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am 25. September 2011
Ich habe mir verschiedene Chopin-Biographien angeschafft, diese sagt mir als Musiklaien und eher Romanleser bisher am meisten zu. Mir gefällt an dieser Biographie v.a. die klare Sprache, mit der das Leben Chopins beschrieben wird. Sie bleibt bei aller Information - um die es in einer Biographie natürlich primär geht - doch immer interessant zu lesen. Gerade, wenn man noch wenig über das Leben des Komponisten und die historischen Bedingungen weiß, erlebe ich das Buch als guten Einstieg in die Zeitgeschichte und die persönliche Entwicklung des Protagonisten.
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am 16. Oktober 2014
An manche Bücher denkt man immer wieder mal, erzählt begeistert davon, auch wenn das Lesen schon einige Zeit zurückliegt. So geht es mir mit dieser Biografie, die im Jahre des „200. Geburtstages“ von Chopin erschien. Die Empfindsamkeit und Widersprüchlichkeit der Persönlichkeit Chopins sowie die Lebensumstände jener Epoche, seine Rivalität zu Liszt sowie die Rolle anderer Literaten und Maler in seinem Umfeld werden einem nahegebracht. Meine Hörgewohnheiten und mein Musikverständnis wurden in schönem Maße davon beeinflusst. „Das wohl charakteristischste Merkmal von Chopins Klavierspiel war sein Anschlag; er konnte dieselbe Note auf verschiedene Weisen spielen und so eine ganze Bandbreite an Nuancen erzeugen… Während seine linke Hand streng im Takt spielte, nahm die rechte den Beginn der folgenden Phrasen kaum merklich vorweg oder verharrte in einem winzigen Zögern.“
Allerdings hatte mich schon der Einstieg der Biografie gefesselt: „Am Vormittag des 30. Oktober 1849 versammelte sich eine große Menschenmenge in der Pariser Kirche La Madeleine, Hunderte Kutschen versperrten die umliegenden Straßen…Um zwölf Uhr erschienen die Leichenträger mit dem Sarg des großen Künstlers.., ertönte vom Chor herab ein allen Bewunderern Chopins bekannter Trauermarsch.“ Zamoyski schafft es auf bewundernswerte Weise, das nur 39 Jahre dauernde Leben von Chopin in den vielfältigsten Facetten darzustellen.
So wird beispielsweise die Liebe zur damaligen „Skandalschriftstellerin“ George Sand tief ausgeleuchtet. Nicht nur die gemeinsame Zeit in Paris, in der sich Chopin von vielen Förderern aushalten und mit weißen Handschuhen in einer Kutsche zum Klavierunterricht betuchter Schüler fahren ließ, nein, auch der Mallorca-Aufenthalt der beiden wird in aller Widersprüchlichkeit gewürdigt und immer wieder mit Ausschnitten aus Originalbriefen belegt.
Im November 1938 schrieb Chopin: „Der Himmel ist wie Türkis, das Meer wie Azur, die Berge wie Smaragde, die Luft wie im Himmel.“ Wenige Wochen darauf führten sintflutartige Regenfälle und Öfen ohne Rauchabzug zu schlimmer Bronchitis, von Sand herbeigerufene Ärzte urteilten laut Chopin: „Der eine sagte, ich sei krepiert, der zweite meinte, dass ich krepiere, der dritte, dass ich krepieren würde.“ Lungenerkrankungen sollten ihn kaum noch loslassen, auch manisch-depressive Phasen ergriffen ihn immer wieder.
Das führte dann zu einem vermutlich 8 Jahre andauernden rein platonischen Verhältnis zwischen George Sand und Chopin, so schrieb sie: „ ..lebe ich wie eine Jungfrau mit ihm. Ich habe in dieser Hinsicht wahre Wunder an Geduld vollbracht, zu denen ich mich nie fähig geglaubt hätte, ich, die ich von Natur aus doch keine Heilige war…“. Sie spricht sogar davon, dass sie sich zu seiner Sklavin gemacht habe. Andererseits umsorgte und verhätschelte sie ihn, spricht von ihm als „ihrem Kleinen oder ihrem Kind“.

Besonders wertvoll erscheint mir auch das angehängte chronologische Werkverzeichnis. Dadurch ist die Vielfalt der komponierten Stücke immer in Beziehung zu setzen mit seiner Lebenssituation und seinen Stimmungen. So führte ein unerwarteter Frühlingsbeginn 1940 und eine kurzzeitige Besserung seines Gesundheitszustandes zur endgültigen Fertigstellung aller 24 Preludes auf Mallorca und zu einem großen Produktivitätsschub, er schrieb innerhalb von zwei Wochen noch zwei neue Polonaisen (op. 40), die Ballade F-Dur (op. 38) sowie ein neues Scherzo (op. 39). Doch natürlich finden auch seine jugendlichen Leidenschaften in Polen sowie die Natureindrücke Resonanz in seiner Musik. „Deine Felder haben eine gewisse Sehnsucht in mir hinterlassen, die Birke vor dem Fenster will mir nicht aus dem Sinn.“ In dieser Zeit entstanden einige Nocturnes, kleine intime Musikstücke, deren sanfte, gefühlvolle Melodien lyrische Stimmungen einfangen.
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am 4. März 2010
So bezeichnete Solange, die Tochter von George Sand, Chopin.

