Die ersten 8 tracks hier wurden (wahrscheinlich) mit den Aushilfsgitarristen in der Zeit ohne Perry und Whitford aufgenommen, und es ist interessant festzustellen, dass die im Studio zwar fast eine 1:1 Kopie waren, aber Live ihnen irgendwie ein wenig der letzte nätige Motivationsschub gefehlt haben dürfte. Sie klingen zwar sauberer als Perry/Whitford, aber auch ein wenig braver und nicht so druckvoll. Ganz schön nachzuhören ist das, wenn man die hier vorliegende Version von ,Mama Kin' mit der von ,Live Bootleg' vergleicht.
Die zweite Hälfte wurde dann wieder von der Original Besetzung nach der Reunion eingespielt, und geht in Ordnung, reicht aber an die Versionen von ,Live Bootleg' auch nicht ganz heran. Lustig nur, das ,Let The Music Do The Talking' hier fast klarer und besser produziert klingt, als in der Studio Version.
Ein Muß ist dieses Album nicht, aber es rockt recht ordentlich dahin.
Eigentlich 3 einhalb Sterne, großzügig auf 4 aufgerundet. ,Live Bootleg' von 1978 bleibt auf jeden das Live Referenz Album der Bostoner.