Normalerweise, ja normalerweise schalte ich ja bei ganz ganz harter Musik doch irgendwann ab. Ich mein, hart schon, aber so Black-, Thrash-, oder Deathmetal sind eigentlich nicht so mein Ding. Bis auf diese eine Ausnahme, denn das kranke Geschrubbe von Chef-Psycho Devin Townsend brüllt einem so dermaßen seine „Ihr wollt hart sein? Fresst das!"-Attitüde ins Gesicht, dass man entweder schreiend davonläuft oder wie angewurzelt stehen bleibt und nur bewundernd seine Hörapperatur immer weiter diesen auditiven Folterparcours durchlaufen lässt. Wenn mal irgendwann irgendwenn auf euch zukommt und meint; der Song von XY sei ja so brutal, so was hätte die Welt noch nicht gesehen, dann legt die CITY von Strapping Young Lad auf und spielt im einmal Track Nr. 2 „Oh my f***ing God" vor. Und vergesst das dicke Grinsen nicht.
Das richtig kranke dabei ist, das zu keiner Zeit die Melodien in diesem SchwerindustrieSoundscape verloren gehen. Und wenn einen dann ein Song wie Spirituality, der klingt als würde man ein Stahlwerk zusammenbrechen lassen und sich trotzdem gleichzeitig zu einer tieftraurigen Ballade entwickelt, zu Tränen rührt, dann weiß man, dass ist ganz große Kunst!