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Claude Chabrol: Süßes Gift
 
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Claude Chabrol: Süßes Gift

Isabelle Huppert , Jacques Dutronc , Claude Chabrol    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,08 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Isabelle Huppert, Jacques Dutronc, Anna Mouglalis
  • Regisseur(e): Claude Chabrol
  • Komponist: Matthieu Chabrol
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Französisch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 9. Januar 2008
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 97 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000YGF1VI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.910 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Mika Müller, eine gebildete, attraktive Frau und Erbin einer Schokoladenfabrik, hat sich gerade zum zweiten Mal auf eine Ehe mit dem berühmten Pianisten André Polonski eingelassen. Sie umsorgt ihren Mann ebenso wie den Stiefsohn. Doch da taucht Jeanne, eine ebenso hübsche wie junge und neugierige Nachbarin, auf. Sie fördert nicht nur ein paar unschöne Dinge aus der Vergangenheit zu Tage, sondern weckt auch noch väterliche Sympathie bei Polonski. Mika fürchtet um ihr junges Glück und beginnt, "süßes Gift" zu streuen - mit fatalen Folgen.

Produktbeschreibungen

Concorde Claude Chabrols sÃÃ?es Gift, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 09.01.08

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Das Gift der Eifersucht 21. Februar 2011
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
"Merci pour le chocolat" lautete der Originaltitel des 2000 von Altmeister Claude Chabrol in die Kino gebrachten Kriminaldramas, in dem wieder einmal familiäre Probleme auf stille, aber wirksame Art geklärt werden - wie der deutsche Titel verrät, ersetzt "Süßes Gift" brachialere Methoden - steht aber auch für die junge Jeanne, die in die feingesponnene Familienplanung einer alten Giftspinne hineinplatzt.

Mika (Isabelle Huppert) besitzt eine Schokoladenfabrik in Lausanne - und sie besaß auch den erfolgreichen Pianisten André Polonski (Jacques Dutronc), bis der sich für eine andere entschied, die Mutter seines Sohns Guillaume (Rodolphe Pauly). Zum Glück für Mika starb die Rivalin bei einem Autounfall - mit Alkohol und Rohypnol im Blut. So kommt es zur zweiten Eheschließung mit dem ersten Mann. Aber da stört noch der Stiefsohn Guillaume auf dem gnadenlosen Weg zum geregelten Glück.

Die junge Pianistin Jeanne Polet (Anna Mouglalis) erfährt durch Zufall, dass sie und der gleichalte Guillaume beinahe zufällig in der Klinik vertauscht worden wären. Als sie hört, dass Guillaumes Vater ein bekannter Pianist ist, sucht sie die Polonskis kurz entschlossen auf. Dort sieht sie Bilder der verstorbenen Mutter Guillaumes, die ihr auffällig gleicht. Und sie bemerkt zufällig, dass Guillaumes Mutter Mika absichtlich eine Thermoskanne mit Schokolade umstößt. Es stellt sich heraus, dass in der verschütteten Schokolade ein starkes Schlafmittel enthalten war.

André findet die junge Pianistin, die seiner früheren Frau so ähnelt, äußerst sympathisch - und liebäugelt wohl heimlich mit dem Gedanken, sie sei tatsächlich als Baby ausgetauscht worden. Jeanne erhält von André Unterricht - sie studieren den Trauermarsch von Liszt - wie zum Abschied von der verstorbenen Frau und möglichen Mutter.

Mika lässt sich durch die neue Situation nur kurz irritieren, bald fasst sie einen Plan: Sie lädt Jeanne für ein Wochenende zu sich nach Hause ein. Doch Jeanne und Guillaume haben sich ausgetauscht und ziehen der Schokolade eine Tasse Kaffee vor...

Die starke Frau, die viel lächelt - und niemanden lieben kann. Die hinter scheinbarer Zerbrechlichkeit ihre Ziele gnadenlos verfolgt. Deren Verzweiflung nicht aus ihrer Schuld entspringt, sondern alleine aus dem Misserfolg.

Für diese Rolle ist Isabelle Huppert wie geschaffen. Es ist ein Erlebnis, sie in Standbildern zu studieren: Unnachahmlich, wie es ihr gelingt, quasi von Bild zu Bild Stimmungen zu wechseln oder auch dem Gesprochenen einen anderen Ausdruck zu verleihen als ihrer Mimik. Jacques Dutronc als charismatischer Meister der feinen Nuancen ist ideal besetzt für den alternden Solisten, der sich durch die neue Schülerin wieder jung fühlen darf, aber zum Schlafen sein Rohypnol benötigt. Und Anna Mouglalis schließlich besitzt die Ausstrahlung, die einen guten Film zu einem Fest verzaubern kann.

