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Chucks: Roman [Broschiert]

Cornelia Travnicek
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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Broschiert, 5. März 2012 EUR 14,99  

Kurzbeschreibung

5. März 2012
Punkig, zärtlich, bedingungslos ehrlich – eine starke neue Stimme!

Mae zog noch vor Kurzem als Punk durch die Straßen Wiens, lebte von Dosenbier und den Gesprächen mit ihrer Freundin über Metaphysik und Komplizierteres. Im AidsHilfe-Haus, wo sie eine Strafe wegen Körperverletzung abarbeiten muss, lernt sie Paul kennen und verliebt sich in ihn. Als bei ihm die Krankheit ausbricht, beginnt Mae gegen sein Verschwinden anzukämpfen: Sie sammelt seine Haare und Fußnägel wie Devotionalien und fängt zuletzt die Luft in seinem Krankenzimmer in einem Tupperdöschen ein. Chucks erzählt eine bezaubernde Geschichte vom Aufwachsen zwischen Liebe und Tod und ist von einem Ton durchdrungen, der mal humorvoll, mal aufwieglerisch laut, aber auch überaus zärtlich sein kann.


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Produktinformation

  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 2 (5. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421045267
  • ISBN-13: 978-3421045263
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 224.641 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wenn ich mit einer Figur der zeitgenössischen Literatur in einem Lift stecken bleiben möchte, dann mit Mae. Ob ich heil aus dem Lift kommen würde, weiß ich nicht, aber das wär's wert.« (Clemens J. Setz (Preis der Leipziger Buchmesse 2011))

»Eine eigentlich furchtbar traurige Geschichte, die einen aber nicht traurig macht. Das ist schon erstaunlich, wie Cornelia Travnicek das schafft. Der Ton dieses Buches trägt viel dazubei, dass es einen nicht in tiefste Depressionen hinabzieht - im Gegenteil! Mich hat es auf zauberhafte Weise sogar beschwingt hinterlassen. Es ist schwebend erzählt, manchmal rotzig, manchmal poetisch, aber nie wehleidig. Schon die ersten Zeilen nahmen mich völlig für die Erzählung ein, obwohl sich das Verhängnis von Anfang an ankündigt.« (WDR 2 Bücher, Antje Deistler)

»Travnicek hat mit ihrem Roman die Haltung der Jungen überwunden, die aus Mangel an Erfahrung und Erlebtem die Ereignislosigkeit zum Thema macht und vorwiegend nett ist.« (Salzburger Nachrichten)

Über den Autor

Cornelia Travnicek wurde 1987 in St. Pölten, Niederösterreich, geboren. Derzeit lebt sie in Traismauer und Wien. Sie studierte Sinologie und Informatik und arbeitet als Researcher in einem Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung. Für ihre literarischen Veröffentlichungen erhielt sie Arbeits- und Aufenthaltsstipendien und wurde mehrfach ausgezeichnet. Ihr Romandebüt "Chucks" wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium. 2012 erhielt sie für einen Auszug aus ihrem neuen Roman "Junge Hunde" den Publikumspreis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.

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Kundenrezensionen

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht berührend 7. Oktober 2012
Von Rebstock
Format:Broschiert
Es tut mir wirklich leid!
Ich muss leider gestehen, dass mich das Buch "Chucks" von Cornelia Travnicek weder berührt noch mitgenommen hat.
Es gehört zu den Büchern, die man in wenigen Stunden runterlesen kann, die man innerhalb von 2 Tagen weglegt und fast noch schneller vergisst.
Es tut mir deswegen so leid, weil ich denke, dass die Autorin mit der Erzählung aus dem Leben der jungen Punkerin Mae sicherlich aufklären, schockieren oder wenigstens berühren wollte. Vielleicht auch einfach Verständnis wecken, für die Jugend von heute, die Schulbildung in unserer Gesellschaft ablehnt und -obwohl hochintelligent und interessiert-, sich lieber auf die Strasse setzt, sich prostituiert, Drogen konsumiert und Häuser besetzt.
Trotz des lockeren, leichten Erzählstils, des Springesn von Thema zu Thema, von Vergangenheit in Gegenwart und zurück, was sicher auch eine Darstellung der Zerissenheit von Maes Gedanken darstellen soll, gab es auf keiner Seite auch nur annährend eine Sympathie, Spannung oder Aufflackern des Mitgefühls.
Mae ist eine junge Frau, die früh den Tod des krebskranken Bruders miterleben musste, in einer zerstrittenen Familie aufwuchs, vernachlässigt wurde und aussteigt.
Mit jeder Seite wird klar, dass Mae einfach unfähig ist, sich ihren eigenen Problemen zu stellen, die richtigen Lebensfragen zu stellen, die ihr selbst weiterhelfen würden, sondern dass sie mit nahezu blinder Gewissheit sich mit Absicht in das nächste Trauma begibt. Hilfe wird abgelehnt, nicht gesucht, alles Positive schlecht gemacht, man schwimmt in der Welle der Aussteiger und merkt gar nicht, dass man sich in deren Gesellschaft genauso anpasst, wie man es ja so gar nicht möchte.
Teilweise fand ich das Buch unerträglich, beispielsweise, die Schilderung des Einkaufs. Die netten Nachfragen an der Kasse wird als Kampf aufgefasst, nicht als Freundlichkeit oder Benimm, Mae steht sich auf jeder Seite, bei allen Aktivitäten selbst im Weg und merkt gar nicht, dass sie selbst sich die Wunden zufügt und nicht die Gesellschaft.

