Eigentlich bekannt ist Veloso ja als Bossa Nova-Legende. Hier sprengt er aber die Grenzen bei weitem. Bossa ist auch noch in Reinform da (besonders schön Itapua, Boas Vindas). Darüber hinaus findet sich aber auch ein noch nach zehn Jahren frischer Grrove (Fora da Ordem) und sehr experimentelles (Ela Ela, in dem Veloso über einer sehr minimalistischen Gitarrenimprovasation von Arto Lindsay fast schon verstörend singt).
Mit etwas Glück liegt noch eine deutsche Übersetzung der Texte bei, die sich auf jeden Fall lohnt, weil Velosos Texte von einzigartiger Poesie sind, zugleich von einem sprachlichen Reichtum, dass man mit nur ein bisschen Portugisisch nicht weit kommt. Allerdings: für diese Texte würdees sich auch lohnen, portugiesisch zu lernen.