Die deutsche Version vom Clansroman Ravnos habe ich nicht gelesen...schlicht und einfach deswegen, weil es das Buch wohl anscheinend nicht mehr wirklich im Handel gibt. Was da im einzelnen los ist, kann ich nicht sagen, fest steht nur, dass ich die deutsche Version per Amazon vorbestellt hatte, mir aber kurze Zeit später per e-Bay ein englisches Original in die Hände fiel (na ja, keine 10 Tage nach dem Durchlesen gab es dann auch plötzlich eine deutsche Version im Briefkasten, die also nun jungfräulich bei mir im Regal steht).
Der oben angeführte Kritikpunkt, dass die Übersetzer wohl in sehr vielen Fällen bei der Orthographie gewürfelt haben, trifft für die meisten Clansromane zu, die ich bisjetzt gelesen haben, 'mal mehr, 'mal weniger. Es entsteht der Eindruck, die Übersetzer haben sich abends nach getaner Arbeit und 3 Litern Kaffee intus an diese Texte gesetzt. Richtig Korrektur gelesen wurde zumindest nicht.
Die äußere Form ist also meist mangelhaft.
Deutlich positiv zu bewerten ist aber die Story - die kann selbst ein miserables Äußeres nicht ganz kaputtmachen. Dem Vorwurf, es käme in diesem Band zuwenig andere, bekannte Charaktere vor, kann ich nicht ganz zustimmen, denn einerseits fungieren die gesamte Nosferatu-Riege, aber auch Hesha, Elizabeth und Ramona als Hintergrund für den etwas nervigen Khalil - man wartet ja eigentlich nur darauf, dass der alte Hazimel ihm im entscheidenden Augenblick eins überbrät und sein letzter Gesichtsausdruck maßlose Überraschung zeigt (na ja, vielleicht passiert das ja im Nosferatu-Teil).
Auf jeden Fall bringt dieser Roman die Story entscheidend weiter, schon durch das Auftreten von Hazimel. Wer sich also den vielen Orthographiefehlern gegenüber blindstellen kann, der möge das tun...oder das Ganze im Original lesen.