Ich lebe seit 30 Jahren in Berlin in einem Stadtbezirk, der phasenweise von der Polizei aufgegeben wurde. Ich habe während meiner aktiven Zeit des Arbeitens oft mit Hausbesetzern, Ausstiegern, Obdachlosen zu tun gehabt. Zur Zeit bin ich selbst "obdachlos", lebe in einem grossen Zimmer einer Pension und nicht auf der Strasse, denn "Hinfallen" kann jeder Mensch, egal, wie alt oder intelligent oder lebenserfahren man ist.
Der Trick ist, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, selbst zu bestimmen, welchen Weg man gehen möchte, denn da, wo ein Wille und ein Ziel ist, da gibt es auch Wege und mehr oder weniger Hilfe.
Sich auf die Strasse zu setzen und von anderen Menschen zu erwarten, das sie Verständnis haben und mitleidig Barmherzigkeit zeigen, damit zieht man sich selbst nur weiter runter, da muss man sich nicht wundern, wenn das Selbstbewusstsein auf Null fällt.
Ohne Abitur und offizieller Einschreibung an Vorlesungen der Uni teilzunehmen, das zeugt von höchster Feigheit, man muss sich den Prüfungen nicht stellen, kann aber frech Einwände in den Hörsaal brüllen.
Ich finde den Inhalt des Buches entsetzlich und kann nur jedem sagen: Das Leben auf der Strasse, das Sterben eines Aids-kranken ist wesentlich härter als hier dargestellt.
Man muss nicht mit der Gesellschaft konform gehen, aber auf Kosten gerade dieser Gesellschaft zu leben, die man so verdammt, das ist einfach nur lächerlich.
Schade, wirklich schade. Das Buch brachte nichts Neues, keine Erkenntnisse oder Lebensfazits, es war für mich eher ein lahmer Aufrüttelversuch, der mir aber eigenltich nur ein junges Mädel zeigte, die so komplett unfähig ist, mal über sich selbst zu reflektieren und sich selbst zu kritisieren und in diesem Sinne auch nicht wirklich intelligent ist.
Man kann also gern auf das Lesen des Buches verzichten, es sei denn man möchte ohne grossen Zeitaufwand die "Gelesen"-Statistik um ein Buch erweitern.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Jugendbuch! 20. August 2012
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Nach Lektüre der Kurzgeschichtensammlung "Fütter mich" und der Vorstellung beim Bachmannpreis: absolut enttäuschend.
Ich hatte mit einem literarischen Text gerechnet, der zumindest an den Stil der Kurzgeschichten heranreicht. Es handelt sich aber wohl eher um ein Jugendbuch.

Erzählt wird die absolut typische Geschichte eines Mädchens in Wien, das in jener Phase der Pubertät stecken bleibt, wo "Alternativität" gern mit Individualität verwechselt wird. So wird die Protagonistin Mae von dem Bedürfnis getrieben sich möglichst "alternativ" zu gebärden. Mae soll Anfang zwanzig sein, erinnert durch den an vielen Stellen gezeichneten Egoismus im Umgang mit ihren Partnern und ihre mit Stolz zur Schau getragene Passiv-Aggressivität (die wohl "alternativ" oder "punkig" wirken soll) aber eher an eine etwas verzogene Göre um die 16. Mae wird nicht müde dem Leser bei jeder Gelegenheit mit einem Zaunpfahl ins Gesicht zu hämmern, auf dem geschrieben steht, was für ein "böses" und total "punkiges" Mädchen sie doch ist. Die Hoffnung (die man anfangs noch hegt), es könne sich um einen Entwicklungsroman handeln, wird am Ende klar enttäuscht: nachdem sie den netten aber langweiligen Jakob, den sie für den aidskranken Paul verlassen hat, auch während der Affaire mit dem Moriturus Paul immer noch per Sms warm hält, zieht sie nach Pauls Tod mit Jakob zusammen in Pauls Wohnung, weil sie "nicht gerne allein" ist. Ende gut, alles gut.

