- und G-Funk-Größen gearbeitet und diese schließlich auch für sein drittes Album verpflichten können. Die OHIO PLAYERS, ROGER TROUTMANN und BOOTSY COLLINS sorgen für einen edlen, erdigen Sound. Weitere Unterstützung kommt von Pimp-Mentor ICE T, Space&Sex-Style-Bruder KOOL KEITH und Chart-Rapper COOLIO. H BOMB selbst erweist sich als versierter und variabler Rapper mit gutem Flow, bei dem - aus der Sicht des Zuhälters - jeglicher romantisierender Rotlichtschein verblaßt. Pflichtlektüre für Puff-Gänger und harte Jungs.
Jan Wölffel / © Intro - Musik & so
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Vor sieben Jahren zettelte Bass-Head Tim Simenson mit dem Dace-Hit Beat Dis eine kleine Revolution an. Seltsame Klanggebilde produziert er auch heute noch. Wenn er aber sein Dark Heart beschwört und die Gesamtpalette elektronischer Percussion bemüht, lauscht man nicht mehr so gespannt wie einst. Daß Bomb The Bass trotzdem noch weit von elektronischer Massenware entfernt ist, liegt an der kompromißlosen Art, wie Simenon seine Studiogäste einsetzt - etwa Jah Wobble und den Psycho-Popper Justin Warfield: Da geht die Post ab!
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