Äußerst vielversprechend die Story, leider nur mäßig begeisternd die Umsetzung - so lautet die Essenz dieses Streifens.
Gleich zur Handlung: Zwar an sich alles schon gehabt, dennoch erfrischend akzentuiert: Ehemaliger Cop, zynischer Inhaber eines "Reinigungsdienstes" - spezialisiert auf Auslöschung blutiger Mordpuren - wird zu Tatort gerufen und entdeckt nach und nach Unstimmigkeiten. Das Opfer ein Polizeispitzel, wird bald die Vermutung urbar, der/die Täter kämen aus Polizeikreisen. Das Spiel hebt an: Wem kannst du trauen?
Die Besetzung ließe natürlich allerhand erwarten: Samuel L. Jackson, Parade-"Grantler" Hollywoods, unsterblich dank seiner Leistung etwa in "Pulp Fiction"; Eva Mendes, aufregend-erotische Mimin, deren Spiel in der Regel im Gedächtnis verbleibt; nicht zuletzt Ed Harris, "Cop"-Kaliber allererster Güte und Vorzeigedarsteller vielschichtig-schillernder, sinistrer Charaktere.
Dazu ein Regisseur, verdienstlich im Actionfach wie sonst kaum einer: "Stirb Langsam 2" hat Renny Harlin etwa inszeniert, ebenso "Die Piratenbraut" oder "Tödliche Weihnachten", allesamt Knüller.
Nur leider hält der oberflächliche Glanz einer genauen Betrachtung nicht gänzlich stand:
Nach starkem Beginn flaut die Sache ab. Der Spannungsfaden wird zwar teilweise straff gehalten, dennoch stellt sich im Verlaufe des Films so etwas wie Gleichmut ein. Dem gegenüber strapaziert - gerade in der ersten Filmhälfte - ein geradezu atemloser Schnitt die Nerven des Publikums: mit reduzierter Geschwindigkeit gefilmte Sequenzen wechseln mit verschnellerten. Aktuelle Hollywood-Mode.
Leider überzeugen auch die Darsteller nicht unbedingt: Am ehesten vermag noch Ed Harris als zwielichtiger Cop zu wirken, routiniert ist seine Darbietung allemal. Eva Mendes leider geht völlig unter und agiert regelrecht lustlos; ein Kriterium, das auch für den Hauptdarsteller gilt. Von allen hat man schon wesentlich bessere Leistungen gesehen.
Auch einzelne Erzählstränge entpuppen sich als mühsam aufzunehmen:
So ist etwa das Verhältnis Titelfigur zur Tochter ambitioniert, allerdings unsensibel gezeichnet worden. Unzureichend.
Insgesamt etwas bemühte, nicht vollends beglückende Unterhaltung mit nicht restlos motivierten Darstellern.