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Christus kam nur bis Eboli. SZ-Bibliothek Band 61 [Gebundene Ausgabe]

Carlo Levi
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

23. Juni 2007
Die große literarische Dokumentation des italienischen Südens - ein Klassiker des italienischen Neorealismus. Lukanien, ganz unten am Stiefel. Dort, wo Eisenbahn und Straße die Küste von Salerno verlassen, liegt Eboli, und dahinter beginnt der Mezzogiorno, dessen Bewohner sagen: "Wir sind keine Menschen, keine Christen, wir sind Tiere, denn Christus kam nur bis Eboli, aber nicht weiter, nicht zu uns." In diese gottverlassene Gegend bringen im Spätsommer 1935 zwei Carabinieri den Turiner Arzt Carlo Levi. Er ist ein "confinato politico", einer, den das Regime wegen seiner antifaschistischen Aktivitäten aus der Großstadt in die Verbannung schickt. Ernste und von Malaria ausgezehrte Gesichter blicken ihm entgegen. Die Kargheit der von der Zivilisation unberührten Landschaft findet Ausdruck in der resignativen Haltung der Bauern und ihrer Schicksalsergebenheit. Levi gewinnt jedoch die Zuneigung dieser Menschen, als er den anscheinend sinnlosen Kampf gegen die Malaria aufnimmt. In den zwei Jahren seines Zusammenlebens mit ihnen betreut der Arzt Levi die Kranken, der Schriftsteller und Maler in ihm porträtiert Jahre später die Landschaft und ihre Menschen: Eindringlich erfasst Carlo Levi das archaische Leben im Mezzogiorno, den Alltag dieser Bauern, ihre Kümmernisse und Krankheiten, aber auch ihre Feste, ihre geheimen Hoffnungen und Wünsche. Doch nach seiner Abreise sinken die Menschen in ihr dumpfes Dasein zurück. "Es regnet auf den, der schon nass ist", sagt man in dieser Gegend.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 285 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung; Auflage: 1. (23. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866155115
  • ISBN-13: 978-3866155114
  • Originaltitel: Cristo si e fermato a Eboli
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 60.627 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Eine ohnmächtige Spezies Mensch wird bestechend dargeboten. Ein sinnloses Kreisen, eine Roulettepartie der Seinsverlorenheit rollt vor dem Leser ab, eine unheimliche, fast filmische Spannung beschäftigt den Geist.« Frankfurter Allgemeine Zeitung (1950) (Frankfurter Allgemeine Zeitung (1950)) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Christus kam nur bis Eboli
OT Cristo si è fermato a Eboli OA 1945 DE 1947Form Roman Epoche Moderne
In seinem Erfahrungsbericht erzählt Carlo Levi in locker aneinander gereihten Szenen von seinen Erfahrungen in der bäuerlichen und rückständigen Welt Lukaniens, einer vergessenen Welt im Süden Italiens, die er während seines Exils kennen gelernt hat.
Entstehung: 1935 wurde der 31-jährige Levi wegen seines Protestes gegen den Abessinienkrieg von den faschistischen Machthabern in ein Dorf in der Basilicata (damals Lukanien) verbannt. In Gagliano (aus Gründen der Diskretion taufte Levi den Ort in seinem Werk in Aliano um) empfand sich der elegante Norditaliener zunächst als Fremdkörper, bis es ihm gelang, die Sympathie der Bauern zu gewinnen.
Inhalt: Der Titel des Romans bezieht sich auf ein Sprichwort, mit dem die Bauern ihre eigene Rückständigkeit begründen: »Christus kam nur bis Eboli.« Es besagt, dass Gott es nicht mehr bis in die Berge der Basilicata, nach Aliano geschafft hat. Deshalb sind in dieser Region Zeit und Sitten auf einem heidnischen Niveau stehen geblieben. Trotz unsäglichen Elends, trotz Armut und der Malaria behaupten sich die Bewohner in einem mühseligen, vom Wechsel der Jahreszeiten rhythmisierten Überlebenskampf und beziehen aus dieser Existenzweise ihren eigenen Stolz.
Eindrucksvoll schildert Levi das Überleben heidnischer und naturmagischer Praktiken unter dem Deckmantel der christlichen Liturgie und das gelegentliche Aufflammen politischer Aufsässigkeit am Beispiel der Bauern, die Geldeintreiber erschlagen und sich den Briganten in den unzugänglichen Bergnestern der Basilicata anschließen, weil sie ihre drückenden Abgaben nicht leisten können. Die Versuche der Regierung, sich der politischen Zustimmung der Einwohner zu versichern, scheitern am fundamentalen Misstrauen der Bauern gegen jede Art von Obrigkeit, die sie immer nur als Unterdrückung erfahren haben.
Wirkung: Wegen des sachlichen Tonfalls seines Romans, der dem Elementaren und Schlichten des Lebens im Mezzogiorno entspricht, wurde der Roman zu einem herausragenden Dokument des Neorealismus (Stichwort R S. 681). Er ist eine der bewegendsten Schilderungen des Lebens im Süden, der in der italienischen Literatur eine Art nostalgische Berufung auf das von den Entfremdungserscheinungen der Moderne unbeschädigte Leben des Südens einleitete, obwohl Levis Beschreibung die Verhältnisse nicht beschönigte, sondern eher geeignet ist, sich der italophilen Verklärung Süditaliens zu widersetzen. Eine Verfilmung von Francesco Rosi (1978) trug wesentlich zur Popularität des Buchs bei. H. R. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

