Vom Hocker hat mich der Film sicher nicht gerissen, die aufgezeigte Problematik ist bereits desöfteren verfilmt worden.
Doch auch mich begeistern die leisen Töne, die keine Mißtöne sind, sondern sehr gehaltvoll.
Cibrail, ein junger Türke lebt, so wie man es von ihm erwartet mit einer Frau zusammen, durch den Cousin seiner Lebensgefährtin wird er jedoch sensibler für andere Töne und muss erkennen wie sehr ihn auch Jungs faszinieren können.
Ein Ränkespiel der Gehühle und Unsicherheiten, des Ausprobierens und Herantastens beginnt. Zu keiner Zeit ist der Film langweilig oder langatmig, er ist nicht künstlich "aufgepoppt", sondern wirkt äußerst realitätsnah und glaubwürdig.
Überraschenderweise ist er auch noch sehr offen und selbst vor einer Nacktszene schreckt er nicht zurück.
In diesem Film ist eben nichts geschönt oder übertünscht und gerade das macht ihn mir so sympatisch und wertvoll, man wird nämlich mit der Zeit doch sehr mißtrauig aufgrund der Überfülle von Filmen, die mit Verbalerotik überfrachtet sind, in der Darstellung aber prüder als viele Kinderfilme.