Also zunächst einmal muss ich anmerken,dass die werten Rezensenten von "Video Markt" und "Video Woche" diesen beeindruckenden Film wohl nicht mit ausreichender Aufmerksamkeit verfolgt haben,denn sonst wüssten sie, dass es sich bei Jeff keinesfalls um den Lebensgefährten des verstorbenen Mark handelt, sondern um dessen besten Freund,was für die Geschichte keinesfalls nebensächlich ist,denn wer das nicht verstanden hat,dem kann sich das gesamte sich sensibel entfaltende Handlungsgeflecht gar nicht erschlossen haben. Wäre Jeff Marks Lebensgefährte gewesen würde das bedeuten,dass Mark sich einer Art Betrug schuldig gemacht hätte,aber das ist keineswegs der Fall...es ist schlichtweg falsch Jeff als "Wittwer" zu bezeichnen. Zwar hegte Jeff amouröse Gefühle für seinen besten Freund Mark,aber ein Paar sind sie nie gewesen,weil Mark diese Gefühle nicht erwiedert hat und das geht eindeutig aus der Handlung hervor. Also, liebe Rezensenten, demnächst bitte genauer hinschauen oder sich mit Äußerungen zurückhalten!
Was den Film selbst angeht, kann ich nur betonen,dass er mich absolut fasziniert hat. Zwischenzeitlich vergisst man wirklich,dass die Handlung fiktiv ist,weil die Darsteller dermaßen gut spielen und alles zu tiefst wahrhaftig rüberkommt. Durch die ruhige Musik und Kameraführung wird der Fokus ganz auf die Emotionen der beiden Haupt-Charaktere gelegt und diese Emotionen füllen den Film so sehr aus,dass Langeweile trotz der Ruhe und der Tatsache,dass "wenig passiert" niemals aufkommt. "Ciao" ist einer der Filme,die mehr sind als Unterhaltung,einer der Filme,die bei einem bleiben...