Am Anfang war da eher Skepsis, aber je öfter ich die Folgen mit meinen beiden Kinder (2 und 3 Jahre) ansehen darf, desto besser gefällt mir die Serien und auch das Merchandising. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und die Animation ist das derzeitige State of the art. Wilson, Bastian und Koko sind die Protagonisten in der Serien, drei Jungloks in Ausbildung, die viele unterschiedliche Abenteuer zu bestehen haben und sich dabei gegenseitig helfen.
Bastian ist eine dieselelektrische Lok, stets pflichtbewusst und zuverlässig ist er der kräftigste unter seinen Freunden.
Koko ist eine furchtlose und übermütige Elektrolok. Sie erinnert stark an die erste Shinkansengeneration aus Japan. Sie liebt es ihre Freunde zum Wettkampf herauszufordern und schlägt dabei so manches Mal über die Strenge.
Wilson ist eine Lebhafte und hilfsbereite Diesellok. Im Eifer des Gefechts liebenswert vergesslich. Er ist selbstbewusst in seiner bekannten Umgebung, aber unsicher und vorsichtig wenn es gilt Neues zu entdecken.
Daneben gibt es eine Vielzahl an Nebencharakteren, angefangen vom Ausbilder Daniel, über Großvater Pete, der alten Dampflok, Mtambo die Safari-Lok, die von Alaska bis Simbabwe schon alles gesehen hat und und und....
Den Machern von Chuggington muss man bei den heutigen Anforderungen der Vermarktung bescheinigen das der Spagat zwischen kommerzieller Ausrichtung und der dadurch oft entsteheneden inhaltlicher Beliebigkeit und dem Freiraum für kindliche Phantasie gut gelungen ist. Nervt doch gerade der gewollte und aufdringliche Lerneffekt für die Kinder, damit Eltern ein gutes Gewissen haben, bei vielen anderen Kinderserien. Ganz frei ist Chuggington davon natürlich auch nicht.
Unsere Kids sind in der Zwischenzeit voll auf Chugginton, gehen abendlich mit den Metallloks von Wilson, Koko Bastian und Co. sogar ins Bett, haben die Loks doch so schöne große Kulleraugen.
Insgesamt eine sehr gelungene Serien mit wenigen Schwächen. Mit den Extras auf der DVD hätte man aber etwas großzügiger sein können.