Kurzbeschreibung
Rollenbilder und Selbstinszenierung im Frühwerk der amerikanischen KonzeptkünstlerinSeit mehr als 30 Jahren visualisiert Cindy Sherman (geb. 1954 in Glen Ridge, New Jersey) eine Vielfalt von Rollenbildern und weiblichen Identitäten. Schon als Jugendliche liebte es die Künstlerin, sich zu verkleiden. Entgegen der allgemeinen Ansicht bilden nicht die berühmten Untitled Film Stills (1978 1980) ihr Frühwerk, sondern jene Fotografien, die sie bereits als Studentin in Buffalo von 1975 bis 1977 schuf. In diesen Jahren erhob sie ihr Spiel der Verwandlung zu ihrem künstlerischen Konzept und schuf zahlreiche bis dato unbekannte Fotografien, die auffallend viele Elemente des Theaters in sich vereinigen. Mittels wechselndem Make-up, Perücken, Mimik, Gesten, Blicken und Kleidung veranschaulicht Sherman in unterschiedlichen Rollen verschiedene soziale Identitäten. Gabriele Schor, Leiterin der SAMMLUNG VERBUND hat die konzeptuellen Anfänge ihres Oeuvres wissenschaftlich aufgearbeitet und gibt nun den Catalogue Raisonné ihres Frühwerkes heraus. (Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-2981-9)
Ausstellung: Museum of Modern Art, New York ab Februar 2012