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Erst durch TWILIGHT bin ich auf den Geschmack von "urban fantasy" ( für Jugendliche ) gekommen. Obwohl mich Stephenie Meyers Werk nicht völlig überzeugt hat, war mein Interesse am Untergenre geweckt. Seitdem habe ich einige Romane dazu gelesen, doch "City of Bones" war ein richtiger Glücksgriff!
Die Handlung finde ich für absolut gelungen. Romantik - obschon zweifellsohne vorhanden - spielt zunächst (!) eine eher untergeordnete Rolle, was diverse Liebeleien umso glaubwürdiger macht.
Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und voller guter Einfälle! ( bes. was das Versteck des sog. Engelskelches angeht ).
Auch die Action spielt eine Rolle, keine übermässig grosse, aber sie teilt sich den Platz gerecht mit den ruhigen, handlungstechnisch gehaltvollen Momenten.
Die Charaktere sind zwar allgemein recht stereotyp, aber nicht uninteressant und nicht selten auch überraschend. Mein heimlicher Favorit dürfte der ( offenbar homosexuelle ) Hexer Magnus Bane sein, ein cooler Nebencharakter, welcher bestimmt noch des Öfteren mit unserer Heldengruppe zu tun haben wird ... besonders mit einem gewissen jungen zurückhaltenden Schattenjäger ( darauf möcht ich glatt wetten! ^_~ )
Der Bösewicht der Geschichte, ein abtrünniger faschistisch veranlagter Schattenjäger namens Valentin erinnerte mich des Öfteren von seinem Wesen her an Voldemort aus Harry Potter. Seine persönliche Geschichte ist ebenfalls nicht ohne.
Erwähnenswert wäre auch der sarkastische Humor des Schattenjägers Jace, aber auch der trockene Humor anderer Charaktere sorgt für häufiges Schmunzeln.
Doch die Story besitzt nicht nur Witz, auch tragische bzw. traurige Momente kommen vor ( hier meist in Rückblicken ). Das ( vorläufige ) Ende war sogar ein ziemlicher Schock, owohl ich als erfahrene Leserin einige Dinge erahnen konnte, aber nicht wahrhaben wollte. Nun, "City of Bones" besitzt sowieso recht viele unerwartete Wendungen.
Zu guter Letzt mochte ich an dem Buch das Vorhandensein vieler mystischer Gestalten ( Dämonen, Vampire, Werwölfe, Feen, Elfen, Kobolde, etc. ) Zum Glück kommen diese dennoch dezent vor und fallen nicht alle aufm Haufen ins Geschehen ein.
Hinten gibt`s noch eine Karte von Manhattan, mit den verschiedenen Standorten, in denen sich unsere Charaktere aufhalten.
Das Cover ist edel und die Illustration sehr schön, doch die amerikanische Cover-Illu gefällt mir etwas besser (
City of Bones ( The Mortal Instruments ).
Ich hoffe die Folgebände führen den fantastischen Anfang der Trilogie in gleichem Maße fort. Der zweite Band
City of Ashes liegt schon zum Lesen bereit und der dritte Teil
City of Glass kommt demnächst. Perfekt.
( editiert, Februar 2011 ) Wie es aussieht wird die Romanreihe fortgesetzt. Mit neuem Erzählbogen.
Die Bände heissen
"City of Fallen Angels", "City of Lost Souls" und "City of Heavenly Fire". Zusätzlich zur 2. Trilogie erscheint die Prequel-Trilogie, genannt "Die Chroniken der Schattenjäger". Diese erzählt eine Vorgeschichte aus dem London des 19.Jahrhunderts.
FAZIT:
Für alle Leser die gute "urban fantasy" für Jugendliche zu schätzen wissen ist "City of Bones" bestens geeignet.
PS ( editiert, Februar 2011 ):
Wer "Die Chroniken der Unterwelt" mochte, dem könnte ich auch
Das Lied der Banshee ( 1 Band einer Reihe ) von Janika Nowak empfehlen.
Übrigens ist auch eine Verfilmung in Planung.