Pressestimmen
"In beeindruckender Weise schlimm und hervorragend zugleich." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)
"Michal Hvoreckys Debütroman fesselt wie ein rasantes Computerspiel und hinterlässt nach dem 288 Seiten langen Rausch einen leichten Schauer." (Süddeutsche Zeitung)
"Hvorecky schreibt wie eine übermütige Mischung aus William Gibson und Michel Houellebecq." (Berliner Zeitung)
"Michal Hvoreckys Debütroman fesselt wie ein rasantes Computerspiel und hinterlässt nach dem 288 Seiten langen Rausch einen leichten Schauer." (Süddeutsche Zeitung)
"Hvorecky schreibt wie eine übermütige Mischung aus William Gibson und Michel Houellebecq." (Berliner Zeitung)
Kurzbeschreibung
Irvin Mirsky ist süchtig nach Pornoseiten im Internet. Er lebt in einer schönen neuen Welt, in der Konzerne dafür bezahlen, dass Neugeborene Nivea oder Gucci genannt werden. In City, der neuen Metropole Supereuropas, trifft er auf Lina. Eine in Lichtgeschwindigkeit erzählte Geschichte über Liebe und Sucht,Manipulation und Widerstand beginnt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Broschiert
.
Der Verlag über das Buch
»Eine übermütige Mischung aus William Gibson und Michel Houellebecq.« Berliner Zeitung
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Broschiert
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Klappentext
Der junge Fotograf Irvin Mirsky lebt in einer Welt, in der der globale Kapitalismus das Leben der Menschen in Besitz genommen hat. Neugeborene werden Nivea oder Gucci genannt, da große Konzerne für die Namensgebung bezahlen. Ein Stipendium führt Irvin nach City, den unwahrscheinlichsten aller Orte, wie die neue Hauptstadt Supereuropas genannt wird. Dort versucht er der Sucht zu entkommen, die ihn seit seiner Jugend verfolgt: Er ist abhängig vom Internet. Auf der Suche nach innerer Ruhe trifft er Lina, die Frau seines Lebens. Während Lina zur Ikone der öffentlichen Revolte wird, die das Leben aus den Fesseln der Virtualität befreien will, überwindet Irvin seine Abhängigkeit und versucht die Welt seinerseits von der Übermacht der Bilder zu befreien.
Der Roman erzählt in Lichtgeschwindigkeit über Liebe und Abhängigkeit, über Manipulation und Widerstand. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Michal Hvorecky, geboren 1976, lebt in Bratislava. Er hat bisher einen Roman und zwei Erzählbände veröffentlicht. In der FAZ und der ZEIT sowie zahlreichen weiteren Zeitschriften sind Essays und Geschichten von ihm erschienen. Er wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet und war Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"Die meisten meiner Mitschüler waren nach berühmten Marken benannt. Das war modern, als unsere Eltern jung waren. Man konnte dafür von den Firmen viel Geld bekommen, deshalb rissen sich die Familien regelrecht darum. In den Kinderwagen wimmelte es damals nur so von Babys, die nach Autos, Lebensmitteln, Möbeln oder Parfums benannt waren. Die Mädchen hießen Lancia, Nivea, Novartis, Porsche oder Mazda, die Jungs Gucci, Evian, Hilfiger oder Renault.
Noch schlimmer dran waren die Kinder, die einen unerträglich langen Namen wie GlaxoSmithKline, Time Warner Cable oder Doppelnamen wie Delloitte&Touche trugen. Viele Mitschüler mußten zudem während ihrer Schulzeit mehrfach den Namen wechseln, wenn die von ihnen beworbene Firma verkauft wurde oder gar Pleite ging. Die meisten mochten ihre Namen nicht, aber sie konnten ja nichts dagegen tun. Aus ihren Verträgen kamen sie nicht heraus. Eine Auflösung hätte ein Vermögen gekostet. Wenn sie sich vorstellten, mußten sie außer ihrem Namen oft auch den Slogan aufsagen, wofür es von den Firmen noch mehr Geld gab.
"Hallo, ich bin McDonald's. Ich liebe es", stellte sich mir ein Mitschüler vor.
"Schön dich kennenzulernen, ich bin Apple. Think different", verkündete meine Banknachbarin.
"Hallo. Irvin? Hier ist Vichy, weil Gesundheit auch Hautsache ist", tönte aus dem Telefonhörer."Ich selbst bin nur verschont geblieben, weil es diese Mode zu der Zeit, als mein Bruder geboren worden war, noch nicht gab. Ein normaler Name - das ist das einzige, wofür ich ihm dankbar bin. Meine Eltern bekamen schon in der Entbindungsklinik zahlreiche Angebote, aber ihr Entschluß, mich zu einem Ersatzmann zu machen, war stärker."
