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Produktinformation
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Keith Gordon (der inzwischen als Regisseur arbeitet und Filme wie das Kriegsdrama Spezialeinheit IQ mit Ethan Hawke und Episoden der Serie Wild Palms inszeniert hat) spielt die Hauptrolle und trägt den Film. Carpenters selbstkomponierte Filmmusik ergänzt vorzüglich die gut ausgesuchte Sammlung klassischer Rock'N'Roll-Stücke, zu denen als Titelstück George Thorogoods "Bad to the Bone" gehört. --Andrew Wright
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1978. Der 17jährige Arnie Cunningham ist ein Loser. Schmächtig, verpickelt, unsportlich, ist er dem Spott seiner Mitschüler ausgesetzt. Seine Intelligenz und sein gutsituiertes Elternhaus helfen ihm da wenig. Eher schon sein bester Freund Dennis, in der Schule anerkanntes und von Mädchen umschwärmtes Football-As, der Arnies wachen, voller Ideen steckenden Geist schätzt.
Arnies neuester Idee kann Dennis aber wenig abgewinnen: Sein Freund hat sich in eine alte Rostlaube, einen rot-weißen 58'er Plymouth Fury, verliebt. Gegen jede Vernunft (und obwohl erzählt wird, daß in dem Auto schon eine ganze Familie umkam), kauft er das Wrack, das er "Christine" nennt, und beginnt es zu restaurieren. Er handelt sich damit aber nur Ärger ein: mit seinen Eltern, die ihren Sohn lieber lernen als an Autos rumbasteln sehen wollen, mit dem Besitzer der Do-it-yourself-Werkstatt, die er mit seinem kaputten Auspuff vollqualmt, und mit einer übelwollenden Jugend-Gang, die sich gern auf Schwächere stürzen.
Gleichzeitig geht aber auch eine merkwürdige Verwandlung mit Arnie vor: Er wird selbstbewußter bis hin zur Arroganz, schafft es immerhin, das schönste Mädchen der Schule, Leigh, zu erobern, während das Auto in der Werkstatt jeden Tag besser aussieht. Doch die unheimlichen Geschehnisse überwiegen: Nach einem Erstickungsanfall auf dem Beifahrersitz behauptet Leigh, das Auto hätte versucht, sie aus Eifersucht zu töten. Nachdem die Jugend-Gang unter dem Anführer, einem gewalttätigen Schüler namens Buddy Repperton, das Auto zerstört hat, repariert es sich ganz von selbst. Kurze Zeit später fällt ein Gang-Mitglied nach dem anderen dem rachsüchtigen Plymouth zum Opfer, genau wie der mißtrauische Werkstattbesitzer. Die Polizei kann nichts beweisen, da das Auto sich nach jedem Mord regeneriert und keine Spuren zeigt.
Nur Dennis ahnt etwas. Zusammen mit Leigh fordert er Christine zum letzten Showdown heraus: Mit einem Bulldozer stellt er sie in der leeren Halle der ehemaligen Werkstatt. Wird er Christine vernichten und seinen Freund Arnie retten können?
Romanverfilmungen müssen oft die Handlung straffen und Nebenstränge herausschneiden, um Überlängen zu vermeiden. Bei Stephen Kings "Christine" ist sogar ein Hauptaspekt des Buches der Schere zum Opfer gefallen: Dort ist es nicht das Auto an sich, sondern der Vorbesitzer LeBay, der Besitz von Arnie nimmt. Mit der Konzentration des Bösen auf das Auto gewinnt der Film gegenüber dem Buch aber an Klarheit.
Carpenters Film, 1983 gedreht, besticht durch kunstvolle Kameraführungen, die auch immer wieder die Schönheit des Plymouth aus der Rock'n'Roll-Ära zeigen. Sehr gelungen sind auch die Aufnahmen des sich selbst ausbeulenden Autos, die mit aufblasbaren Gummiteilen realisiert wurden, aber auch heute noch täuschend echt aussehen.
Die rasante Action, die wir seit den frühen 80ern vom amerikanischen Kino gewöhnt sind, fehlt jedoch, und so mag der Film aus heutiger Sicht stellenweise etwas langatmig erscheinen. Trotzdem ist es eine der besseren King-Verfilungen. Dazu trägt auch die hervorragende Leistung von Keith Gordon bei, der Arnies Wandlung vom verschüchterten, aber sympathischen Pickelhering zum arroganten Besserwisser und Besessenen überzeugend darstellt. Schwächer dagegen die spätere "Baywatch"-Nixe Alexandra Paul als Leigh, die es offenbar nicht schafft, vor der Kamera Tränen zu vergießen. Harry Dean Stanton überzeugt als scharfsinniger Detektiv, der jedoch daran scheitert, daß er nicht mit verhexten Autos rechnet, die von selber fahren.
Insgesamt lohnt sich das Buch wegen der vielen, häufig amüsant zu lesenden Einblicke in das Seelenleben von Teenagern. Der Film dagegen überzeugt durch eine straffere Handlung, teilweise schauspielerische Glanzleitungen, aber vor allem durch die gelungenen Aufnahmen des eigentlichen Stars: des 58er Plymouth Furys.
Eine kurze Bemerkung zur DVD: Qualität und Ausstattung sind OK, nur schade, daß der Ton stellenweise leiert. Bei Carpenters Musikuntermalung mit den typischen langgezogenen Sythie-Tönen ist das deutlich zu hören, was zumindest mich bei Szenen wie Christines "Wiederaufersteung" einigermaßen stört.
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