- Format: Import
- BBFC: Freigegeben ab 15 Jahren
- Erscheinungstermin: 7. März 2005
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (55 Kundenrezensionen)
- ASIN: B0006NKBXM
Produktinformation
|
Der geniale Stratege und leidenschaftliche Soldat erzielt erste Erfolge während des Italienfeldzuges. Angestachelt durch den Außenminister Talleyrand entwickelt er auch politische Ambitionen. Seine Gegner nutzen den Ägyptenfeldzug, um gegen ihn zu intrigieren, doch Napoleons Rückkehr nach Paris gerät zum Triumph. Im Staatstreich schwingt er sich 1799 zum Präsident der Republik auf und krönt sich schließlich 1804 selbst zum Kaiser. Napoleon scheint unbesiegbar, in seinem Machtstreben überzieht er ganz Europa mit Krieg. Doch der Erfolg hat auch Schattenseiten: Die große Liebe seines Lebens, Joséphine, kann ihm keinen Erben schenken. Sein Netzwerk aus Verwandeten und Freunden erweist sich als brüchig und seine Schwäche für schöne Frauen verstrickt ihn ein ums andere Mal in Beinahe-Katastrophen. Als ihn auch sein Schlachtenglück zu verlassen scheint und sich der russische Zar Alexander gegen ihn wendet, scheint sein Untergang besiegelt zu sein. Doch der große Korse ist wie besessen von seinem Ziel, der Welt den Frieden und eine neue Ordnung zu schenken: Kapitulation kommt für ihn nicht infrage.
Gérard Depardieu, der auch als Polizeiminister Fouché agiert, zeichnet als Produzent für das Epos verantwortlich, das mit opulenten Schauwerten zu punkten weiß: 20.000 Statisten sorgen für beeindruckende Schlachtszenen, aufwändige Kostüme und Original-Drehorte sorgen überzeugend für das historische Flair. Das hochkarätig besetzte Ensemble gibt mit einer ausgezeichneten Leistung die Bühne vor, auf der Christian Clavier in der Titelrolle glänzen kann. Der Asterix-Darsteller zieht alle Register seines Könnens und zeigt, dass mehr in ihm steckt, als Faxen zu machen.
Da es sich um eine deutsch-französische Koproduktion handelt, sind auch deutsche Darsteller zahlreich vertreten, die ausnahmslos eine gute Figur abgeben und neben Größen wie John Malkovich als Außenminister Talleyrand, Isabella Rossellini als Joséphine de Beauharnais und Anouk Aimée als Napoleons Mutter Laetizia bestehen können. Heino Ferch überzeugt als Botschafter Caulaincourt, der Napoleon stets treu zu Diensten ist, Sebastian Koch gibt den loyalen Marschall Lannes, Marie Bäumer (Napoleons Schwester Caroline), Alexandra Maria Lara (Gräfin Marie Walewska) und Mavie Hörbiger (Marie-Louise von Österreich) beeindrucken durch ihre schauspielerische Leistung und nicht zuletzt durch ihre Schönheit. Lassen auch Sie sich bezaubern von einem Historienepos erster Güte! --Birgit Schwenger
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
Im Einzelnen: Da lässt man Napoleon große Sätze sagen, die Bilder fehlen ("Schauen sie sich das Schlachtfeld genau an, damit sie wissen, wieviel der Frieden gekostet hat" - aber der Zuschauer fragt sich, wo ist das Grauen des Schlachtfeldes im Film geblieben ist - weder ist es im Bild noch auf den Gesichtern der Schauspieler zu sehen)
Gegner werden im Dialog aufgebaut und erhalten dann doch eine kleine Szene in einer vorbeifahrenden Kutsche (Die Königen von Preußen) - ach ja, aber eine Liebschaft mit irgendeiner polnischen Adligen oder mit irgndeiner Zofe der Kaiserin, die bekommen wir für Minuten gezeigt.
Es heißt ein riesiges Statisten-Heer sei eingesetzt worden, mit großem Ausstattungsaufwand. Nun, zugegeben, die Auststattung ist großartig. Die riesigen Statistenheere bemerkt man nur nicht. Die Kameraführung ist derart unüberlegt, dass der Zuschauer immer nur wenige Hundert, also die Filmverhältnisse sieht.
Die Schlachten selbst sind, wohl auf Kosten der Liebesszenen zu kurz geraten. Dabei ist nicht so wichtig, dass sie unübersichtlich sind, das sind Schlachten für den Laien häufig, dabei ist auch nicht wichtig, dass kein Gemetzel veranstalltet wird. Nein, wichtig ist, dass man keine Ängste sieht, auf keiner Seite, von Soldaten, die in die Schlacht ziehen. Dieser Film kennt keine Persönlichkeiten.
Zu guter letzt bleibt die Frage, was uns der Film sagen wollte: nun, die Worte sind klar, aber es gibt keine Bilder zu den Worten, wo ist das zerüttete Frankreich, das auf seinen "Messias", hier Napolen wartet- wo bleiben den die Feinde, Kaiser, Könige, Generäle- ausser halt in einer vorbeifahrenden Kutsche - wo bleiben historische wichtige Ereignisse, wie das zerschlagen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, nach tausend Jahren Existens. Was ist mit dem Feldherrnruhm Napoleons, dessen taktisches Genie zwar angedeutet wird (Austerlitz), dessen strategische Revolution, in letzter Konsequens dann später umgesetzt von der Wehrmacht, die Schwerpunktsuche und der neuen Geschwindigkeit in der Heeresführung, völlig außen vor bleibt (Jena wird genannt - dass es aber eine Doppelschlacht war, die durch die nie gekannte Geschwindigkeit des napoleonischen Heeres gekennzeichnet war - es geht sang und klanglos unter).
Alles das klingt wohl im Dialog der Schauspieler an, doch seltenst sieht es der Zuschauer, keine Atmosphäre wird ihm geliefert, alles wird nur angerissen und fast nie ausgeführt, so geht dem Film etwas entscheidendes Verloren: die Schwerpunkthandlung - wenn man sie nicht in diesen Liebesgeschichten sehen will. Wie man das guten Gewissens tun will, ist mir aber rätselhaft.
Der Film ist vor allem ein Bildmedium, doch wurde das bei "Napoleon" offensichtlich übersehen.
Fazit: Dieser Film war hinsichtlich des Drehens und ist hinsichtlich des Kaufens eine reine Geldverschwendung.