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Stimmen zum Buch, 7. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Claude E. Shannon: Spielzeug, Leben und die geheime Geschichte seiner Theorie der Information (Gebundene Ausgabe)
Die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) schrieb im Mai 2010 unter dem Titel "Wie sich die menschliche Wahlfreiheit berechnen lässt" (C. Albrecht, Sachbuchrezension, 3.5.2010, Nr. 101, S.30): "Dass sich Claude Shannons Theorie der Information wie eine Kriminalgeschichte mathematischer und technischer Denkbewegungen liest, liegt nicht auf der Hand. Wir verdanken diese fesselnde Lesart erst der fabelhaften Darstellung von Axel Roch. ... Jeder philosophisch und technikgeschichtlich Interessierte kann das Buch mit Gewinn und Vergnügen lesen ... Rochs Dossier ist ohne zu viel akademische Wichtigtuerei geschrieben. Zahlreiche Skizzen, Fotos, Diagramme und Faksimiles erhöhen das Vergnügen, den typographisch liebevoll gestalteten Band aufzuschlagen..."
Die NZZ (Neue Züricher Zeitung) schrieb im Juni 2010 unter dem Titel "Geheimgeschichte der Informationstheorie" (B. Dotzler, Feuilleton, 23.6.2010, Nr. 142, S.56): "Der Ruhm Claude Elwood Shannons (1916'2001) kam spät. Erst zur Jahrtausendwende, kurz vor Shannons Tod, erschien eine Zusammenstellung der wichtigsten Schriften des Informationstheoretikers in deutscher Übersetzung ... Seitdem hoffte man auf ein Buch, das die Rätsel dieser simplen Ein-Aus-Philosophie, auf der immerhin die gesamte heutige Informationstechnologie basiert, und ihre geschichtlichen Hintergründe begreifen hilft. Axel Roch ... hat ein solches Buch nun vorgelegt ... seine Studie ist klug recherchiert wie Seite um Seite erhellend..."
Die Zeitschrift des Deutschen Museums in München "Kultur und Technik" in der Ausgabe 02/2010 schrieb unter dem Titel "Zwischen Krieg und Spiel" (U. Metschl): "Von der postindustriellen Informationsgesellschaft unserer Tage sollte man eigentlich ein gewisses Interesse an denjenigen Personen erwarten können, die mit ihren Ideen und Arbeiten die Grundlagen geschaffen haben für die Technologien, die unser heutiges Leben bestimmen. Schließlich wurde ja auch Physikern wie Einstein und Planck oder Biologen wie Crick und Watson die verdiente Anerkennung zuteil. Doch auch wenn es Konrad Zuse oder John von Neumann mittlerweile zu bescheidenem Ruhm gebracht haben mögen, so blieb doch einer, dessen Beitrag kaum weniger bedeutsam ist, der große Ungebekannte: Claude Elwood Shannon. Mit der o.g. Monografie bringt uns Axel Roch die Entstehungsbedingungen seiner informationstheoretischen Leistungen auf erhellende Weise nahe..."
Die Zeitschrift für Informatiklehrer der Freien Universität Berlin, LOG-IN, schreibt im Heft 160/161, S. 115 (koe) als Fazit der Rezension: "Das hier vorgestellte Buch gehört in jede Bibliothek von Menschen, die zum einen an Lebensläufen von genialen Wissenschaftlern und zum anderen an einem Kapitel der Informatikgeschichte interessiert sind, das grundlegend für das Verständnis der Informatik ist."
Als Leser des Buches und Kunde teile ich die Meinung der Presse!
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André Schwarz im Luxemburger Wort (10.12.09, Nr. 35, S.10), 15. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Claude E. Shannon: Spielzeug, Leben und die geheime Geschichte seiner Theorie der Information (Gebundene Ausgabe)
Beschäftigt man sich mit Shannons Kommunikationstheorie, so liest man beiläufig, es sei Shannon dabei nur um die Effektivierung der Kommunikation im Allgemeinen gegangen. So als ob Shannon die Ideen Hartleys oder Nyquists lediglich mathematisch fundamentaler bearbeitet hätte. So eine "Schöpfungsgeschichte", die ihre Ursprünge aber in den Zeiten des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges hatte, musste einem kritischen Beobachter zwangsläufig als etwas zu einfach gestrickt erscheinen. Dass diese Zweifel begründet waren, zeigt Axel Roch in seinem Buch. Er lüftet den Schleier, den das amerikanische Militär bis in die späten 80er-Jahre ausgebreitet hatte. Denn dieses verbot Shannon explizit, den militärischen Kontext und Auftrag seiner Arbeiten zu erwähnen. Claude Shannon hatte sich seit 1940 vollständig einer fundamentalen Aufgabe gewidmet: den mathematischen Aspekten nationaler Verteidigung. Aufgeschreckt durch die deutschen V2-Lenkwaffen, beauftragte das Pentagon Shannon mit der Erforschung der Grundlagen der Sicherheit und Störfestigkeit elektronischer Trajektorien in der Flugabwehr. Bei seiner "Mathematical Theory of Communication" ging es Shannon demnach nicht nur um die Frage effektiver Kommunikation, sondern konkret um die theoretischen Grundlagen sicherer und effektiver Steuerung für elektronische Flugabwehrsysteme. Axel Roch hat nun aus Hunderten von Akten und Notizen die wahre Entstehungsgeschichte der "Mathematical Theory of Communication" freigelegt. Sein Verdienst ist es in diesem überaus lesenswerten Buch, die schwer zugänglichen Theorien Shannons an Hand ihrer Entstehungsgeschichte auch einem nicht fachkundigen Publikum zugänglich zu machen.
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