Kurzbeschreibung
Ein McLaren F1 ist das ultimative Straßenauto. Die futuristische, aus 94 Einzelteilen gefertigte Karosserie besteht aus Kohlefaser, Cockpit und Fahrersitz sind weit vorn in der Mitte plaziert. Dabei ist dieses Auto keineswegs schön. Seine kurze, gedrungene Form bietet dem Gegenwind jedoch nur minimalen Widerstand, wenn der Fahrer den 550 PS starken Zwölfzylinder in knapp vier Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer beschleunigt. Rund eineinhalb Millionen Mark kostet das Vergnügen, diese Maschine mit der Leistung eines Formel 1-Boliden über die Straße zu steuern. Was aber hat dieses Luxusgeschöpf mit so unspektakulären Limousinen wie dem Renault 5 und dem VW Golf gemeinsam? Alle drei sind waschechte Klassiker. Und sie geben sich ein Stelldichein in Jonathan Woods Buch 'Classic Cars', das jetzt im Stuttgarter Motorbuch Verlag erschienen ist. Natürlich kann man sich darüber streiten, wie man einen Klassiker definiert. Fahrzeuge dieser Kategorie lassen sich nämlich nicht einfach in ein Schema pressen. Der britische Automobil-Historiker Jonathan Wood hat indes eine treffende Interpretation gefunden: 'Ein Klassiker ist ein Wegbereiter, kein Mitläufer.' Deshalb kann auch ein Großserienfabrikat wie der VW Käfer diesen Titel für sich beanspruchen. Auch der knuffige Fiat 500 und der Renault Twingo bieten genügend Charakter und technische Innovationen, die sie mit dem 'Baby- Benz' aus dem Jahr 1982 und dem legendären NSU Ro 80 auf eine Stufe stellen. Zu den Megastars dieser 320 Seiten starken Chronik gehören der Lamborghini Miura und der in den 60er Jahren bei den 24 Stunden von Le Mans so erfolgreiche Ford GT40. Auch der 1983 vorgestellte Porsche 959 rangiert mit 250 produzierten Exemplaren in der Sparte der sogenannten Supercars, die nur in kleinen Stückzahlen gebaut werden. In der Gruppe der Tourensportler vertreten der Dino 206 GT, der America und der berühmte Berlinetta Lusso die Ferrari-Familie. Jaguar schickt den schnellen XJS und den E-Type, Volvo den eleganten P1800 auf den Laufsteg. Bei den Sportwagen geben sich neben guten Bekannten wie Corvette Stingray, Porsche 356 und BMW Z1 auch Exoten wie der Healey Silverstone und der uramerikanische Dodge Viper die Ehre. Über 500 brillante Farbbilder zeigen herrliche Fahrzeugporträts und aufregende Ansichten von Karosserien und Motoren. Prägnante Einführungstexte zu jedem Fahrzeug resümmieren Modellgeschichte, Entwicklung und Produktion. Eine spezielle Rubrik informiert über die wichtigsten technischen Daten. Wer jetzt noch wissen will, wie der Mercedes-Benz 300 SL zu seinen Flügeltüren kam, kommt an Jonathan Woods 'Classic Cars' nicht mehr vorbei.