"The Book of Cities - die 250 aufregendsten Städte der Welt" von Philipp Dodd und Ben Donald (National Geographic, Hamburg 2008 - US-Originalausgabe 2004) versucht auf 512 Seiten 250 faszinierende Städte auf jeweils 2 Seiten mit ein/zwei Bildern und einer kurzen Beschreibung zu porträtieren. Insofern ist "The Book of Cities" ein Nachschlagewerk, aber auch eine "Hymne" (die Autoren) auf die Vielfältigkeit, die Lage, die Kultur, die Persönlichkeiten, die Wirtschaft dieser Städte und ihre unterschiedliche Dynamik. Das Buch umfaßt nicht nur die bekannten großen Metropolen. Deren 100 sind den Autoren sofort eingefallen. Weitere 100 waren irgendwie naheliegend, wenngleich nicht so berühmt. Doch um die letzten 50 stritten die Autoren intensiv. So faszinierten sie Orte in abgelegenen Ecken eines Kontinent (Ushuaia) oder Städte, die in den letzten Jahren umkämpft waren (Sarajevo). Und so reicht die Spannweite (unvollständigst) von London über Timbuktu, Reykjavik, Port of Spain, News York, Tampa, Anchorage, Kyoto, Lhasa, Varanasi (Benares), Asmara, Jerusalem, Wien, Brazzaville, Paris, Maputo, Berlin, Brügge bis nach Cambridge. Die Anordnung der Städte folgt dabei in etwa den geographischen Längengraden. "The Book of Cities" ist kein Reiseführer. Es versucht statt dessen - literarisch - die Geschichte, die Lage, die Architektur einer Stadt zu beschreiben, ihre Klänge und Gerüche einzufangen und den Charakter ihrer Einwohner (und insbesondere das was ihn von dem anderer Stadtbewohner unterscheidet) auszumachen. Und das gelingt. Man lernt all diese Städte besser kennen - ob man sie schon kennt oder (noch) nicht kennt, ist dabei irrelevant. In diesem Sinn kann man nur sagen: die Stadtbeschreibungen sind zu kurz geraten.