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City, Der unwahrscheinlichste aller Orte,
  
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City, Der unwahrscheinlichste aller Orte, [Unbekannter Einband]


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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Stuttgart, Tropen 2006, (2006)
  • ASIN: B0047H0RDC
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Michal Hvorecký
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Was für ein Buch! Chuck Palahniuk meets Strange Days meets Internet in Berlin durch eine Bratislava-Lupe. Der in der Slowakei angeblich erfolgreichste Roman nach Harry Potter erzählt die schräge Reise des internet (-und Pornographie-) abhängigen Irvin in das dunkle Herz Berlins (und sein eigenes). Während eines wochenlangen Stromausfalls mausert er sich schließlich zu einer Art Prophet und führt die Menschen in eine (sexuelle) Revolution.

CITY verbeisst sich auf eine schräge, übertriebene und doch faszinierende Weise in den Abhängigkeiten, die jeder Internet-Junkie mit halbschlechtem Gewissen verspürt (und das ist praktisch jeder mit Internetzugang, ob es nun Pornographie ist oder Chatgroups oder Film-Sites oder sonstwas). Daß das Internet und seine Reize stellenweise um einiges realer werden können als konkrete Menschen um uns herum, trifft Hvorecky voll. Er denkt es nur radikal weiter, in den Bereich von Internetsüchten hinein, die einen echten Cold Turkey brauchen, um sie hinauszuspülen. Das hat übrigens einer der amazon-Rezensenten nicht kapiert, der ständig von "unglaubwürdig" spricht. Ähm... die Geschichte soll keine 1:1-Abbildung der Wirklichkeit sein.

Was Hvorecky erstaunlich gut gelingt, ist die Stimme des Ich-Erzählers (von dem jeder Leser natürlich brennend gerne wissen will, was davon erlebt ist und was nicht). Er ist, wer er ist, und wenn die Berliner Groteske vorbei ist,

(VORSICHT SPOLIER!!!),

ist er nicht in einem Happy End mit seiner Erika vereint und zeugt vierundwanzig kleine Irvins in einer Reihenhaussiedlung, sondern muß wieder auf die Walz.

(SPOILER ENDE!)

Natürlich spürt man Einflüsse. Ich persönlich rieche Palahniuk und Bret Easton Ellis und ab der zweiten Hälfte hat die Geschichte eindeutig tiefe Shades von Fight Club. Überhaupt scheinen mir hier zwei Geschichten in einer zu stecken -

1) erstens der eher normale Anfang bis zum Entzugskrampf bei Erika(Hvorecky MUSS einmal einen Reiseroman schreiben, ich würde gerne einfach ein ganzes Buch nur über das erste Kapitel lesen, da ist ein unglaubliches Potential, Kerouac, Burroughs und lauter andere)

2) die ganze Stromausfall-cum-Fightclub-cum-Lehrer-kehrt-zurück-Story - ich habe ständig erwartet, daß unser Held am Ende entdeckt, daß er das alles nur im Entzugswahn geträumt hat... hat er das vielleicht? ist er noch im Entzug, als sich die letzte Seite aufblättert?

Trotzdem hält der konsequente Charakter des Ich-Erzählers die Narration glaubwürdig zusammen, so sehr es auch zwei Teile sind.

Warnung: nicht für zartbesaitete Seelen  es geht sehr direkt um Internetpornographie, stellenweise herrscht eine überkrasse Sprache, und Pädophilie klatscht uns so nebenbei auch ins Gesicht... aber gleichzeitig ist CITY so skurril und leicht, dass man all das nie ganz ernst nehmen kann.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der junge slowakische Autor Michal Hvorecký, 1976 in Bratislava geboren, lässt den Helden seines Romans „City : Der unwahrscheinlichste aller Orte", den ebenfalls jungen Fotografen Irvin Mirsky (24) auf die Suche gehen. Nicht, wie in Romanen junger Autoren zu vermuten, auf die Suche nach sich selbst, sondern auf die nach dem wirklichen menschlichen Leben. Irvin ist Geschöpf der Konsumwelt. Seine Mitschüler wurden von ihren Eltern nach Markenwaren benannt. Mädchen hießen Lancia, Nivea Porsche oder Nestlé, Jungs Gucci, Evian, Hilfinger oder Renault. Irvin, allein wegen seines Namens zum Aussenseiter verdammt, zog sich mit seinem Computer in die virtuelle Internetwelt zurück und wurde internetsüchtig. Der Roman beginnt mit der Erkenntnis: „ich musste endlich von dieser Abhängigkeit loskommen. Also ging ich auf Reisen."
Auf der Reise trifft er, der Frauen nur von Pornowebsites kennt, auf eine reale Frau, die sich und Liebe zum Kauf anbietet. Im Turbokapiltalismus ist eben alles käuflich. Das Konsumzeitalter feiert sich und seine Höhepunkte. Aber was kommt danach? Die Zeit des „Postkonsumismus'"? Und dann?
Der Roman, grotesk zwar, aber nicht unwahrscheinlich, weder Sciencefiktion noch verkappter Essay über kapitalistische Auswüchse - beantwortet die Fragen allenfalls indirekt und erzählt dabei eine trotz allem anrührende und spannende Liebesgeschichte. Gegen deren Ende fühlt Irvin Mirsky immerhin, „in meinem Kopf pulsieren vor Angst und Erschöpfung schmerzhaft die rhythmischen Schläge meines Herzens".
Ein zeitgeschichtlich äußerst aktueller Roman für Computer- und Internetfreaks sowie für Leserinnen und Leser, denen virtuelle Welten eher albern oder wegen ihres Scheins gar gefährlich vorkommen.
„Das Buch, „in der Slowakei der Bestseller Nummer eins nach Harry Potter" (DER TAGESSPIEGEL), wird sicherlich auch den deutschen Buchmarkt erobern.
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3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grober Unfug 17. Juli 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Irgendeine Rezension hat mich auf dieses Buch neugierig gemacht. Eine Science Fiction Geschichte vor dem Hintergrund des um sich greifenden Kapitalismus, geschrieben von einem jungen slowakischen Autor, klang spannend. Die Geschichte lässt sich auch ganz flott lesen, wirkt aber leider komplett unglaubwürdig und nicht besonders kohärent. Als der Held, ein pornografie-süchtiger Mittzwanziger, inmitten einer Katastrophe in der Mega-Stadt die vom Kapitalismus verdummten Massen zu einer Art Befreingsbewegung anstachelt, wird es komplett lachhaft. Die Revolution besteht daraus, dass seine Begleiterin, die für eine große Tageszeitung erotische Kolumnen schreibt, den Menschen "Tips gibt". Kostprobe: "Für die Menschheit wäre es natürlicher und ehrlicher, wenn Sie öfter nackt wäre". Daraufhin gibt dann der Held das Codewort "Plüsch" aus, welches von der Menge murmelnd skandiert wird. Oh mein Gott. Das tut schon alles ganz schön weh.
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