Gerade Bücher aus dem Tierschutz kämpfen von vorneweg gegen das unausgesprochene Vorurteil, sie wären deprimierend, voll von Negativem und hinterließen eine gewisse Hoffnungslosigkeit. Mit der spitzen Zunge einer Frau Ueding, die auch vor ausgesprochener Selbstironie nicht halt macht, und oft wie ein außenstehender Beobachter einen Alltag schildert, der einer gewissen Komik nicht entbehrt und dennoch das zugrundeliegende Problem "was ist artgerechte Haltung?" auf mannigfaltige Weise erklärt, rechnet der potentielle Käufer nicht. Trotz einer gewissen "Schwere" des Themas wird der Leser gut unterhalten, lernt manches über den Umgang mit Hunden und viel über den unerschöpflichen Optimismus, der dem Tierschutz zu Grunde liegt.