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  • Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo [VHS]
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Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo [VHS]

193 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Darsteller: Natja Brunckhorst, Thomas Haustein, Jens Kuphal, Reiner Wölk, Jan Georg Effeler
  • Regisseur(e): Uli Edel
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Euro Video
  • Spieldauer: 135 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (193 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004RO46
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 394 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vom Hasch kam sie zum Heroin. Die Sucht zwang sie auf den Strich zu gehen. Sie erlebte den Himmel und sie erlebte die Hölle. Christiane F.. Mit 14 Jahren hatte sie schon alles durchgemacht, was in der Szene los war.
Mit 15 Jahren war sie am Ende. Rauschgift, die Droge, die vermeintlich "Freiheit" verschafft, bietet letztendlich doch nur Siechtum und Tod. Christiane F. schaffte den Ausstieg aus der Szene. Viele andere aber bleiben zurück und setzen sich eines Tages den letzten, den "goldenen Schuß". Sie sind noch Kinder und haben doch schon ihre ganze Zukunft verspielt.

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Einen Moment zu viel allein, eine Minute zu lange nicht dazu gehört, einen Abend zu viel die volle Aufmerksamkeit vermisst. Sucht ist ein Prozess, und weil sie das ist, beginnt sie sich früh und unbemerkt zu entwickeln bis eines Tages eine Kleinigkeit das Fass zum Überlaufen bringt. Es geschieht so verblüffend nebensächlich, es wirkt so unspektakulär, wie Christiane F. von einer schüchternen Dreizehnjährigen, die in einem Neubauviertel wohnt, zu einer Heroinabhängigen wird, die am Bahnhof Zoo auf dem Babystrich landet.

Gerade das ist Regisseur Uli Edel (Letzte Ausfahrt Brooklyn, 1988, Rasputin, 1996) gelungen: in den Feinheiten darzustellen, wie unsichtbar die Falle der Abhängigkeit lauert und wie gnadenlos sie bereits in dem Moment zuschnappt, wo der Betroffene beim ersten "nur einmal probieren" noch die Kontrolle zu haben glaubt. Er hat genau die Eckpfeiler heraus gearbeitet, die das Überlaufen verursachen: Umzug in eine große Stadt, Auszug der Schwester, eine mit ihrer Arbeit und ihrem Freund beschäftigte Mutter, keine richtigen Freunde und diese kleinen Augenblicke, in denen das Leben immer wieder abbiegt -- in die falsche Richtung. Der Film konzentriert sich auf den Weg in die Abhängigkeit. Pädagogische Reaktionen der Eltern fallen raus.

Natja Brunkhorst, die sich als Christiane F. im Handumdrehen vom hübschen Teenager in ein verlebtes Wrack verwandeln muss, erbringt schauspielerisch hervorragende Leistungen. Sie ist auch die Einzige der Darsteller, die später in weiteren Kinofilmen zu sehen ist (z.B. in der Milieustudie Tiger, Löwe. Panther oder in Hörigkeit des Herzens). Das Drehbuch zur Buchvorlage, für die Kai Hermann und Horst Rieck viele Tonbandaufnahmen mit der berühmtesten Fixerin Deutschlands auswerteten, schrieb Hermann Weigel (auch Drehbuchschreiber von Die unendliche Geschichte und Produzent von Ballermann 6). Star-Mitwirkender ist David Bowie, mit dem extra für den Film Konzertaufnahmen gemacht wurden.

Ein gelungener Streifen, der sagt, was er sagen soll, sagen will und sagen muss. --Daphne von Unruh

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

112 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von charly am 17. Dezember 2006
Format: DVD
Als Stammgast der Diskothek SOUND von 1975 bis 1981 kann ich den Film nur vollinhaltlich bestätigen. Ein Detail an das ich mich gut erinnere, im Film aber nicht so gut rauskommt: die über dem Griff abgesägten WC-Türen. Das war am Anfang gewöhnungsbedürftig, insgesamt aber eine wichtige, für Einige eine lebensrettende Maßnahme. Drücker konnten dadurch rechtzeitig rausgeholt werden (siehe Film, ca. 0:11.00). Treffend dargestellt ist auch die Änderung im sprachlichen Bereich "Szene-Sprache", so wie das im "normalen" Leben auch ist (bei Computer-/Technik-/Auto-/Freaks, ...).
An Christiane Vera F. kann ich mich noch erinnern, im SOUND habe ich sie einige Male gesehen. Beim Abholen eines Bahnexpress Pakets am Bahnhof Zoo war ich sehr überrascht bekannte Gesichter aus Sound zu sehen. Vorher dachte ich die reden nur davon (vom auf den Strich gehen) um Eindruck zu schinden und ihre persönliche Entwicklung in Richtung Erwachsen-werden zu dokumentieren.
Hilfe für Süchtige gab es damals (außer im Krankenhaus, Bonhoeffer-Klinik) durch Entzugshilfevereine wie Narkanon (ein Ableger von Scientology Church, dort war Christiane, kommt im Buch vor aber nicht im Film) und Synanon. Synanon gibt es - nach massiven finanziellen Turbulenzen - noch immer. Die Erfolgschancen waren damals bei Synanon recht gut, ich würde auch heute noch Freunde oder nahe Angehörige Synanon anvertrauen. Ganz einfach deshalb, weil sie Freunden von mir geholfen/ihnen das Leben gerettet haben.
Mein Lieblingskapitel im Film ist "voll drauf", im Bahnhof Zoo relativ zügig gedreht mit Laienschauspielern und daher sehr authentisch.
Würde ich Leuten von damals begegnen, wie würde ich sie behandeln?
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54 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von D. Madden am 24. Juli 2006
Format: DVD
Christiane F. - Dies ist also die Verfilumg zum erschuetternden Buch aus den 70ern.