Keine Sternstunde des Kinos, aber ein guter Film, den man gerne immer wieder mal anschaut.

Bild- und Tonqualität sind innerhalb der Grenzen des Mediums durchaus ordentlich.

Im Original 99 Minuten, Format 1,66:1 auf 35 mm Film, DD (Quelle: IMDB)
Gesehen in Deutsch, 97 Minuten, Format 1,77:1 in SD, DD 5.1 (DVD DL)

film-jury 4* A0508 2.2.2012e 7A 1E Genre: Krimi Drama Mystery Thriller

Anna Mouglalis (* 26. April 1978 in Fréjus)
-------------------------------------------
2000 4* A0508 Claude Chabrol: Süßes Gift
....... R: Claude Chabrol D: Anna Mouglalis, Isabelle Huppert, Jacques Dutronc
2004 5* A0082 Preis des Verlangens (Sotto falso nome)
....... R: Roberto Andò D: Daniel Auteuil, Greta Scacchi, Anna Mouglalis
2009 4* A0484 Coco Chanel & Igor Stravinsky
....... R: Jan Kounen D: Anna Mouglalis, Mads Mikkelsen, Elena Morozova

Jacques Dutronc (* 28. April 1943 in Paris)
-------------------------------------------
1968 5* R0000 Il Est Cinq Heures, Paris S'Eveille
1974 -* R0000 Nachtblende - Ungekürzte Fassung
....... R: Andrzej Zulawski D: Romy Schneider, Fabio Testi, Jacques Dutronc
2000 4* A0508 Claude Chabrol: Süßes Gift
....... R: Claude Chabrol D: Anna Mouglalis, Isabelle Huppert, Jacques Dutronc

Isabelle Anne Huppert (* 16. März 1953 in Paris)
------------------------------------------------
2000 4* A0508 Claude Chabrol: Süßes Gift
....... R: Claude Chabrol D: Anna Mouglalis, Isabelle Huppert, Jacques Dutronc
2001 4* A0097 Die Klavierspielerin
....... R: Michael Haneke D: Isabelle Huppert, Annie Girardot, Benoît Magimel
2004 5* A0098 Ma Mère - Meine Mutter
....... R: Christophe Honoré D: Isabelle Huppert, Emma de Caunes, Louis Garrel

Die Videocassetten, die Mika ihrem Stiefsohn mitbringt, sind:
"L'homme du sud" (Der Mann aus dem Süden, Jean Renoir, 1945) und
"Le secret derrière la porte" ( Das Geheimnis hinter der Tür, Fritz Lang, 1948)
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Mitleid mit der Täterin? 7. November 2008
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Mika (Isabelle Huppert) ist die zielstrebige Erbin einer Schokoladenfabrik. Die Besitzer hatten sie einst adoptiert. Ihre leiblichen Eltern hat sie nie bewusst kennen gelernt.

Sie war mit dem Pianisten Polanski (Jacques Dutronc) verheiratet, doch der hatte sich ihrer Freundin zugewandt, ließ sich im Einvernehmen mit Mika scheiden und heiratete deren Freundin, mit der er ein Kind bekam.

Mika blieb mit den beiden weiterhin befreundet, tat ihnen Gutes, überließ ihnen sogar ein Haus, in welchem sie wohnen konnten. Von Stund an jedoch verabreichte sie allen Bewohnern heimlich ein Schlafmittel, mixte es in den Kakao, um ihr Umfeld in einen somnambulen, letztlich von ihr abhängigen Zustand zu versetzen. Möglicherweise hoffte sie auch , dass ihr geschiedener Mann stets so müde ins Bett fallen würde, dass er keinen Sex mit seiner neuen Frau haben konnte, (so meine Interpretation des Handelns , denn im Film wird die Motivation des Tuns nicht näher erklärt).

Mikas ahnungslose Frau, so erfährt man in retrospektiven Erzählungen, begibt sich mit dem Auto in einem solchen Zustand spätabends noch in die Apotheke, um für ihren Gatten Schlaftabletten zu besorgen, weil dieser offenbar von dem Mittel schon so süchtig ist, dass er ohne hohe Dosen davon kein Auge mehr zu tun kann und gierig nach den kleinen Dingern lechzt. Allerdings weiß keiner, dass Mika ihn süchtig gemacht hat.

