Es gibt andere Bücher der Reihe Schott Piano Lounge des Autors, die ich besser gelungen finde als dieses. Einige der Stücke sind zwar hübsch geworden, z.B. die Morgenstimmung von Grieg und Pomp and Circumstance, oder auch Solveigs Lied und die Moldau. Aber bei anderen Stücken finde ich es unnötig, sie umzuschreiben. Die Träumerei von Schumann und die Gymnopedie von Eric Satie klingen im Original einfach schöner und sind auch nicht viel schwieriger zu spielen als die Bearbeitungen. Da kann man auch gleich das Original spielen. Von anderen Stücken, wie das Wiegenlied von Brahms und die Romanze von Mozart gibt es bereits Bearbeitungen für Klavier, die mir besser gefallen. Beim Liebestraum von Liszt hingegen hat die Bearbeitung ihren Sinn, da der Stil groovy und ganz anders ist als das Original, das ist eher eine augenzwinkernde Ironie, und das Original ist ja auch sehr sehr schwer.
Ein weiteren Stern ziehe ich ab, da es einige Druckfehler gibt. Einige Stellen stimmen nicht mit dem ein, was auf der CD zu hören ist. Manchmal ist das egal, weil man es so oder so spielen kann. Aber manchmal sind es auch wirkliche Druckfehler, wo die Noten dann einfach falsch klingen.
Gut ist, das die Stücke sehr einfach zu spielen sind, man muss viel weniger üben als für die meisten anderen Bücher der Reihe. Aber
wenn man noch keine Hefte der Serie besitzt, würde ich dazu raten, lieber die Movie Classics, Pop Ballads oder Golden Oldies zu kaufen, da sie viel schöner sind.