Noch schlimmer dran waren die Kinder, die einen unerträglich langen Namen wie GlaxoSmithKline, Time Warner Cable oder Doppelnamen wie Delloitte&Touche trugen. Viele Mitschüler mußten zudem während ihrer Schulzeit mehrfach den Namen wechseln, wenn die von ihnen beworbene Firma verkauft wurde oder gar Pleite ging. Die meisten mochten ihre Namen nicht, aber sie konnten ja nichts dagegen tun. Aus ihren Verträgen kamen sie nicht heraus. Eine Auflösung hätte ein Vermögen gekostet. Wenn sie sich vorstellten, mußten sie außer ihrem Namen oft auch den Slogan aufsagen, wofür es von den Firmen noch mehr Geld gab.
"Hallo, ich bin McDonald's. Ich liebe es", stellte sich mir ein Mitschüler vor.
"Schön dich kennenzulernen, ich bin Apple. Think different", verkündete meine Banknachbarin.
"Hallo. Irvin? Hier ist Vichy, weil Gesundheit auch Hautsache ist", tönte aus dem Telefonhörer."Ich selbst bin nur verschont geblieben, weil es diese Mode zu der Zeit, als mein Bruder geboren worden war, noch nicht gab. Ein normaler Name - das ist das einzige, wofür ich ihm dankbar bin. Meine Eltern bekamen schon in der Entbindungsklinik zahlreiche Angebote, aber ihr Entschluß, mich zu einem Ersatzmann zu machen, war stärker."
Auszug aus Der unwahrscheinlichste aller Orte von Michal Hvorecky. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Die meisten meiner Mitschüler waren nach berühmten Marken benannt. Das war modern, als unsere Eltern jung waren. Man konnte dafür von den Firmen viel Geld bekommen, deshalb rissen sich die Familien regelrecht darum. In den Kinderwagen wimmelte es damals nur so von Babys, die nach Autos, Lebensmitteln, Möbeln oder Parfums benannt waren. Die Mädchen hießen Lancia, Nivea, Novartis, Porsche oder Mazda, die Jungs Gucci, Evian, Hilfiger oder Renault.
Noch schlimmer dran waren die Kinder, die einen unerträglich langen Namen wie GlaxoSmithKline, Time Warner Cable oder Doppelnamen wie Delloitte & Touche trugen. Viele Mitschüler mußten zudem während ihrer Schulzeit mehrfach den Namen wechseln, wenn die von ihnen beworbene Firma verkauft wurde oder gar Pleite ging. Die meisten mochten ihre Namen nicht, aber sie konnten ja nichts dagegen tun. Aus ihren Verträgen kamen sie nicht heraus. Eine Auflösung hätte ein Vermögen gekostet. Wenn sie sich vorstellten, mußten sie außer ihrem Namen oft auch den Slogan aufsagen, wofür es von den Firmen noch mehr Geld gab.
»Hallo, ich bin McDonald's. Ich liebe es«, stellte sich mir ein Mitschüler vor.
»Schön dich kennenzulernen, ich bin Apple. Think different«, verkündete meine Banknachbarin.
»Hallo. Irvin? Hier ist Vichy, weil Gesundheit auch Hautsache ist«, tönte aus dem Telefonhörer.
Ich selbst bin nur verschont geblieben, weil es diese Mode zu der Zeit, als mein Bruder geboren worden war, noch nicht gab. Ein normaler Name das ist das einzige, wofür ich ihm dankbar bin. Meine Eltern bekamen schon in der Entbindungsklinik zahlreiche Angebote, aber ihr Entschluß, mich zu einem Ersatzmann zu machen, war stärker. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Noch schlimmer dran waren die Kinder, die einen unerträglich langen Namen wie GlaxoSmithKline, Time Warner Cable oder Doppelnamen wie Delloitte & Touche trugen. Viele Mitschüler mußten zudem während ihrer Schulzeit mehrfach den Namen wechseln, wenn die von ihnen beworbene Firma verkauft wurde oder gar Pleite ging. Die meisten mochten ihre Namen nicht, aber sie konnten ja nichts dagegen tun. Aus ihren Verträgen kamen sie nicht heraus. Eine Auflösung hätte ein Vermögen gekostet. Wenn sie sich vorstellten, mußten sie außer ihrem Namen oft auch den Slogan aufsagen, wofür es von den Firmen noch mehr Geld gab.
»Hallo, ich bin McDonald's. Ich liebe es«, stellte sich mir ein Mitschüler vor.
»Schön dich kennenzulernen, ich bin Apple. Think different«, verkündete meine Banknachbarin.
»Hallo. Irvin? Hier ist Vichy, weil Gesundheit auch Hautsache ist«, tönte aus dem Telefonhörer.
Ich selbst bin nur verschont geblieben, weil es diese Mode zu der Zeit, als mein Bruder geboren worden war, noch nicht gab. Ein normaler Name das ist das einzige, wofür ich ihm dankbar bin. Meine Eltern bekamen schon in der Entbindungsklinik zahlreiche Angebote, aber ihr Entschluß, mich zu einem Ersatzmann zu machen, war stärker. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.