Christine Striebel (Jahrgang 1952) ist Lehrerin und Psychologische Beraterin. Sie ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Wunschkinder.
1993, nach zehn Jahren nahezu ergebnisloser Therapie kehrten die ersten Erinnerungen an die sexuelle Gewalt in ihrer Kindheit zurück. Der Ritt durch die Hölle begann. Und hätte sie nicht kurz zuvor ihr Talent zum Schreiben entdeckt und dieses als Überlebensstrohhalm nutzen können, wer weiß was aus ihr geworden wäre?
Nach sehr schweren Jahren, in denen sie sich oft dem Tode näher fühlte als dem Leben und dem Verlust des Arbeitsplatzes, gelang es ihr ein hoffnungsfrohes und hilfreiches Buch zu schreiben. Was ursprünglich Überlebenstagebuch werden sollte wandelte sich zu ihrem ersten Selbsthilfebuch: "Nicht allein" einer Unterstützung von Betroffenen für Betroffene sexueller Gewalt. Mühelos gelang es ihr das Buch bei ihrem Traumverlag 2004 zu platzieren. Nach dem Abverkauf der Bücher erschien 2010 das erfolgreiche Buch in einer überarbeiteten und mit wundervollen Geschichten bereicherten Form und neuem Gesicht.
"Nicht allein" ist trotz der Schwere des Grundthemas voll positiver, Mut machender Energie. Ein Begleiter für Betroffene und die Menschen, die Betroffene unterstützend und verstehend begleiten wollen, so eine Leserstimme.
Ihr zweites Buch "Schritt für Schritt ins Leben" erschien 2008. Es entstand aus den Erfahrungen ihres ersten Buches. Denn in den Interviews hatte sich herausgestellt, dass es für sie unerwartet viele Menschen mit der Überlebensstrategie der multiplen Persönlichkeitsstörung gibt. Dieses Buch reicht Menschen mit dissoziativer Persönlichkeitsstörung und Zwischenformen die Hand, um sie ihre Überlebensstrategie verstehen, annehmen und leben zu können. Die Sprache ist so wie auch im ersten Buch bewusst einfach und klar gewählt. So ist es eine echte Alternative zu den bisherigen Fachbüchern. Ein Buch erneut von Betroffenen für Betroffene.
Im Augenblick arbeitet sie an ihrem ersten Roman mit dem Arbeitstitel "Angst und Liebe". In ihm möchte sie zeigen: Das Leben hält für uns hilfreiche Wegbegleiter, "Zufälle" und Chancen bereit. Und wenn es am dunkelsten scheint kann es sein, dass sich eine Tür öffnet, die eine unerwartete Lösung bringt.