Es handelt sich eigentlich um eines der spannendsten Themen, die im BT-Universum angesiedelt sind. Beschrieben wird, wie es zu Gründung der Clans kommt. Was aber völlig außer acht gelassen wird, welche gesellschaftlichen Umgestaltungen vorgenommen werden. Die atmospärische Dichte, die spätere Clanbücher beim Leser hervorrufen geht hier völlig verloren.
Zum einen glaubt man, dass es sich hier nur um wenige Menschen handelt, die im Exodus der Clans verhaftet sind. Wo ist denn das ganze Umfeld, wie reagieren die Menschen auf diesen Umwälzungsprozess. Was tut sich wirklich?
Statt dessen wird ÄUSSERST blumig und mit vielen Schachtelsätzen beschrieben, welchen depressiven und selbstzerstörerischen Gedanken die Hauptperson hinterherhängt.
Beispielsweise wird äußerst umfangreich erklärt, das die Hauptperson eine Kettenleiter zum Cockpit des Battlemechs hochsteigt, dabei strauchelt, was in ihm dabei vorgeht, das er dann mit der Backe an der Panzerung (Kristallstahl? was soll das sein?) des Mechs hängt und wiederum, was er sich dabei für Vorwürfe macht. Die gesamte Schreibweise ist dermaßen blumig und künstlich verkompliziert, angereichert mit endlosen hinterwäldlerischen Gefühlsduseleien, dass es einem wahrlich
schwerfällt sich auch nur wenig in die Story hineinzuversetzen.
Zum zweiten ist das Buch völlig zusammenhanglos geschrieben und nimmt Bezug auf Geschehnisse, die völlig fremd sind. Die Kapitel sind zum Teil so weit auseinandergezogen, dass auch nach reiflicher Überlegung kein Zusammenhang herstellbar ist.
Mein Hauptkritikpunkt sind dabei die ausschweifenden Gefühlsgeschichten. Noch ein Beispiel. Beschrieben wird, das die Hauptperson durch die Gegend läuft und er gar nicht merkt, dass Tau an seinen Schuhen hängenbleibt. Hier versucht der Author verzweifelt Atmospähre aufkommen zu lassen, was kläglich misslingt.
Und das bei einem der spannendsten Themen im BT-Universum: die Clangründung. Was hätte man daraus machen können?!?
Nach dem Buch bei dem es um einen Fehlsprung der Kuritaeinheiten geht, ist das meiner Meinung nach das zweitschlechteste Buch von einem sonst guten Author.
Außerdem ist das Buch extrem kurz mit ca. 245 Seiten. Spätere Bücher sind doppelt so dick.
Leider finde ich keinen positiven Ansatzpunkt für diesen Roman, daher das Minimum an Sternen: 1 Stern