Der PAP2T Adapter war vorgesehen, um eine ältere ISDN Anlage, die am S0-Bus einer Fritz!Box 7270 betrieben wird, abzulösen. Die Idee war gut: Nutze vorhandene analoge Endgeräte als VoIP Geräte weiter.
Die Ersteinrichtung war simpel: VoIP Endgerät in Fritz!Box definieren und Anmeldedaten in PAP2T eintragen. Funktioniert! Erste Ernüchterung: Kein deutsches, sondern ein amerikanisches Freizeichen. OK, Dokumentation ansehen - da geht doch bestimmt was. Fehlanzeige. Die Doku ist praktisch unbrauchbar. Keine der zig Einstellmöglichkeiten ist hier erklärt.
Nach stundenlanger Recherche im Internet ist es mir gelungen, deutsche Amt-, Frei- und Besetztzeichen zu bekommen. Nächstes Hindernis: Die angeschlossenen Telefone klingeln ganz eigenartig. Jedes Klingelzeichen ist anders, keins so wie man es erwartet. Wieder Google. Aha, in Amiland kommt der Klingelton mit 85 Volt. In old Germany mit 60 Volt. Hätte man ja von alleine drauf kommen können. Und so geht es weiter: Die Flashtaste. Auch hier einiges Probieren. Am Ende geht auch das an meinen Testtelefonen. Nächster Tag, nächstes Problem: DTMF Töne werden nicht an Anrufbeantworter bzw. externe Menüsysteme weitergegeben. Auch das ist mit etwas Geduld lösbar.
Na, nun funktioniert das Ganze ja einigermaßen. Gut, etwas Aufwand, aber man ist ja technik-affin. Dann mal die Box ins "produktive" System einbinden. Das schnurgebundene und das schnurlose Telefon im Wohnzimmer sollen im Probebetrieb ersetzt werden.
Jähes Erwachen. Das ausgeknobelte Hook-/Flash-Signal spielt mit den anderen Telefonen nicht zusammen. Ein Weitervermitteln von Gesprächen ist nicht möglich. Ich könnte mich jetzt hinsetzen und weiter knobeln. Aber irgendwie fehlt mir die Lust. So hab ich mir das nicht vorgestellt. Dann muss die alte Anlage eben weiter Dienst tun.
Letztendlich ist das Produkt sicherlich bis ins kleinste konfigurierbar. Selbst die Sommerzeit definiert man nicht einfach mit einem Haken, sondern mit einem Konfigurationsstring. Aber diese Konfigurierbarkeit ist auch das größte Manko, denn leider gibt es keine vernünftige Anleitung dazu. Im Internet findet sich zwar noch ein weiteres PDF Dokument, aber auch das erklärt die vielen, vielen Parameter nicht im Detail. Schade.