Die Verweigerung an den Mainstream beginnt schon beim Namen: "Clap Your Hands Say Yeah" würde nie aufs Titelbild der BRAVO oder in die winzigen CD-Kritiken der Fernsehzeitungen passen. Viel zu lang. Viel zu sperrig. Wie die Songs der Jungs, mitsamt ihrer Texte. Und so macht man ungeachtet gängiger Trends einfach gute und vielschichtige Musik, Musik, die man immer wieder und wohl auch in ein paar Jahren gern hört. Sollen sich die selbsternannten Kulturfunktionäre der Majorlabel doch die Musik von Alexander Klaws und Konsorten schön reden hier kommt die große Kunst! Der Sänger klingt ein bisschen wie David Byrne (auch so ein Verweigerer), besonders bei "Over And Over Again" und "Gimmie Some Salt" fiel mir das auf. Ansonsten haben sie mit den Talking Heads aber wenig zu tun. Der Opener dagegen klingt ein bisschen wie "Give Peace A Chance" - and so we give CYHSY a chance.
Das selbstbetitelte Debüt der Amis hat die richtige Mischung: roh, aber nicht dilletantisch. Indie-Gitarren-Rock vom Feinsten mit Keyboard-Unterstützung. Hier ist alles Gold, was glänzt. Und hinten raus, wo anderen die Luft ausgeht, holen sie mit dem schon erwähnten "Gimmie Some Salt" und mit "Upon This Tidal Wave Of Young Blood" noch einmal richtig aus. Das gefällt mir auf der ganzen Linie.