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Cities Unknown: Chinas Millionenstädte. Mit Texten von Klaus Honnef, Eckhart Ribbeck und Raymund Scheffler [Gebundene Ausgabe]

Hans-Georg Esch
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

20. Januar 2012
Der Architekturfotograf HG Esch dokumentiert in seiner Serie »Cities Unknown« die rasant wachsenden Millionenstädte in China. Anstatt sich auf bekannte Metropolen wie Peking oder Shanghai zu konzentrieren, widmet sich Esch im Westen nahezu unbekannten Orten wie Guangzhou, Tianjin oder Shenyang. HG Esch legt eine Bilanz seiner Besuche im neuen Land der unbegrenzten Möglichkeiten vor, ein beeindruckendes Ensemble von großformatigen Städtebildern. In der Summe ist die Fotoserie aber mehr als eine bloße Dokumentation, in deren Zentrum die »unbekannten« Städte der Volksrepublik stehen. Es sind wie im Flug aufgenommene Bilder, die den Betrachter in ihr Liniengewirr verstricken und einer Vielzahl von unterschiedlichen visuellen Eindrücken aussetzen.

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Cities Unknown: Chinas Millionenstädte. Mit Texten von Klaus Honnef, Eckhart Ribbeck und Raymund Scheffler + City and Structure
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 180 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Quadriga); Auflage: 1 (20. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869950293
  • ISBN-13: 978-3869950297
  • Größe und/oder Gewicht: 34,2 x 28,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 472.074 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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5.0 von 5 Sternen Der Preis des Erfolges 23. Februar 2012
Von Volker M. TOP 50 REZENSENT
Durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum seit 1978: 9,7%.

1,3 Milliarden Einwohner.

Exportweltmeister.

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere:

80 000 Aufstände im Jahr.

Die am schnellsten alternde Gesellschaft der Welt.

Gewaltige Umweltschäden durch hemmungslose Industrialisierung.

China nötigt Bewunderung ab und versetzt uns gleichzeitig in Schrecken. Im Land gibt es zur Zeit 160 Millionenstädte, deren Namen man in Europa oft nicht einmal kennt. Faszinierend und bedrohlich wirken die Wolkenkratzerdschungel chinesischer Städte, die Hans-Georg Esch in seinem großformatigen Bildband zusammengetragen hat. Es sind Zeugnisse einer zielstrebigen und absolut gnadenlosen Stadtplanung: Gleichförmige Häusermeere bis zum Horizont, den man allerdings niemals sieht, sondern im Smog bestenfalls ahnt. Aber diese Betonwüsten sind auch Ausdruck einer beispiellosen Entwicklung, die 300 Millionen Menschen aus der Armut in den Mittelstand gebracht hat. Aus der Luft wird sehr deutlich, dass diese Millionenstädte keine wild wuchernden Slums sind. Im Unterschied zu Indien hat in China die Planung der Infrastruktur höchste Priorität. Auch das sieht man den Städten an. Da hat Tokyo Pate gestanden und nicht Neu-Delhi oder Bangkok. Und dennoch: Chongching wabert durch eine giftig gelbbraune Nebelwand aus Auto- und Industrieabgasen. Hangzhou, das "Paradies auf Erden", wie die Alten die ehemals idyllische Stadt am Westsee priesen, sieht die Sonne nicht. Wie die Kegelkarstberge in Guilin ragen die Hochhäuser aus dem Dunst. Das ist auf morbide Weise schön. Und schrecklich beängstigend.

Wo mag das alles hinführen? Der eindrucksvolle Bildband "Cities Unknown - Chinas Millionenstädte" von Hans-Georg Esch gibt bewußt keine Antwort auf diese Frage. Die Fotos, oft über mehr als eine Seite ausladende Panoramen, entwickeln eine ganz eigene Ästhetik zwischen Aufbruch und Endzeitstimmung. Alle Aufnahmen wurden aus großer Entfernung gemacht, lassen keine Menschen erkennen, sondern die Städte wirken allein als architektonische Gebilde. Trotzdem werden sie eigentümlich lebendig durch die Lichtspuren auf den Straßen, die Leuchtreklame und Laternen in der Dämmerung. Lebendig zwar, aber nicht unbedingt menschlich. Die Architektur ist austauschbar und gibt den Städten kein charakteristisches Gesicht mehr. Hochhäuser sind oft nur noch Prestigebauten, wie im vergleichsweise kleinen Shenyang, wo zwar Wolkenkratzer in der Innenstadt emporragen, das Umland aber nahezu unbesiedelt ist. In Shanghai entstehen pro Jahr über 1000 Hochhäuser, meist reine Spekulationsobjekte, die größtenteils leerstehen und nach wenigen Jahren schon Spuren des Verfalls zeigen. Aber all das sieht man auf Eschs Aufnahmen nicht. Sie wurden aus der Entfernung gemacht und zeigen eine Großartigkeit, die den Blick auf die Realität verstellt. Gerade so, wie auch uns die geografische Distanz das wahre Bild von China verzerrt. Aber Eschs Fotos regen zum Nachdenken an und manchmal ist es vielleicht wichtiger, die richtigen Fragen zu stellen, als die vermeintlich richtigen Antworten zu geben.
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