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Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen: Drei Dramolette (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Thomas Bernhard
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

28. August 1993 suhrkamp taschenbuch (Buch 2222)
Thomas Bernhard erkundet, in Form von Dramoletten, die theatralisch-wirkliche Dimension des Theatergeschehens, anhand drei wichtiger Situationen des Regisseurs: dessen Weggang aus Bochum ("(Caus Peymann verläßt Bochum und geht als Burgtheaterdirektor nach Wien"), eines Treffens der beiden in Wien ("Caus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen") und nach einer Shakespeare Aufführung - also naturgemäß vor einer Bernhard-Aufführung ("Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese").Thomas Bernhard erkundet, in Form von Dramoletten, die theatralisch-wirkliche Dimension des Theatergeschehens, anhand drei wichtiger Situationen des Regisseurs: dessen Weggang aus Bochum ("Caus Peymann verläßt Bochum und geht als Burgtheaterdirektor nach Wien"), eines Treffens der beiden in Wien ("Caus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen") und nach einer Shakespeare Aufführung - also naturgemäß vor einer Bernhard-Aufführung ("Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese").

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 8 (28. August 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518387227
  • ISBN-13: 978-3518387221
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 140.090 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

1931
geboren am 9. Februar in Heerlen (Niederlande) als unehelicher Sohn von Herta Bernhard, der Tochter des Schriftstellers Johannes Freumbichler; den Vater Alois Zuckerstätter lernt Bernhard nie kennen

1931-35
zusammen mit der Mutter und deren Eltern in Wien; schwierige ökonomische Situation; enge Beziehung zum Großvater mütterlicherseits

1935
Übersiedlung mit Mutter und Großeltern nach Seekirchen am Wallersee (Land Salzburg)

1938
Übersiedlung nach Traunstein (Bayern); Bernhards Mutter hat mit ihrem Ehemann Emil Fabjan zwei weitere Kinder; Peter (geb. 1938), Susanne (geb. 1940)

1943
ab Herbst im NS-Schülerheim in Salzburg; Gymnasium; in den folgenden Jahren u.a. Geigen- und Gesangsunterricht

1945
katholisches Schülerheim Johanneum

1946
Übersiedlung der gesamten Familie nach Salzburg (Radetzkystraße )

1947
Abbruch des Gymnasiums; Kaufmannslehre (Scherzhauserfeldsiedlung)

1949-51
in der Folge Lungentuberkulose; Aufenthalte im Krankenhaus, in Sanatorien und Heilstätten (u.a. in der Lungenheilstätte Grafenhof bei St. Veit im Pongau, Land Salzburg)
1949
Tod des Großvaters

1956
lernt Hedwig Stavianicek - seinen ›Lebensmenschen‹ - kennen; Tod der Mutter

1952-55
freie Mitarbeit beim Salzburger ›Demokratischen Volksblatt‹; Gerichtssaalberichte, Buch-, Theater- und Filmkritiken; erste literarische Veröffentlichungen: Gedichte, Erzählungen 1955 erste von zahlreichen Jugoslawienreisen mit Hedwig Stavianicek

1955-57
Hochschule für Musik und darstellende Kunst ›Mozarteum‹ in Salzburg: Musikunterricht, Regie- und Schauspielstudium

1956
erste Venedigreise mit Hedwig Stavianicek

1957-60
Freundschaft mit dem Komponisten Gerhard Lampersberg; längere Aufenthalte auf dessen Tonhof (Maria Saal, Kärnten)

1957
erster Gedichtband: Auf der Erde und in der Hölle

1958
In hora mortis; Unter dem Eisen des Mondes (Gedichtbände)

1959
die rosen der einöde. fünf sätze für ballett, stimmen und orchester

1960
Aufführung der Kurzoper Köpfe und einiger Kurzschauspiele im Theater am Tonhof; erste große Italienreise mit Hedwig Stavianicek (u.a. Sizilien), Reise nach England (kurzer Aufenthalt in London)

1963
literarischer Durchbruch mit dem Roman Frost; erste Polenreise

1964
Amras; Julius Campe-Preis

1965
Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen; Kauf eines Vierkanthofs in Obernathal bei Ohlsdorf (Oberösterreich; vermittelt durch den Immobilienmakler Karl Ignaz Hennetmair), jahrelange Restaurierung des Gebäudes; später Kauf zweier weiterer Häuser bei Reindlmühl und Ottnang; daneben immer wieder Aufenthalte in Wien (Wohnung Hedwig Stavianiceks in der Döblinger Obkirchergasse) und Reisen vor allem in den mediterranen Süden (Jugoslawien etc.), wo auch einige Werke entstehen

1967
Verstörung; Prosa; Operation im Pulmologischen Krankenhaus der Stadt Wien auf der Baumgartner Höhe

1968
Ungenach; Kleiner Österreichischer Staatspreis 1967; Anton Wildgans-Preis

1969
Watten; Ereignisse (entstanden 1957); An der Baumgrenze

1970
Das Kalkwerk; Ein Fest für Boris (uraufgeführt in Hamburg unter der Regie von Claus Peymann, der auch einen Großteil der weiteren Stücke erstinszeniert), Fernsehfilm Drei Tage (Regie: Ferry Radax); Vortragsreise durch Jugoslawien und Italien

