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Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Ellen Kohlhaas bespricht diese neue Biografie zusammen mit zwei weiteren Chopin-Biografien: "Frédéric Chopin und seine Zeit" von Mieczyslaw Tomaszewski und "Frédéric Chopin" von Johannes Jansen.
1) Tadeusz A. Zielinski: "Chopin" (Gustav Lübbe Verlag)
"Vielleicht gründlicher als je zuvor", so die Rezensentin, erzählt Tadeusz A. Zielinski das Leben des polnischen Nationalkomponisten. Manchmal ist es ihr fast zu viel, und sie fragt, ob wirklich jedes Detail aus Chopins Leben für den heutigen Leser von Bedeutung sei. Auch Zielinskis Polemiken gegen Robert Schumann und seinen Hang, nur seinen eigenen Helden gelten zu lassen, findet sie deplatziert. Aber insgesamt ist sie des Lobes voll über diese monumentale Biografie, die im polnischen Original 1993 erschien. Vor allem Chopins gesellschaftliches Umfeld, aber auch seine Entwicklung vom brillanten Stil der Anfangszeit zur "bis zum Äußersten verfeinerten späten Ausdrucksform" würden in zahlreichen Werkbeschreibungen wiedergegeben.
2) Mieczyslaw Tomaszewski: "Frédéric Chopin" (Laaber-Verlag)
Bei Tomaszewski beschreibt Kohlhaas vor allem den systematischen Ansatz - das Leben wird einfach in einer Chronologie abgehakt. Einiges Neue erfahre man über das Verhältnis Chopins zu Zeitgenossen, etwa dem Maler Eugène Delacroix. Was der Autor zu musikalischen Neuerungen Chopins und seinen Einfluss bis hin zu Skrjabin und Messiaen sagt, hätte Kohlhaas gern in einem eigenen Kapitel zusammengefasst gesehen - so müsse man es umständlich aus den einzelnen Abschnitten herauslesen. Dennoch findet Kohlhaas Tomaszewskis Forschungen zu Chopins musikalischem "Nachleben" besonders interessant.
3) Johannes Jansen: "Frédéric Chopin" (dtv)
Bei diesem Buch lobt Ellen Kohlhaas die populäre Machart, die Informiertheit des Autors und die Knappheit der Darstellung - Zielinskis große biografische Arbeit sei dabei eine der wichtigen Quellen für Jansen gewesen. Ansprechend sei das Layout des Buchs, das durch eingerückte Erläuterungen manche nützliche Zusatzinformationen gebe.
© Perlentaucher Medien GmbH
Ellen Kohlhaas bespricht diese neue Biografie zusammen mit zwei weiteren Chopin-Biografien: "Frédéric Chopin und seine Zeit" von Mieczyslaw Tomaszewski und "Frédéric Chopin" von Johannes Jansen.
1) Tadeusz A. Zielinski: "Chopin" (Gustav Lübbe Verlag)
"Vielleicht gründlicher als je zuvor", so die Rezensentin, erzählt Tadeusz A. Zielinski das Leben des polnischen Nationalkomponisten. Manchmal ist es ihr fast zu viel, und sie fragt, ob wirklich jedes Detail aus Chopins Leben für den heutigen Leser von Bedeutung sei. Auch Zielinskis Polemiken gegen Robert Schumann und seinen Hang, nur seinen eigenen Helden gelten zu lassen, findet sie deplatziert. Aber insgesamt ist sie des Lobes voll über diese monumentale Biografie, die im polnischen Original 1993 erschien. Vor allem Chopins gesellschaftliches Umfeld, aber auch seine Entwicklung vom brillanten Stil der Anfangszeit zur "bis zum Äußersten verfeinerten späten Ausdrucksform" würden in zahlreichen Werkbeschreibungen wiedergegeben.
2) Mieczyslaw Tomaszewski: "Frédéric Chopin" (Laaber-Verlag)
Bei Tomaszewski beschreibt Kohlhaas vor allem den systematischen Ansatz - das Leben wird einfach in einer Chronologie abgehakt. Einiges Neue erfahre man über das Verhältnis Chopins zu Zeitgenossen, etwa dem Maler Eugène Delacroix. Was der Autor zu musikalischen Neuerungen Chopins und seinen Einfluss bis hin zu Skrjabin und Messiaen sagt, hätte Kohlhaas gern in einem eigenen Kapitel zusammengefasst gesehen - so müsse man es umständlich aus den einzelnen Abschnitten herauslesen. Dennoch findet Kohlhaas Tomaszewskis Forschungen zu Chopins musikalischem "Nachleben" besonders interessant.
3) Johannes Jansen: "Frédéric Chopin" (dtv)
Bei diesem Buch lobt Ellen Kohlhaas die populäre Machart, die Informiertheit des Autors und die Knappheit der Darstellung - Zielinskis große biografische Arbeit sei dabei eine der wichtigen Quellen für Jansen gewesen. Ansprechend sei das Layout des Buchs, das durch eingerückte Erläuterungen manche nützliche Zusatzinformationen gebe.
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Kurzbeschreibung
Die erste vollständige Biographie und Werkanalyse. Das ungeheuer kenntnisreich dargestellte Panorama einer Epoche - mit zahlreichen Briefen, Tagebucheinträgen, zeitgenössischen Kritiken und Bildern. Ein Standardwerk, das über viele Jahre Bestand haben wird.
Neuer Blick auf Chopin ... Chopin gehört zu den Komponisten, die so bekannt sind, daß man meint, über sie sei nichts Neues mehr zu erfahren. Das Buch von Zieli´nski beweist das Gegenteil ... Es gibt eine Reihe von Büchern über Chopin, aber eines wie dieses war noch nicht da ... . Le Monde de la Musique
Unglaublich, aber doch ... das erste vertiefte Werk über Chopin Diapason
Zum ersten Mal lesen wir hier eine Analyse des vollständigen Werkes des Komponisten und werden uns seiner äußersten harmonischen Kühnheiten bewußt. Ebenso entdecken wir den Menschen, die zwei Gesichter seines Gefühlslebens ... ein Komponist, der bis zum Werk Zieli´nskis seine Geheimnisse bewahrt hat. Crescendo
Über den Autor
Tadeusz A. Zielinski ist 1931 in Warschau geboren und studierte an der dortigen Universität Musikwissenschaft. Seit 1961 ist er Mitredaktor einer musikologischen Zeitschrift und hat sich mit einer Reihe von gewichtigen Aufsätzen und kleineren Publikationen einen Namen gemacht.