Der Charakter der Protagonistin gleicht daher eher dem einer Anti-Heldin als einer "Figur mit der man gerne im Lift stecken bleiben würde" wie Clemens J. Setz auf dem Buchrücken verspricht. Statt der spannenden Protagonistin, die einem im Buchumschlag versprochen wird, bekommt man etwas was an die keppelnde und ungute Hausmeisterin aus dem Erdgeschoss erinnert.
Sogar beim Job im Aids-Hilfe-Haus bleibt die Protagonistin gegen jegliche Empathie und Reflexion resistent:

"Formular her", keife ich nach der Mittagspause wieder, reiße den Zettel
über den für mich zu großen Schreibtisch hinweg an mich und beginne in
meinen Computer zu hacken. Ich stelle alle Fragen auf einmal, so wie
ich es laut Anweisung auf keinen Fall tun darf. Mein Gegenüber weiß
nicht, wie ihm geschieht. "Nehmen Sie das nächste Mal einen Gummi,
Sie Kleinspurmacho, verdammt noch mal! Draußen hinsetzen! Schämen!"
Der Mann vor mir duckt sich. Ich betrachte kurz interessiert seine
Halbglatze. "Schämen!", schreie ich ihm noch mal nach, als er durch
die Tür in das Wartezimmer geht. (Chucks, Seite 30)

Literarische Bilder sind leider kaum zu finden. Die Storyline (an Krebs verstorbener Bruder, Leben auf der Straße, die Beziehung zu einer älteren Frau, die kurze Bekanntschaft mit einem Aids-Patienten) klingt spannend und bietet viel Potential für Tiefgang, das aber nicht im Ansatz ausgeschöpft wird. Die Geschichte bleibt - trotz recht heftiger Thematiken - leider konsequent an der Oberfläche.

Ich weiß nicht ob mich das Buch mit 14 angesprochen hätte und ob ich es daher als Jugendbuch empfehlen kann - möglicherweise.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut aber verbesserungswürdig 2. September 2012
Format:Broschiert
"In Wahrheit sind das Problem wir. Unser Leben ist eine Art Quant, unsere Welt hätte jeden möglichen Zustand gleichzeitig, wären wir nicht hier und würden sie beobachten und uns festlegen. Wir könnten also nicht sagen, ob wir glücklich oder unglücklich sind, wir hätten nichts und alles verloren und genauso viel gewonnen, jede Möglichkeit wäre für uns vorhanden, wenn wir nur nicht selbst den Deckel von unserer Schachtel Leben abheben und hineingaffen würden in unserer unendlich dämlichen Neugier."

Bis vor kurzem zog Mae durch Punk durch Berlins Straßen. Dosenbier, Schnorren, Freunde… das war ihre Welt.Wegen Körperverletzung muss sie im Aids-Hilfe-Haus Sozialstunden leisten und lernt dadurch Paul kennen. Mae verliebt sich in ihn und trennt sich bald darauf von ihrem Freund um bei Paul einzuziehen. Als bei Paul die Krankheit ausbricht kämpft Mae gegen sein Verschwinden an indem sie alles von ihm sammelt: Haare, Fußnägel, die Luft in seinem Krankenzimmer…das alles bewahrt sie in kleinen Döschen im Gefrierfach auf.

Auf das Buch wurde ich überlovelybooks aufmerksam, da es dort eine Leserunde gemeinsam mit der Autorin gab. Ich las mir durch worum es in dem Buch geht und nichtzuletzt das Wort Punk weckte mein Interesse. Mein Freund war selber jahrelang Punker und darum herrscht hier an solchen Büchern immer ein besonderes Interesse.
Nun ist meine Meinung bei Chucks ziemlich zweigeteilt. Ich mag das Buch denn es ist eine gute Geschichte die einen durchaus packen kann. Doch andererseits gefällt mir nicht wie das Buch geschrieben ist.
Die abrupten Szenenwechsel und das Hin- und Herspringen zwischen Gegenwart und Vergangenheit haben mich oft verwirrt. Grade wenn man sich in eine Szene reingefunden hat wechselt man zur Nächsten. Grade hat man sich auf das aktuelle Geschehen eingestellt springt man in der Zeit. Das macht es teilweise sehr anstrengend das Buch zu lesen.
Leider konnte ich mich auch überhaupt nicht mit Mae anfreunden. Ihre Art gefiel mir überhaupt nicht. Wie frech und unverschämt sie sich manchen Leuten gegenüber verhält, die ihr nun wirklich nichts getan haben, hat mich mehr als einmal schockiert und sie in meinen Augen mehr als unsympathisch gemacht.
Zudem fehlten mir zu viele Informationen um mich letztendlich richtig auf das Buch einlassen zu können. Wann und warum begann bei Mae der Sinneswandel und sie ließ ihr Punkerdasein auf der Straße hinter sich? Was genau ist zwischen ihr und ihrer Mutter vorgefallen? War es wirklich nur der Tod des Bruders der die beiden so entfremdet hat? Wie hat es sich nach Pauls Tod dazu entwickelt dass sie wieder mit Jakob zusammen lebt?
Auf der anderen Seite versteht es das Buch jedoch trotzdem zu bewegen als es um die Geschichte von Mae und Paul geht. Paul nimmt Mae bei sich auf, sie kümmert sich um ihn als seine Krankheit ausbricht. Die Beiden verbringen eine schöne und aufregende Zeit miteinander die am Ende aber doch viel zu kurz ist. Das ist ein Punkt der das Lesevergnügen wieder etwas hochschraubt.

Chucks ist ein Buch dass einen zwar nicht grade fesselt, es jedoch schafft einen immerhin zu berühren. Ein gutes Buch aber verbesserungswürdig.
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