Nach dem unglaublichen und weltweitem Erfolg des Kult-Gengster-Films "City of God" begann der Erfolgsregisseur Fernando Meirelles das Projekt City Of Man. Die Serie umfasst bislang 19 Folgen in 4 Staffeln (Staffel 1-3 ist in der deutschen Synchronisation erhältlich, die 4 wurde unverständlicher weise "noch" nie synchronisiert) und dieser gleichnamige Film stellt nun den vorerst letzen Teil dieser Reihe dar.
Wo City of Men (Die Serie), kaum etwas mit der Handlung von City of God gemein hat, knüpft der Film direkt an der letzen Folge der letzen Staffel an. Mittlerweile sind Acerola und Laranjinha fast 18 Jahre alt und während Acerola sich mit der Situation Vater geworden zu sein längst abgefunden hat und versucht sein Leben mit seinem Sohn und Cris neu zu arrangieren, findet Laranjinjha endlich heraus wer sein Vater ist, allerdings bringt sein Auftauchen nach 15 Jahren auch ein lang gehütetes Geheimnis ans Tageslicht das die Freundschaft der beiden Jungen auf ne harte Probe stellt. Währenddessen bricht in der Favela, in der sie leben, ein harterbitterter Bandenkrieg aus (mit Madrugadão der bereits aus der Serie bekannt ist, und mittlerweile der Anführer ist). Die Ereignisse spitzen sich zu.
Der Film hat eine tolle Handlung und ist überraschend spannend. Überraschend weil, die Serie für europäische Verhältnisse, anders aufgebaut war. Fast jede Folge hatte ein eigenes Thema um das Leben in den Slums von Rio de Janeiro zu verdeutlichen und nur die offensichtlichen Ereignisse oder die Vergangenheit rund um die Charaktere wurde weiterhin thematisiert.
Wie auch schon City of God wurde City of Men in den Nebenstraßen der Originalschauplätze und Bandenbezirken gedreht, und ebenfalls wie in City of God sind sämtliche Schaudarsteller Leihen aus der Umgebung, die letztlich ein Paar Wochen Schauspiel-Kurse erhielten. City-of-Men- Neulinge sollten sich trotzdem nicht abschrecken lassen, denn in Sachen Qualität und schauspielerische Leistung steht C.o.M., City of God im nicht nach.
Natürlich kommt City of Men nicht ganz an den Vorgänger ran aber es ist ein toller und absolut sehenswerter Milieu-Film.
Und alle die jetzt fürchten sich vorher die Serie ankucken zu müssen, wie gesagt jede Folge stand für sich alleine und die wenigen wichtigen Ereignisse die geschahen, werden im Film immer wieder kurz anhand von Rückblenden aufgeführt.
So bildet der Film mit seinen 110 Minuten Laufzeit als eine Art 5te Staffel (Da eine normale Staffel ca. die Selbe Laufzeit hat) und ist ein phänomenales Finale, das auf baldiges Mehr hoffen lässt.
Ansonsten möchte ich allen auch den Film: City of God (den nun fast jeder kennt) und die Serie (zumindest die 3 Staffeln die ins Deutsche übersetzt wurden) ans Herz legen die Ebenfalls mehr als sehenswert sind.