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Die Chronik Der Sperlingsgasse (1897)
 
 
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Die Chronik Der Sperlingsgasse (1897) [Gebundene Ausgabe]

Wilhelm Karl Raabe
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 204 Seiten
  • Verlag: Kessinger Pub Co (April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1161261230
  • ISBN-13: 978-1161261233
  • Größe und/oder Gewicht: 22,9 x 15,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein alter Junggeselle erzählt die Geschichte seines Lebens, seiner Gasse und ihrer Bewohner, in der Handwerker und Arbeiter neben kleinbürgerlichen, mittellosen Intellektuellen wohnen. In der Sperlingsgasse, vornehmlich in den Häusern mit der Nummer 7, 11 und 12 spielen sich die mannigfaltigsten Geschehnisse ab, an denen der Ich-Erzähler Johannes Wacholder mitfühlend und mithandelnd beteiligt ist. Da ist der gräfliche Verführer, dessen Opfer sich ertränkt. Der Sohn aus diesem Bund, Franz Ralff, wächst zusammen mit der Rektorstochter Marie Volkmann und Johannes auf. Diese drei Menschen verbindet eine lebenslange Freundschaft, obwohl Franz, Maler geworden, die auch von Johannes geliebte Marie heiratet. Als Elise, das Kind von Franz und Marie, früh ihre Eltern verliert, nimmt sich Johannes ihrer an. Ihr Spielgefährte Gustav Berg enthüllt sich als ihr Vetter, da seine Mutter eine Tochter des Grafen ist. Gustav, der sich als Maler bewährt, und Elise werden zur Freude von Johannes ein lebensfrohes Paar. Dunkle Szenen geben u.a. die Erzählungen der Mutter Carsten, die in der Franzosenzeit viel Leid erfuhr, das bittere Los des Lehrers Roder und das wechselvolle Leben des Schriftstellers Dr. Wimmer.

Klappentext

Dreißig Jahre lebt Johannes Wachholder in der Berliner Sperlingsgasse, und sie ist für ihn zu einer Bühne des dem ewigen Wandel unterworfenen Lebens gewordene das sich mit allen seinen Gegensätzlichkeiten in den vielfältigen Schicksalen ihrer Bewohner widerspiegelt. Von dem, was hier geschah und was er aus den Erzählungen Alteingesessener erfuhr, berichtet Wachholder in seiner Chronik, die ein mehrere Generationen umfassendes Bild bürgerlichen und kleinbürgerlichen Lebens aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts vermittelt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses frühe Werk Wilhelm Raabes liest sich eher langatmig und die Handlung verläuft recht zäh. Dennoch ist es lohneswert einen genaueren Blick auf diese Studie Berlins zu werfen.
Neue erzähltechnische Verfahren leiten ein Neuaufkommen des Stadtmotivs im Realismus ein und bilden die Grundlage für solch meisterhafte Studien wie Berlin Alexanderplatz von Döblin. Viele Techniken, z.B. die Zersplitterung der Chronologie werden bereits in diesem Werk erprobt.
Der oft als zu konservativ geschmähte Raabe, hat hier wahrlich eine Pionierarbeit in der Gestaltung des Stadtmotivs in der deutschen Literatur geleistet. Empfehlenswert!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Idylle 3. September 2008
Von Polar
Format:Taschenbuch
Wilhelm Raabe, der in vielen seiner Geschichten das Zeitgeschehen porträtierte, legt sich in diesem Roman Schranken auf. Es wird nicht aus der Mitte der umstürzenden Ereignisse, dem nackten Überleben, dem Tod und dem Untergang berichtet. Johannes Wacholder wird hier zum Beobachter des Privaten. Wie der Titel verrät zum Chronisten der Liebe, von Elend und Verlust. Sein Eruähler ist, aus dem Zentrum an den Rand gerückt, was womöglich einen schärferen Blick auf die Erlebnisse bietet. Es entledigt ihn aber auch seiner bedingungslosen Anteilnahme. Zwar spielen sich in der Sperlingsgasse, kleinere wie größere Dramen ab, doch unterliegt die Beobachtung der Idylle. Nichts vom einstigen Sturm und Drang auf Veränderungen ist darin zu verspüren, die Dinge sind wie sie sind. So erzählt Raabe vom Rückzug, vom Erinnern, vom beschaulichen Leben angesichts von Schändung, Krieg und Überleben. Eines von Raabes beschaulichen, nur oberflächlich ruhig dahin fließenden Romanen, die dem Leser ein Gefühl für das Leben abseits der Geschichte verleiht.
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