Nicht weniger erschuetternd ist auch der Film.

Hervorragend umgesetzt, nicht gerade mit einer immens hohen Spannungskurve, was aber auch nicht erforderlich ist, aber mit viel Gefuehl, trauriger, beaengstigender und gefaehrlich wirkender Atmosphaere und trotz ihres Alters erstaunlich guten Schauspielern.

Von denen ist natuerlich an erster Stelle Natja Brunckhorst (Christiane F. spielend) zu erwaehnen. Kaum zu glauben, dass ein so junges Maedchen so ueberzeugend ein Drogenabhaengige mit all ihren Problemen verkoerpern kann!

Man fuehlt richtig mit ihr und ist am Ende froh, dass man selbst nicht so ein Leben gefuehrt hat, vor allem, da diese Geschichte

eine wahre Begebenheit ist!

Deer ganze Film ist duester und trist gehalten, mit negativ auswirkender Filmmusik und vielen dunkelen Gestalten im Berlin der 70er und 80er Jahre.

Alles in allem eine Atmosphaere ohne Lichtblicke, von der man selber traurig und bedrueckt gestimmt wird.

Dazu traegt auch die nicht uebertriebene Gewalt, oft psychische aber auch aeusserst brutale (Sado-Masochistische Szenen, detailliert dargestelltes Injizieren von Heroin,...) Gewalt, bei.

Nich umsonst ist dieser Film in vielen Laendern restricted und ohne Jugendfreigabe!

Nachdem wir den Film in der Schule gesehen haben (10. Klasse), sind alle erstmal ein paar Minuten wie versteinert sitzengeblieben, weil dieser Film und die Geschichte einen wirklich mitgenommen hat!

Nichtsdestotrotz ein handwerklich sehr guter Film mit erstaunlich guten Akteuren und viel, viel Tragik und Gewalt!

Auch wenn das Buch mehr Details enthaelt - bei einer Laufzeit von 135 Min kann man micht von zu knapp erzaehlter Story sprechen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von DVD-Rezensionen HALL OF FAME REZENSENTTOP 10 REZENSENT am 21. Juni 2012
Format: Blu-ray
Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Wie oft ich das nach den Tonbandaufzeichnungen von Kai Hermann und Horst Rieck geschriebene Buch, dass als Vorlage für diesen Film diente, mittlerweile gelesen habe, weiß ich inzwischen schon selbst nicht mehr.
Ein jedes Mal hat es mich erneut berührt, wütend und traurig gemacht und noch lange Zeit im Nachhinein beschäftigt. Vor einigen Jahren dann sah ich den unter der Regie von Uli Edel im Jahr 1981 entstandenen Spielfilm, der sich nah an der Geschichte der real existierenden Christiane Felscherinow und deren mit zwölf Jahren beginnenden Weg hin zur Drogenabhängigen beschäftigt, zum ersten Mal.

Dreißig Jahre nach seiner Premiere bringt das Label "Eurovideo" mit "Christiane F.- Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" einen der ohne Zweifel wohl authentischsten und einem zugleich unheimlich nah gehenden Film über die vernichtende und alles zerstörende Macht der Drogen, erstmals auf Blu ray zur Veröffentlichung. Für die vorliegende Blu ray - Veröffentlichung wurde der in einer Bernd Eichinger Produktion entstandene und an Originalschauplätzen mit zum Teil aus der Szene stammenden Laiendarstellern gedrehte Film, laut Cover, komplett neu abgetastet und restauriert.

Den Film nur als packendes Drogendrama zu bezeichnen würde ihm nicht gerecht werden. Er bietet und ist viel mehr. In der in ihm ohne Schnörkel und ungemein geradlinig und geradezu erschreckend ehrlich erzählten Geschichte über Drogensucht und Prostitution und dem Versuch diesem Teufelskreis zu entfliehen, gräbt er sich dauerhaft im Gedächtnis ein.
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