Pressestimmen
"Eine wundervolle Fundgrupe, voller Fragen, anregenden Gedanken und immer neuen Versuchen, die Welt um uns herum anders zu sehen und neu zu erfinden." (systhema. Zeitschrift des Instituts für Familientherapie Weinheim, März 2006, Thomas Reppich )
"Dieses Buch ist eine erfreuliche Neuentdeckung. Es handelt sich um eine anregende, kreative und das psychotherapeutische Feld bereichernde Sammlung systemischer Fragestellungen und körperbezogener Interventionen, die ... in jedem Fall einen anregenden Diskurs um die Integration des Körpers in die systemische Therapie auslösen wird ... ein rundum zu empfehlendes Buch." (Familiendynamik, Interdisziplinäre Zeitschrift für systemorientierte Praxis und Forschung, 01/2007 )
Kurzbeschreibung
Die systemische Herangehensweise ist heute aus Therapie und Beratung nicht mehr wegzudenken. Dieser anschauliche Überblick stellt acht systemische Lösungswege für Partnerschaft, Familie und Beruf vor. Dabei erweitert András Wienands bestehende Ansätze auf lebendig-humorvolle Weise mit Verfahren aus der Körperarbeit: eine neue Art systemischen Arbeitens, die herkömmliche Vorgehensweisen entscheidend bereichert. Beeindruckende Fallbeispiele veranschaulichen das Vorgehen: Wie in einer Choreographie ver-körpern die Klienten selbst ihre Anliegen und entwickeln erstaunliche Lösungen. Ideal als fundierter Einstieg in systemische Therapie und Beratung. Und für alle, die den Reichtum körperlicher und seelischer Ressourcen nutzen wollen.
Über den Autor
Auszug aus Choreographien der Seele von Andras Wienands. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Liebe Leserin, lieber Leser,
im ersten Abschnitt dieses Buches möchte ich Ihnen das Fundament vorstellen, das meine Vorgehensweise in Therapie, Beratung, Supervision und Coaching bestimmt: acht systemische Lösun-
gen für Partnerschaft, Familie und Beruf. Hierzu werde ich Ihnen einen Einblick in die
- zirkuläre
- strategische
- mehrgenerationale
- strukturelle
- wachstumsorientierte
- erfahrungsorientierte
- narrative
- und phänomenologische
Perspektive der systemischen Therapie und Beratung geben. Ich habe das systemische Feld in acht (Beziehungs-)Perspektiven unterschieden, um einen Überblick zu ermöglichen, der es jedem selbst erlaubt zu entscheiden, welche Perspektive mehr und welche weniger Bedeutung erhalten soll. Weder ist es meine Absicht, mit der jeweiligen Perspektive die Autoren wiederzugeben, die
als Begründer der jeweiligen Ansätze gelten. Noch möchte ich Ihnen die spezifischen Fragestellungen und Problemfelder aufzeigen, denen sich die Ansätze im Einzelnen gewidmet haben. Ich möchte Ihnen jedoch zeigen, wie die jeweilige Perspektive in meine Sicht auf Beziehungen Eingang gefunden hat. Mancher meiner Gedanken ist hierbei Wiedergabe, mancher Weiterentwicklung und mancher Neuschöpfung.
Am Ende jedes Kapitels finden Sie eine Zusammenfassung der essentiellen Aussagen in Form von relevanten Fragestellungen. Ich hoffe Ihnen auf diese Weise das Wesentliche der verschiedenen Perspektiven deutlich machen zu können.
Im zweiten Abschnitt möchte ich Ihnen eine neunte Perspektive systemischer Therapie und Beratung anhand der Begriffe
- Auftrag
- Ressourcen
- Kontext
- Energie
- Erfahrung
- und Haltung
nahe bringen. Während ich Ihnen im ersten Abschnitt das systemische Fundament zeige, das meine Arbeitsweise bestimmt, möchte ich Ihnen im zweiten Abschnitt das Haus beschreiben, das ich auf dieses Fundament gebaut habe. Es ist mein Haus, angepasst an mein Bedürfnis, eine therapeutische Arbeitsweise zu entwickeln, die den Körper (Berührung und Bewegung), den Geist (Wort und Bild) und die Seele (Gefühle) gleichermaßen als bedeutsame Ressourcen menschlicher Entwicklung begreift. Ich möchte Ihnen im zweiten Abschnitt das Herzstück meiner Arbeitsweise vorstellen.
Der dritte Abschnitt ist der Praxis gewidmet. Ich habe aus den Bereichen Beratung, Therapie, Supervision und Coaching rund fünfzig Beziehungschoreographien zusammengestellt, die meine Arbeitsweise sichtbar machen. Die choreographische Darstellung von Beziehungen wird dabei als eine Möglichkeit vorgestellt, festgefahrene Beziehungssituationen zu verlebendigen und verkörperte systemische Lösungen in den Beziehungsalltag zu integrieren. Das Vorgehen wird anhand der Fallbeispiele so veranschaulicht, dass die individuelle Geschichte, Identität und Lebensfreude der Beteiligten gefördert wird - im Sinne von: Berührung bewegt und bewegt zu sein berührt.