Die Gattin schläft am Steuer ein, verunfallt und stirbt , wie man aus den Dialogen entnehmen kann. Ob dies Mikas Absicht war, bleibt unklar. Zumindest hat sie den Unfall billigend in Kauf genommen. Sie verschweigt ihr Tun. Polanski heiratet Mika abermals und bildet nun mit ihr und Guillaume( Rudolphe Pauly), seinem Sohn , die neue Familie.

Mika kümmert sich rührend um die beiden Männer. Sie ist geradezu überfürsorglich.
Guillaume fällt dadurch auf, dass er sehr passiv und entschlusslos ist. Dem Zuschauer wird, nachdem er von den Drogen erfährt, alsbald klar, dass es einen Zusammenhang zu den Tabletten gibt.

Irgendwann taucht die junge Pianistin Jeanne(Anna Mouglalis) in dem Haus auf. Sie hat gehört, dass es bei ihrer Geburt möglicherweise Verwechslungsprobleme gegeben hat. Da ihre Mutter sich indifferent verhält, als eine Freundin ihrer Mutter von den sonderbaren Ereignissen im Krankenhaus berichtet, will sie sich selbst ein Bild machen.

Polanski bestätigt die Unklarheiten im Krankenhaus. Man spürt, dass beide ahnen, dass sie Vater und Tochter sind und erkennt auch auf den Fotos von Polanskis zweiter Frau die Ähnlichkeit zu Jeanne.

Polanski übt mit der schönen Jeanne Klavierstücke ein. Beide sind völlig in das Spiel versunken. Man spürt das Glück und die Harmonie der beiden. Es ist nicht notwendig offiziell die Verwandtschaft zu benennen.

Mika sieht auch das innere Band von Polansiki und Jeanne und wird aktiv . Nun bekommt auch Jeanne Schlafmittel verabreicht. Jeanne ist eine gute Beobachterin und hat zur Kenntnis genommen, dass mit Mikas Kakaomixturen etwas nicht stimmt, lässt einen Pullover, auf dem sich der Stoff befindet von einem Freund im Labor untersuchen.

Jeanne glaubt zunächst Mika wolle Polanskis Sohn töten, berichtet diesem auch von dem Mittel. Als erneut das Schlafmittel für Polanski ausgegangen ist, fahren Jeanne und der junge Mann in die Stadt um den Vater neu mit Stoff zu versorgen. Beide haben es abgelehnt Kakao zu trinken, nehmen stattdessen Kaffee zu sich, doch auch dieser enthält das Mittel. Jeanne schläft am Steuer ein....

Mika erklärt Polanski, während die jungen Leute unterwegs sind, dass sie sich immer überflüssig gefühlt habe und nicht empfinden können. Stets sei sie berechnend gewesen, wollte zwar aus Vernunft Gutes tun, aber innerlich drängte es sie stets zur Destruktion, um auf diese Weise erneut Gutes tun zu können . Ihre eigentliche Handlungsmotivation scheint darin zu bestehen Menschen in einen unmündigen Zustand zu versetzen, um ihnen anschließend zu helfen. Nur so fühlt sie sich nicht überflüssig.

Sowohl die verstorbene Gattin als auch Jeanne empfand sie als Rivalinnen, die ihr den hart erkämpften Fürsorge- Platz entziehen wollten. Ob sie die Frauen deshalb bewusst zu töten beabsichtigte, bleibt unklar. Offenbar hat Mikas verwundete Kinderseele sie zu all diesen fatalen Handlungen veranlasst. Am Ende des Films hat man beinahe Mitleid mit der Täterin. Dies genau scheint genau beabsichtigt zu sein.

Der Film des großen Regisseurs und Drehbuchautoren Chabrol hat so viele Facetten, dass man sie im Rahmen einer zeilenbegrenzten Rezension im Grunde nur andeuten kann. Isabelle Huppert spielt die Rolle der Mika hervorragend, die Ausstrahlung dieser aparten, aber keineswegs schönen Frau hat etwas kühles, verwirrendes und spiegelt genau den inneren Zustand von Mika. Jacques Dutronc ist ein äußerst nachdenklicher, sensibler, blendend aussehender Franzose, der die Rolle des Pianisten, wie kein Zweiter ausgefüllt hat. Auch die anderen Rollen sind ausgezeichnet besetzt worden.

Ein beeindruckender, psychologisch sehr subtiler Streifen.

Die Ton- und Bildqualität ist hervorragend .

Empfehlenswert.
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