|
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Pokerfilm schlechthin, 25. Juli 2005
Zusammen mit einem außergewöhnlichen Schauspielerensemble gelang es Norman Jewison im Jahre 1965 mit "Cincinnati Kid" einen der außergewöhnlichsten und auch erfolgreichsten Filme über das Kartenspiel Poker zu inszenieren, der schnell zu einem Genreklassiker wurde und dem Pokerspiel weltweit eine neue Fangemeinde zuführte. Dabei lebt der Film nicht nur von den überragenden Darstellungen der beiden Hollywoodikonen Steve McQueen und Edward G. Robinson, sondern in gleicher Weise von überzeugend agierenden Nebendarstellern wie z.B. Karl Malden, Anne Margeret, Tuesday Weld oder Cab Calloway, was nicht zuletzt Regisseur Jewison zu verdanken ist, denn er entwickelt die Nebencharaktere des Films ebenso sorgfältig wie die beiden Hauptcharaktere . Der von Lalo Schifrin (Mission Impossible, Bullit) beigsteuerte Soundtrack tut seinen Rest dazu. Die Geschichte des Cincinnati Kid ist wohl weitestgehend bekannt. Wer sie nicht kennt, sollte sie schleunigst kennenlernen. Damit ist meine eindeutige Kaufempfehlung im Prinzip schon ausgesprochen. Ein nicht zu unterschätzender Kaufanreiz in Sachen DVD-Klassikerreproduktion aber dürfte die technische Umsetzung und das Bonusmaterial sein. Einschränkend sei gesagt, dass man sich bei "Cincinnati Kid" mit der Monospur zufrieden geben muss. Nichtsdestotrotz ist der Klang voll und ausgewogen. Bildlich gesehen, ist das Master sehr gut digitalisiert worden. Trotz des Alters von fast 40 Jahren, ist die bildliche Darstellung hervorragend aufgearbeitet worden. Die Farben sind satt und kontrastreich, die Konturen scharf und das Bild ist äußerst stabil. Das Bonusmaterial lässt sich ebenfalls sehen. So hat es sich der mittlerweile fast 80jährige (!) Norman Jewison nicht nehmen lassen seinen Film zurückblickend zu kommentieren und steuert im Audiokommentare einige interessante Aspekte zur Entstehung des Filmes und seiner Hauptdarsteller bei. Hinzu kommt ein Audiokommentar von Dave Foley und Phil Gordon, die in einem separaten Feature ca. 45 Minuten hintereinander geschnittene Szenen aus "Cincinnati Kid" kommentieren, in denen Poker gespielt wird. Dabei kann man auf Dave Foleys Kommentare getrost verzichten. Phil Gordons Kommentare sind da schon interessanter . Gordon verkaufte im Zuge des dot.com Börsenhypes vor ein paar Jahren sein damals noch sehr junges Unternehmen, war auf einen Schlag Multimillionär und entschied sich Profi-Pokerspieler zu werden! Komplementiert wird das Bonuspaket durch einen Trailer und ein ca. 6minütiges Feature, in dem der Pokerspieler Jay Ose, der gleichzeitig als techischer Berater in Sachen Pokerspiel in "Cincinnati Kid" fungierte, Kartentricks zum Besten gibt. Fazit: Sehr gut digitalisierter Klassiker mit gutem Bonuspaket. Kaufempfehlung!
|