Zamoyski ist Historiker.

So fällt auch sein Porträt aus.

Ein guter Historiker trägt viele Fakten zusammen. Diese nüchtern zu bewerten, ist eine Kunst. Eine Hagiographie von Chopin ist nicht entstanden. Er wird in seinen Vorzügen geschildert, aber durchaus in seinen Schwächen, so gar nicht für sich sorgen zu können, sich immer anderer Menschen bedienend, durchaus launisch,je kranker,desto mehr. Man darf annehmen, dass hier ein realistisches Bild von diesem Komponisten und Menschen gezeichnet worden. Sein Leben im Leiden wird qualvoll detailliert geschildert.

"Eine brillant geschriebene Biografie des berühmtesten Klaviervirtuosen und Komponisten der Romantik." meint die Werbung.

Dem vermag ich nicht zuzustimmen.Die Nüchternheit der Fakten zeigt auf der anderen Seite auch den Mangel dieser Biographie auf. Es wird ein wenig buchhalterisch das Leben anhand der Fakten erzählt. Wer bei welcher Gelegenheit bei einem Treffen einem Konzert dabei war, kann schon deswegen weniger interessieren, weil die allermeisten Menschen einem nicht einmal mit dem Namen bekannt sind. Wann, was, wo war, interessiert vielleicht einen Historiker, aber einen Laien, der sich an einem Lebensportrait erfreuen will,langweilt es vielleicht ein wenig. Hier wäre, das Interesse am Menschen aufrecht zu erhalten, eine Straffung sinnvoll gewesen.

Auf der anderen Seite hätte ich mir einige Erklärungen mehr gewünscht. Waren alle Polen, die sich offensichtlich über Europa verstreuten, Emigranten aus politischen Gründen. Ging Chopin, der eine solche Sehnsucht nach der Heimat hat, aus den gleichen Gründen nicht dorthin zurück ? Da blieb für mich einiges offen, aber:

Jedenfalls kann ich dem Autor bestätigen, ich bin nach der Lektüre dieses Buches über das Leben von Chopin deutlich schlauer.
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am 25. Mai 2016
Diese Biografie ist wirklich einzigartig, großartig gelungen. Mit so viel Detailreichtum und Einzigartigkeiten, auch psychologischer Durchdringung der weitreichenden Kontakte unseres Pianogenies ( dies gilt wohl uneingeschränkt !) sind die akribisch beschriebenen Lebenswege nicht nur Bereicherung für uns Nachgeborenen , sie sind regelrecht " beseelend". - Auszugsweise werde ich hervorgehobene Exklusivitäten wieder nachlesen. Zwiefellos wächst dieses Buch weit über eine "banale" Biographie weit hinaus.
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am 5. Mai 2016
Das Buch ist leicht aber intelligent und unfühlsam geschrieben. Man nimmt es immer wieder, nach Lesepausen, gerne zur Hand.
Darüberhinaus animiert es auch, Musik von Chopin zu hören, wenn man nicht schon vorher Stücke von ihm kannte.
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am 25. Juli 2015
Selbst wer sich nicht unbedingt für Klassik interessiert,wird von dem Buch begeistert sein.
in spannender romanerzählweise wird der Lebensweg dieses aussergewöhnlichen Menschen
geschildert.Unbedingt lesen. Für das Buch gibt es von mir 5 Sterne!!
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am 21. November 2015
Eine gut recherchierte Lebensgeschichte, die immer wieder mit Auszügen aus Schriftstücken belegt wird und dadurch so lebendig wird. Interessant nicht nur für Chopin-Verehrer.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. November 2011
Als der Sarg von Frédéric Chopin im Herbst 1849 aus der Kirche getragen wurde, staute sich der Verkehr in fast halb Paris. Denn der Trauerzug wurde von einer riesigen Menschenmenge begleitet.

Wenn ich damals gelebt hätte, wäre ich dieser Menschenmenge gefolgt, denn es war die Huldigung an einen Popstar seiner Zeit.

Diese sehr fesselnde Biographie zeigt auf, dass Chopin nicht nur als Künstler, sondern auch als Person verehrt, begehrt und vereinnahmt wurde.

Klare Kaufempfehlung!
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