Als Flaming Lips-Fan hat man es mitunter schwer.Konnte man sich bis ca 1995 darauf verlassen, generell ein neues Meisterwerk serviert zu bekommen, wurde dieser Eindruck seitdem immer wieder verwässert. Dieses Machwerk, bestehend aus einem 86 Minuten langen Film und einem 36-Minütigem Score-Soundtrack ist für mich der absolute Tiefpunkt des Schaffens von Wayne Coyne und seinen Freunden.Obwohl mir bekannt war, dass es sich hierbei um einen Experimentalfilm ohne Handlung handeln sollte, der vor allem versucht, Stimmungen zu vermitteln, war meine Enttäuschung groß. Denn Wayne hat immerhin einige Jahre seines Lebens immer mal wieder nebenher an dem Film gearbeitet, und ich fürchte, diese Zeit war verschenkt.Die 86 Minuten des in s/w gedrehten Films ziehen sich wie Kaugummi und die einzige Stimmung die bei mir aufkommt ist Langeweile.Die Kulissen sehen allesamt billig aus, und die immerhin 25 darstellenden Personen des Films hatten leider kein Drehbuch vorliegen (rate ich jetzt einfach mal so).Für ein Kammerspiel, und nur dies kann ein Film über eine Station auf dem Mars sein, sind es auch viel zu viele Darsteller, die alle irgendwann unmotiviert auftauchen, nichts intelligentes zu sagen oder darzustellen haben und die man im weiteren Verlauf des Filmes wiedersieht oder auch nicht.Völlig willkürlich sind dann auch einige Male wenige Sekunden lange Farbschnipsel eingestreut, die aber viel zu kurz sind um als Highlights zu gelten.So fragt man sich nach dem Film eigentlich nur,was das Ganze jetzt sollte.
Der Soundtrack ist leider ebenfalls ziemlich unspannend . 12 instrumentale Stimmungsschnipsel buhlen um die Gunst des Hörers, der leider schon lange entschlafen ist, oder, wenn er den Soundtrack vor dem Film konsumiert, es vor Ablauf der CD sein wird.Leute mit Schlafstörungen werden von dem Film allerdings begeistert sein.