Klappentext
Die großangelegte dreibändige Biographie Berthold Litzmanns, des Vertrauten der bedeutenden Pianistin und Gattin Robert Schumanns, war einst ein überaus populäres, in kaum einem deutschen Bücherschrank fehlendes "Hausbuch".
Litzmann, seit 1892 Professor für neue Literaturgeschichte an der Universität Bonn, hatte Clara Schumann oft in seinem Hause zu Gast, wo er sie bald - auch in Konzerten - Beethoven, Chopin und vor allem Schumann spielen hörte. Seit ihrer Jugend hatte sie fast täglich Tagebuchaufzeichnungen gemacht und damit ihr eigenes Leben in einem ungewöhnlichen, lückenlosen Umfang und in faszinierender Unmittelbarkeit dokumentarisch belegt. So zeichnete denn auch in den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende der Biograph Litzmann auf Wunsch der Kinder Claras dieses reiche Leben aus Tagebüchern und Briefen nach.
Ludwig F. Schiedermair hat dieses Werk in eine neue, zeitgemäße Form gebracht und den Briefwechsel Clara Schumann - Johannes Brahms mit aufgenommen. So entstand eine reizvolle Dokumentar-Biographie und ein menschlich ergreifendes Buch, das das schicksalhafte Zu-Schumann-Gehören der großen Pianistin in den Mittelpunkt stellt. Es geht um das Leben einer vorbildlichen, genialen Frau und Künstlerin des vorigen Jahrhunderts (1819-1896), um ihre Selbstverwirklichung als Gattin, Mutter und Künstlerin und um ihre Begegnungen mit "Prominenten" ihrer Zeit: Johannes Brahms, Richard Wagner, Joseph Joachim, Hans von Bülow, Friedrich Hebbel, Wilhelmine Schröder-Devrient u.v.a.
So liegt mit diesem Band ein zeit- und musikgeschichtliches Dokument von besonderem Reoz vor, das durch seine Spontaneität und die packende Darstellung eines ungewöhnlichen Lebens besticht und darüber hinaus eine längst vergangene Kulturepoche in faszinierenden Bildern und Begegnungen heraufbeschwört.