Auch der 3. Teil der Chroniken der Unterwelt beginnt kurz nach den Ereignissen aus
City of Ashes. Chroniken der Unterwelt 02. Clary bereitet sich auf ihre erste Reise nach Idris vor, um dort einen Hexenmeister zu treffen, der ihrer Mutter helfen kann wieder aufzuwachen. Ebenso will die Familie Lightwood mit Jace nach Idris, da sich alle Schattenjäger in Alicante versammeln, um sich auf einen möglichen bevorstehenden Krieg gegen Valentin vorzubereiten. Wegen Clarys einzigartiger Gabe versucht Jace alles, Clary von der Reise nach Idris abzubringen, um sie vor dem Rat zu schützen. Das gelingt ihm zunächst auch, doch hat er leider nicht mit Clarys Starrsinn gerechnet. Clary gelangt in Begleitung von Luke auf einem anderen Weg nach Idris.
Simon, der unbeabsichtigt aus einer Notsituation heraus in Alicante gelandet ist, wird leider vom neuen Inquisitor (der auch nicht besser ist als Imogen) hereingelegt und in einem dunklen Verlies festgehalten. Er soll für politische Zwecke missbraucht und zu viel Schlimmeren gezwungen werden.
Idris, das mythische Land der Schattenjäger und Alicante, die Hauptstadt, sind ein schöner märchenhafter Schauplatz für die spannenden Ereignisse, die nun bevorstehen. In Alicante gibt es keinen technischen Fortschritt wie in der realen Welt, denn die moderne Technik funktioniert dort nicht. Die Leute kleiden sich etwas altertümlich und die Sitten erinnern an das Mittelalter, z. B. allein schon die Methoden des Inquisitors sind angsteinflössend.
Die Autorin hat mit der Wahl, die Handlung in diese Atmosphäre zu verlegen, eine ungeheure Intensität geschaffen, bei der der Spannungsbogen stetig ansteigt und bis zum Schluss anhält. Ständig habe ich mit meinen Lieblingsprotas mitgefiebert, weil unentwegt unvorhergesehene Dinge passiert sind.
Diese Reihe wird mit jedem Band besser, zum Teil düsterer und gefährlicher. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Natürlich tragen die Protagonisten wieder dazu bei.
Jace und Clary finden heraus, dass sie wirklich Experimente für Valentin waren, woraufhin Jace sich noch mehr seinem Selbsthass hingibt. Seine Gefühle für Clay fressen ihn innerlich auf und es wird mehr und mehr ersichtlich, wie sehr er leidet. Die Situationen mit Jace und Clary sind sehr intensiv und emotional beschrieben. Das kommt beim Lesen wahnsinnig authentisch rüber. Man muss einfach mit den beiden mitleiden.
Die Beziehung zwischen Alec und Magnus Bane wird endlich mal offener angeschnitten, was mir sehr gut gefallen hat. Das gibt der ganzen Story noch einen besonderen Reiz.
Genauso bin ich froh, dass Simon sich endlich weiterentwickelt hat und nicht nur den Part des verschmähten Helden mimt. Als Vampir ist er einfach richtig cool. Er ist Clary ein absolut guter Freund, interessiert sich endlich mal für seine eigene Art und wird in kurzer Zeit erwachsener und selbstbewusster.
Das ganze Geflecht aus den bestehenden Freundschaften und sich entwickelnden Beziehungen mit allen Hoch und Tiefs bilden für mich das Herzstück dieser Trilogie.
Es geschehen traurige Dinge, man kann auch oft lachen, es ist von allem etwas dabei.
Je mehr ich mich dem Ende des Buches genähert habe, umso trauriger wurde ich. Wenigstens gibt es ein schönes Happy End.
FAZIT: Die Trilogie ist eine absolute Kaufempfehlung!