Der Friede unter den Religionen ist Voraussetzung für den Frieden unter den Nationen. Kein Friede unter den Völkern dieser Welt ohne einen Frieden unter den Weltreligionen. Kein Friede unter den Weltreligionen ohne einen Frieden unter den christlichen Kirchen. Aber ist ein Dialog, ein partnerschaftliches Gespräch mit nicht christtlichen Religionen theologisch möglich ?.
Gibt es überhaupt Ofenbarung, Religion, Heil außerhalb des Christentums ?. Wie steht es mit dem Anspruch des Christentums, die einzig wahre Religion zu sein ?. Wie kommt man zu einer ökumenischen Kriteriologie für den interreligiösen Identität ja sagen zur Wahrheit der anderen ?.Die Frage der Kriterien und der richtigen vergleichsebene ist für das Zustandekommen des Dialogs deshalb entscheidend, weil ja nicht nur unterschiedliche theologische System, sondern unterschiedliche kulturelle Kontexte, verschiedene Geschichten und Zeitebenen aufeinandertreffen.
Gerade hier bietet die Paradigmenanalyse wertvolle Verständnisshilfen. Sie hilft die Konstanten und Variablen jeder Religion besser zu verstehen. Hier stellt sich die Frage den Leser die Kriterienfrage mit allen Konsequenzen : Gestellt werden muß die Frage nach dem Humanum, der inneren Menschlichkeit einer Religion. Jede Religion muß gemessen werden - an ihrer maßgeblichen Lehre (Tora, Neues Testament, Koran, VEDEN)unter Umständen auch an ihrer maßgebenden Gestalt- Christus, Muhammed,Buddha. Von der Authenzität und Kanonzität einer religion her tritt erst das - Ureigenste einer jeden Religion klar ins Licht -, zeigt sich, was - in Theorie und Praxis - wahres Christentum und wahres Judentum, was wahrer Islam, Buddhismus und schließlich auch wahrer Hinduismus ist und was nicht. `` Schließlich muß vor diesem weltweiten Horizont auch die Frage nach der spezifisch christlichen Wahrheit, nach dem Unterscheidend - Christlichen noch einmal neu aufgerollt werden.
Ein doch wie ich finde alles in allem recht ordentliche Aufteilung der verschiedensten Religionen. Es dreht sich dabei um den Islam, dem Buddhismus, dem Hinduismus (heißt im Grunde nicht wirklich so - europäische Definierung ) sowie dem Christlichen, der immer eine Ergänzung, aufbereitung der vorherigen Besprechung darstellt. Wecheselseitige Information, wechselseitige Diskussion und wechselseitige Transformation : So wird es langsam nicht zur unkritischen Vermischung, wohl aber zur gegenseitigen kritischen Erhellung, Anregung Durchdringung und Bereicherung der verschiedenen religiösen Traditionen kommen, wie sich dies zwischen den verschiedenen konfessionsnellen Traditionen im Christentum selbst schon seit längderem abzeichnet - in Theorie und Praxis. Ja, dies dürfte der Weg sein, der zu jener Verständigung, zwischen den Religionen führt, die keine Welteinheitsreligion kreieren, wohl aber - nach so vielen heißen und kalten Kriegen mit ungezählten Opfern - eine echte Befreiung herbeiführen will.
Interessant dazu das Buch was Hans Küng zusammen mit der Religionsphilosophin Julia Cheng verfasst hat - Christentum und Chinesische Religion. Sehr aufschlußreich und ebenfalls wärmstens zu empfehlen.