4.8 von 5 Sternen
4.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erinnerungen an die Kostbarkeit von Zeit 3. Januar 2001
Format:Broschiert
Lukanien ist ein Landstrich im Süden Italiens. Carlo Levi macht uns mit dessen Menschen und Landschaften so vertraut, als wären wir selbst dort gewesen. Der mit dem Autor idente Arzt, Maler und Schriftsteller wurde 1935 als Antifaschist dorthin verbannt und wurde mit diesem Buch zu einem Fürsprecher, Vermittler und Kämpfer für die Verbesserung sozialer und medizinischer Missstände.
Levi beschreibt die vielfältigen Verflechtungen der dort lebenden Menschen. Dabei ist er nicht nur außenstehender Beobachter, sondern er nimmt Anteil an ihren Sorgen. Er behandelt sie als Arzt, obwohl er vorher noch nie praktizierte, und wird selbst einer der ihren. Angesprochen wird die Armut der Bauern und ihre Ausbeutung durch die von den Großgrundbesitzern beauftragten Steuereinnehmer, die enge Verbundenheit der Menschen zu Tieren und Geisterwesen. Er berichtet von der allgegenwärtigen Malaria und der Nachlässigkeit in deren Bekämpfung von seiten der Behörden. All diese Themen behandelt er mit Engagement und seine eigenen Ideen und Empfindungen sind dabei stets erkennbar.
Der Kargheit der Landschaft, der unfruchtbare Lehmboden findet Ausdruck in der resignativen Haltung der Bauern und ihrer Schicksalsergebenheit. Ihre Aufstände sind kurz, heftig und unorganisiert und damit zum Scheitern verurteilt. Lukanien ist ein von der Zivilisation unberührtes Land mit einer eigenen archaischen Kultur und einem tief eingewurzelten Misstrauen allem Staatlichem gegenüber.
Trotz der beschriebenen Missstände und der herrschenden Armut wirkt diese Abgeschlossenheit und dieses aus der Zeit Herausfallen auch anziehend.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorchristlicher Mezzogiorno 12. Juli 2008
Von R. Funk
Format:Gebundene Ausgabe
Wer selbst einmal durch die Sassi von Matera mit ihren Höhlenwohnungen und Grottenkirchen, die heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen, gegangen ist, bekommt in etwa einen Eindruck von dem Elend in den Städten und Dörfern Lukaniens, heute Basilicata, wie sie Carlo Levi in seinem Buch beschreibt.

Es handelt sich nicht um einen Roman, sondern um die in essayistischer Form geschriebenen Erinnerungen eines vom faschistischen Regime Verbannten in Grassano und später Aliano (im Buch Gagliano genannt), einer herben, trostlosen Gegend, von der die Einwohner sagen, dass sie keine Christen, sprich Menschen wären, da Christus nur bis Eboli gekommen sei. Er hat es einfach nicht mehr geschafft, in die Bergwelt der Basilicata zu gelangen, weshalb hier die Zeit in einer vorchristlichen Phase stehengeblieben ist.

Völlig abgeschieden von der modernen Welt Mitte der Dreissiger Jahre des 20. Jahrhunderts leben die Menschen dort in bitterer Armut nach archaischen Gebräuchen und voller Aberglauben. Rom und die Politik sind weit weg. Der Krieg in Abessinien interessiert die Bauern nicht. Einzig die Rückkehr vereinzelter Auswanderer nach Amerika kündet von einer anderen, fernen Welt.

Der Turiner Arzt und Künstler Carlo Levi schildert seinen zweijährigen Zwangsaufenthalt, währenddessen er seinem Heilberuf - offiziell - nicht nachgehen darf, obwohl die Malaria ihre Opfer fordert. Er beschreibt Volksmagie, Hexenglaube und Zaubereien, die den Alltag bestimmen, eine Welt mit Wolfsmenschen, Teufelsziegen und Kuhmüttern, Wundern und getöteten Drachen.