1971
Gehen; Midland in Stilfs; Der Italiener (verfilmt von Ferry Radax)

1972
Der Ignorant und der Wahnsinnige (Uraufführung bei den Salzburger Festspielen); Franz Theodor Csokor-Preis, Adolf Grimme-Preis, Grillparzer-Preis

1974
Die Jagdgesellschaft (Uraufführung am Wiener Burgtheater); Die Macht der Gewohnheit; Der Kulterer (verfilmt von Vojtech Jasny); erste Portugalreise

1975
Die Ursache (erster Band der autobiographischen Pentalogie; wie die übrigen Bände erschienen im von Wolfgang Schaftier geleiteten Salzburger Residenz-Verlag; Ehrenbeleidigungsklage des Salzburger Stadtpfarrers Franz Wesenauer); Korrektur; Der Präsident

1976
Der Keller; Die Berühmten

1977
Minetti; größere Reisen nach Italien (u.a. Rom, Sizilien), in den Iran, nach Ägypten und Israel

1978
Der Atem; Ja; Der Stimmenimitator; Immanuel Kant; erste Reise nach Mallorca

1979
Der Weltverbesserer, Vor dem Ruhestand; Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung; Reise in die USA (New York)

1980
Die Billigesser

1981
Die Kälte; Ober allen Gipfeln ist Ruh; Am Ziel; Ave Vergil Ende der fünfziger Jahre entstandenen Gedichten); Reise in die Türkei

1982
Ein Kind; Beton; Wittgensteins Neffe; Premio Prato

1983
Der Untergeher; Der Schein trügt; Premio Mondello; erste Reise nach Spanien

1984
Tod Hedwig Stavianiceks
Holzfällen (vorübergehende Beschlagnahmung des Romans auf Antrag Gerhard Lampersbergs); Der Theatermacher; Ritter, Dene, Voss

1985
Alte Meister

1986
Auslöschung; Einfach kompliziert

1987
Elisabeth II

1988
Heldenplatz (große öffentliche Auseinandersetzung um Bernhards am Wiener Burgtheater uraufgeführtes Theaterstück zum ›Bedenkjahr‹ 50 Jahre Anschluß Osterreichs an NS-Deutschland); Prix Medicis; letzte Reise nach Spanien (Torremolinos)
1989
gestorben nach jahrelanger schwerer Krankheit am 12. Februar in Gmunden (Oberösterreich); beigesetzt im Grab Hedwig Stavianiceks auf dem Grinzinger Friedhof in Wien


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für LiebhaberInnen 23. März 2006
Format:Taschenbuch
Menschen, die Bernhard nicht verstehen, werden von diesem Werk nicht angetan sein. Wahrscheinlich wird es ihnen nichts sagen, vielleicht sogar langweilig erscheinen.
Menschen, die sich in seine über die Maßen feindliche Gedankenwelt einfühlen können, werden ihren Spaß haben.
Ich habe das Buch gleich noch einmal lesen müssen, nachdem ich es beendet hatte, weil ich aus dem Lachen und Staunen nicht mehr herausgekommen bin.
Was sich manche/r bisweilen denken kann, wird hier ganz klar: Bernhard hatte Humor. Eine große Portion. Es ist schade, dass die meisten Menschen mit ihm immer nur den großen Zyniker und Menschenfeind verbinden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bernhard einmal anders 12. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
im gegensatz zur anderen/normalen literatur bernhards wird hier durch den kakao gezogen.
aber nicht irgendwen oder irgendwas, sondern sich selbst.
bernhard macht sich in einem kurzen büchlein ein wenig über
sich selbst lustig.
wer mit bernhard nicht vertraut ist, wird sich nicht richtig
zurechtfinden und auch wenig komisches daran finden können.

wer allderings viel von bernhard kennt und vertraut ist mit
der bernharschen landschaft, der hat einiges zu lachen.

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Massentauglicher Bernhard? 8. April 2006
Format:Taschenbuch
Die Thematik erinnert doch sehr an den Theatermacher: Es geht um die Absurditäten und Perversitäten und Verlogenheiten des Theaters und Österreichs und der Schauspieler und der Dramaturgen, das Wien voller Nazis und Dummköpfe und Idioten und Katholiken. Typisch Bernhard eben.
Aber dieses Stück ist definitiv massentauglicher. Es ist nicht weiter notwendig, sich in Bernhard Biographie einigermaßen auszukennen, um den Witz des Stückes zu verstehen, wie es im Theatermacher der Fall ist. Das Stück ist auch ungemein kürzer, als der T.: auf Kosten der schier endlosen Monologe und Wort- und Haarspaltereien, welche aber naturgemäß nicht gänzlich fehlen.
Erfrischend ist die Selbstironie des sonstigen Dogmatikers: Er trifft sich treffend: Denn genau so, wie er sich in "Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen" darstellt, muss er denken, habe er auf seine Umwelt gewirkt.
Auf jeden Fall ist C.P. kurzweiliger, eine Aufführung dürfte eine Stunde dauern, beim Theatermacher können es gut und gerne drei und mehr werden und so ist es insgesamt eine sehens- und vor allem lesenswertes Werk Bernhards, das humoristischer kaum sein könnte.
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