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5.0 von 5 Sternen
Difficult, but worth it, 8. Juni 2009
Gilles Deleuze ist ursprünglich, vom Beruf her, Philosoph- Theorhetiker. Aber im Gegensatz zu anderen, die eine Theorie schreiben und Begriffe herausarbeiten, die etwas klar definieren und einrahmen- ergo hindern, dass das eigene Verständnis der Sache aus dem Rahmen ausbricht, schreibt er in Begriff, die das Thema einrahmen, aber dennoch die Möglichkeit bieten, über das hinauszugehen was er geschrieben hat und was man selber weiß.
Die "Cinema"-Bücher sind beide schwierig zu fassen. Deleuze war selbst eifriger Kinogänger und man merkt, dass er hier seine eigene Philosophie, in Bedienung der Philosophie von Henri Bergson (Creative Evolution, Time & Free Will, Matter and Memory), und eine Filmtheorie entwickelt. Das brilliante an Deleuze ist, dass es vom produktivem Begehren ausgeht, von der Sinneswahrnehmung und von elementarem der Eindrücke und der Wahrnehmung.
1. Cinema ist sowohl ein Buch über Film als auch über die Film-Maschinerie. Nein, nicht um Kamerastechnik und maschinelle Technik, sondern um die Grund-Eindrücke und Eindruckssammlungen (die Wahrnehmung des Films und der Kamera, der sie aufnimmt)- es geht um die Einzelteile, woraus die Film-Spule besteht, woraus die Wahrnehmungen zusammengesetzt sind, aus was für elementaren Bildern sie zusammengesetzt ist und warum.
2. Cinema ist ein Buch, das Deleuze eigene Philosophie widerspiegelt. Er entwickelt hierin eine lebhafte Philosophie der visuellen Wahrnehmung und entwicklung von Audio-Visuellen Begehren- was fokussiert unseren Blick? Was macht das Wahrnehmungsbild aus? Ab wann wird das Bild, aus der puren Wahrnehmung ein Affekt, eine Erfindung? Und ab wann verläuft das Bild in pure Aktion? - So viel zum ersten Teil des Zweibänders.
3. Für Bergson-Fans. Deleuze setzt hier drei Werke, die mit dem Thema des Denkens, Erinnerns und Empfindens zu tun haben, die genannten Werke von Bergson, in eine Serie, die Bergsons Philosophie selbst besser verbildlichen, als andere Theorhetiker es können.
Fazit: die Englische Übersetzung von Deleuze ist sowieso besser, als die Deutsche. Deleuze ist bei den Anglisten auch beliebter, als bei anderen universitären Disziplinen, Fantasien und Fakultäten. Zusätzlich notiert die Englische Fassung die original französischen Begriffe im Text- die Englische Fassung hat also den Vorteil, der besseren Übersetzung, der Notiz der französischen Wörter, die ihren eigenen Ton besitzen, - nebst dem ist Englisch ja romanisch angehaucht, weshalb gewisse Wörter direkt Englisch-Fränzösisch sind, während im Deutschen alles andere umständlich zu übersetzen ist ( z.B. assembláge- assemblage; im Deutschen: Getriebe, Gefüge).
Das Werk von Deleuze IST schwer zu lesen, ABER lohnenswert. Wer kreativ denken will- dir wird er keine andere Wahl lassen, als das zu tun. Und allein deshalb ist Cinema ein lohnenswertes Werk.
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5.0 von 5 Sternen
The finest reflection on cinema., 11. Dezember 1996
Von Ein Kunde
Gilles Delueze creates in his books on cinema a taxonomy, an attempt at the
classification of cinematic images and signs. This classification is an insightful
elaboration on Bergson's theses on movement and on Pierce's signs system. If
this taxonomy is the core of the "movement-image" book, its heart is a brilliant
and systematic history of aesthetic forms of the classical cinema. Some of the more
interesting ideas are the two poles of the close-up, Goethe's theory of color and German
expressionism, the space in Bresson, an account of Bunuel as naturalist, the difference
between John Ford and Howard Hawks, the crisis of the action-image and the essence
of comedy as in Lubitsch, Chaplin and Keaton. Nevertheless, it is not a book about
cinema, nor is it a book of film history. It is the practice of concepts. Deleuze writes:
"Philosophical theory is itself a practice, just as much as its object. It is no more abstract
than its object...So that there is always a time, midday-midnight, when we must no
longer ask ourselves 'What is cinema?' but 'What is philosophy?'". Only Deleuze, one
of the greatest minds of our Century, could answer this question with so much elegance,
profundity, ingenuity and mystical charm.
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