Glucks Meisterwerk ist vielfach aufgenommen. Mit Jochen Kowalski als Orfeo ist ein Counter-Tenor der Interpret, der seines Gleichen sucht. Viele Gute sind ihm nachgefolgt. Keiner hat diese wirkliche Dramatik und uneingeschränkte Hingabe. Endlich ist auch das Tempo von "Che faro" einmal richtig. Auch die leichten Verzierungen, die auf die Uraufführung zurückgehen, beleben die Interpretation, die bei Hartmut Haenchen in den besten Händen ist. Ein Knabe als Amor ist eine hinreisende Idee, denn sie entspricht der Mythologie.