Ich habe das kleine Maschinchen nun schon einige Zeit in Gebrauch. Die Verarbeitung ist sehr gut; bei unserem Espressokocher ist noch kein Wasser an der Schnittstelle rausgekommen. Ich fülle das Unterteil bis knapp unter das Sicherheitsventil mit frischem Wasser (es gehen so 220 ml rein). Den Kaffee mahle ich nicht ganz so fein wie für den Siebträger. Für den kleinen Cilio gebe ich das Kaffeemehl mit einem Teelöffel in das Sieb, so dass ein kleiner Haufen entsteht. Nicht glatt drücken, den Haufen lassen - das Mehl soll beim Espressokocher (umgangssprachlich nennt man ihn immer "Bialetti", auch wenn er nicht original eine ist) locker im Sieb liegen. Dann vorsichtig, damit kein Kaffeemehl ins Gewinde stiebt, schön fest zuschrauben und mit Karacho ankochen. Sobald er anfängt zu brodeln, die Kochplatte ausschalten und/oder ihn kurz mal von der Platte nehmen; es soll nicht zu lange zu hoch erhitzt werden, weil sonst mehr Bitterstoffe als gewünscht in den Espresso kommen. Habe ich irgendwo gelesen und hat sich auch so bewährt. Die vier Täßchen à 40-50 ml ergeben für meine Cappuccinotassen (à 240 ml)für zwei bis drei Tassen Cappuccino. Pro 80-100 ml Espresso noch mal 100-140 ml Milch und Schaum. Das kann man variieren. Übrigens bleibt im Espressokocher normalerweise nach dem Kochen immer etwas Restwasser im Kessel - irgendwo hat mal jemand darüber gemäkelt. Aber das ist i. O., denn ich möchte ja Espresso bzw. richtigerweise Mokka kochen und nicht schmieden. Auch den guten Edelstahlboden sollte man nach Möglichkeit nicht ausglühen.
Für den Milchschaum haben sich übrigens die beiden auch mit positiven Bewertungen sich überschlagenden Milchschäumer von Bodum und Cilio bestens bewährt - die habe ich alle beide (wenn viele Cappuccinotrinker kommen).