Trotzdem behaupten sich die Einwohner in einem täglichen Überlebenskampf mit einer Portion gesunden Misstrauens gegen die (faschistische) Obrigkeit.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel mehr als eine Dokumentation 24. August 2010
Von Andre Arnold TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Als der Italiener Carlo Levi (1902 - 1975) im Jahre 1935 wegen antifaschistischer Aktionen in die südliche, italienische Provinz Lukanien verbannt wurde, mochte er zunächst seinen Augen nicht trauen, in welch erbärmlichem Zustand die Menschen dort lebten. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil begann er, seine Erfahrungen aus dem Jahr, das er dort zu verbringen hatte, niederzuschreiben.
Was dabei herauskam, ist eine ungeschönte Dokumentation über den italienischen Süden, die "Anklage und Liebeserklärung zugleich" (Klappentext) ist. Levi schreibt in einem schlichten, aber einnehmenden Stil, der einer gewissen Poesie nicht entbehrt. Dadurch wird seine Schrift abwechslungsreich, kurzweilig und hochinteressant.

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Stadt Grassano wird Levi schließlich nach Gagliano gebracht, wo er grenzenloses menschliches Leid und Armut miterlebt. In eindrucksvollen Bildern beschreibt er detailgenau das kümmerliche Leben der Bauern und das Zusammenleben im Ort.
Schnell fasst er Fuß, bekommt Wohnung und Haushälterin und geht einigen seiner frühen Tätigkeiten nach: Er malt und praktiziert als Arzt, den Gagliano mehr als nötig hat, da die Region malariaverseucht ist.

Den Süden Italiens charakterisiert Levi als eine Region, die vom Rest des Landes wie isoliert und unintegrierbar wirkt, wenn er schreibt: "Für die Menschen Lukaniens bedeutet Rom nichts: es ist die Hauptstadt der Signori, der Mittelpunkt eines fremden und verhängnisvollen Staates. Neapel könnte ihre Hauptstadt sein und ist es auch wirklich, die Hauptstadt des Elends (...)" [S.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Gradiosen Klassiker für mich entdeckt
Levi schreibt einen erdigen, ursprünglichen Romanbericht, der einen die Situation seines "Gefängnisses" hautnah spüren lässt. Lesen Sie weiter...
Vor 25 Tagen von Helmut Schriffl veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessant
Interessante Beschreibung von einem der sehr armen Regionen in Süditalien in den 30er Jahren. Aber in der zweiten Hälfte wird es mehr vom Selben.
Vor 5 Monaten von MJCG Pijls veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen erschreckend aber gut
So lange ist diese zeit nicht vergangen und es war mir nicht klar, wie schlimm die lebensverhältnisse in Süditalien damals waren. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Wolfgang Giese veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Hm...
Ja, ich stecke gerade in einem sehr mäkeligen Lesetief, nichts kann mich so recht begeistern, fesseln oder gar vom Hocker reißen. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Janie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein einmalig wunderbares Buch.
Verbannung mußter ja viele Juden erfahren.Das Thema ist schon mehrfach behandelt worden. Die Beschreibung des armen Südens Italiens ist sehr anschaulich beschrieben,... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Eva Dietrich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Meine Bewertung
Produkt war in einem sehr guten Zustand. Dies war für mich sehr wichtig, da ich das Buch als Geschenk weitergeleitet habe .
Vor 17 Monaten von Julius Maggi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Interessantes Buch nicht nur für Italienfans
Das Buch war lange schon Wunsch meiner Eltern - sie haben es ziemlich verschlungen und waren begeistert. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von woodygirl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Begleitlektüre
Dieses Buch ist die ideale Begleitlektüre für Süditalienurlauber, die nicht nur Sonne und Sandstrand, sondern mehr über die Situation der Menschen im armen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Mai 2012 von Kramong
5.0 von 5 Sternen Dramatik pur
Mussolinis Herrschaft, Verbannung, Tristesse und unvorstellbare Armut in einer uns unbekannten und von Gott und der Welt verlassenen Gegend im Süden Italiens, archaische Riten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. März 2012 von Stefan Bacher
4.0 von 5 Sternen einwandfreie und prima Lieferung
die bestellte Ware erhielt ich im vereinbarten Zustand pünktlich und ohne Probleme.durch das Buch musste ich mich allerdings durchquälen.
A. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2011 von Anton Niedermayr
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