Das zweite Album der Schweizer Soundschmiede erschien 1981. Kraftwerk hatte sich längst etabliert und legte einen Meilenstein elektronischer Musik hin: 'Computerwelt'. Dass sich Yello dahinter nicht verstecken müssen, beweisen Stücke wie 'Daily Disco'. Was die drei aber von dem Düsseldorfer Quartett unterschied, war ihr Talent, fiktive Filme hörbar zu machen. Zum einen durch den Technik-Freak Blank, zum anderen durch einen Gentleman des Pop, den Cosmopoliten Dieter Meier, die Stimme Yellos, unverwechselbar und doch jedesmal einen anderen Charakter darstellend. 'Großes Kino', dieser Ausspruch ist hier wohl zutreffend. Hervorragende Mitmusiker, wie Beat Ash, der sie noch auf weiteren Alben unterstützen sollte, verstehen es, die Soundgebilde zu komplettieren.
Interessant: Carlos Peron, bis 1983 als Mitglied auf den Alben gelistet, ist bei den Remasters zu einem Musiker 'degradiert' worden. Peron war für die Tapes zuständig und für das Auswählen und Finden interessanter Klänge und Atmosphären. Später sollte sich Peron u.a. als Produzent von Wolfsheim hervortun.
Das 2005 wiederveröffentlichte Werk enthält neben den von Boris Blank und Ursli Weber (Produzent) remasterten Albumtiteln noch sechs Bonustracks: drei von 'The New Mix In One Go'('Tub Dub', 'Daily Disco' und 'The Evening's Young'), unbekannter: 'She's Got A Gun(live 1985)', ein Remix von 'Pinball Cha Cha' und eine Single-B-Seite: 'Desire for Desire'.
Auch mittlerweile fast 30 Jahre später klingt dieses Album noch frisch, innovativ und 'fett'. Ein geheimer Klassiker...