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Chopin: Oder Die Sehnsucht. Eine Biographie [Gebundene Ausgabe]

Eva Gesine Baur
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

19. März 2010
Er galt als Liebling der Salons, doch er war scheu. Er galt als Frauenheld, doch er fühlte sich einsam und litt darunter. Die Leichtigkeit seiner Stücke war hart erarbeitet. Und das, was improvisiert wirkte, detailgenau gesetzt. Eva Gesine Baur portraitiert Chopin in seiner ganzen Widersprüchlichkeit und eröffnet einen von Klischees unverstellten Zugang zu seinem Leben und seiner Musik. Zeitgenossen stilisierten ihn zum träumerischen Genie, erlebten ihn als Ästheten von erlese-nen Manieren und Frauenschwarm in der Welt der Pariser Salons. Er konnte witzig, bissig und ironisch sein, hielt aber doch die Umgebung auf Distanz und war vielen zu leise, als Mann wie auch als Pianist. Als Klaviervirtuose bezauberte er sein Publikum, und als Komponist der "süßen Abgründe" verkörpert Chopin bis heute den Romantiker par excellence. Heimweh, Sehnsucht, Vergänglichkeit kennzeichnen Chopins Musik - und sein Leben. In Polen geboren, konnte er den Verlust seiner Heimat trotz aller Erfolge in Paris und Wien nie verschmerzen. Von den Frauen vergöttert, ließ ihn die unglückliche Liebschaft zur 18-jährigen Maria Wodzinska an der Liebe verzweifeln. Und auf dem Höhepunkt seines Ruhms, doch völlig verarmt, machte ihm die Tuberkulose, an der er im Alter von nur 39 Jahren verstarb, das Leben zur Qual. Als Frühvollendeter hinterließ Chopin nicht nur ein grandioses musikalisches Werk, sondern auch tiefe Spuren in den Biographien und Arbeiten seiner Freunde: Franz Liszt, Honoré de Balzac, Heinrich Heine, Eugène Delacroix, vor allem aber George Sand, seiner letzten Geliebten.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 563 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1. Auflage, Nachdruck. (19. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 340659056X
  • ISBN-13: 978-3406590566
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 63.383 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eva Gesine Baur hat in ihrer großen Chopin-Biografie, (...) deutlich und triftig herausgezeichnet, dass diese eigenartige Konstellation von psychosomatischer Hypersensibilität und sehnsuchtsgetränkter Melancholie nicht nur Chopins Leben grundiert, sondern auch zur Magie seiner Erscheinung beigetragen hat. (...) man kann es wohl bereits jetzt als beachtlichen deutschsprachigen Beitrag zum Chopinjahr 2010 bezeichnen. Baur hat sich für den erzählerischen Typus entschieden und ein wunderbar flüssig zu lesendes Sachbuch in belletristischem Gewand geschrieben. Der Leser kann Baurs lebendigem Chopin-Bild vertrauen. Ihre Darstellung ruht auf soliden wissenschaftlichen, dem Leser sich aber nicht aufdrängenden Tugenden: sorgfältiger Quellenrecherche und -kritik." --Andreas Eichhorn, Die Welt, 5. Dezember 2009

"Eva Gesine Baur schreibt so detailreich und anschaulich wie ein Romancier: Sie wagt sich an lebendige Dialoge, (...) lässt den Leser an seinen Gedanken und Stimmungen teilhaben. Eva Gesine Baur hat mit Fleiß und Hartnäckigkeit recherchiert, die Bewunderung abnötigt. Und da Chopin ein höchst amüsant formulierender, überaus offener und mitteilungsbedürftiger Briefschreiber war, von der Schreibwut seiner Freundin George Sand ganz zu schweigen, hat Eva Gesine Baur genug Material, um auch die feinen Verästelungen einer empfindsamen Künstlerpsyche detailliert nachzuzeichnen." --Bernhard Neuhoff, Bayerischer Rundfunk, 9. Januar 2010

"Baur meint es ernst, wenn sie sagt, sie beginne erst dann zu schreiben, wenn sie ihrem 'Protagonisten nahe gekommen' sei, 'seine Seele wirklich verinnerlicht, sein Seelenleben durchschaut' habe. Die Autorin sitzt mit Chopin in der Kutsche, sie weint mit ihm, wenn er Warschau verlässt, sie weiss, dass ihm jemand fehlt, 'dem er alles anvertrauen kann', und dass sich Chopin schwertut mit 'lauteren, derberen, einfacheren Menschen'. (...) Die Autorin bedient die Erwartungen an eine konventionelle Biografie: Chronologie und Vollständigkeit sind Baur wichtig, sowie die Empathie, die sie immer dann mit der Distanz tauscht, wenn es das biografische Objekt zu verstehen gilt." --Corinne Holtz, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 28. Februar 2010

Über den Autor

Die Kulturhistorikerin Dr. Eva Gesine Baur studierte Literaturwissenschaft, Psychologie, Kunstgeschichte und Musikwissenschaften, und hat auch eine Ausbildung in klassischem Gesang absolviert. Zuletzt erschien von ihr unter dem Namen Lea Singer der Klavierroman Konzert für die linke Hand über den berühmten Pianisten Paul Wittgenstein.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im Jahr 2010 jährt sich der Geburtstags des Komponisten Frederic Chopin zum 200. Mal. Eine gute Gelegenheit, für die Freunde und Kenner seiner Musik, aber auch für Menschen, die seine Stücke einfach mögen, mehr über eine ganz besonderen Menschen zu erfahren, dessen Leben sich aus seiner Musik heraus erklärt. Eine Freundin und Zeitgenossin, die exzentrische, zigarrenrauchende und in Männerhosen wandelnde Schriftstellerin George Sand sagte einmal über Frederic Chopin: "Er ist Musiker, nichts als Musiker."

Das Buch erzählt die Lebensgeschichte Chopins, eines Wunderkindes der Musik. Detailliertes Quellenstudium auf der einen und eine aufgelockerte, teilweise hinreißende Sprache auf der anderen Seite sind die beiden Pfeiler, auf denen Eva Gesine Baur ihre lesenswerte Biografie aufgebaut hat. Stellenweise nimmt das Buch Züge eines Romans an, und man wähnt sich als Leser mitten im Geschehen. Die Autorin beschreibt die handelnden Personen nicht nur, sie lässt sie regelrecht lebendig werden, plastisch konkret und sinnlich erfahrbar.

Neben einer eindrücklichen Lebensgeschichte liefert das Buch aber auch eine überzeugende und lehrreiche Sozialgeschichte der Jahrzehnte, in denen Chopin wirkte, insbesondere vom Paris der 1830 -er und 1840 -er Jahre.

Für Chopin-Kenner eine wichtige Ergänzung, für ehe laienhafte Liebhaber seiner Musik eine lehrreiche Einführung in Leben, Werk und seine Zeitgeschichte, die ihnen Chopins Musik vielleicht noch mehr aufschließen kann als bisher.
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Portrait und spannende Zeitreise 11. Januar 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Für mich blieb Chopin als Mensch bisher blass, so sehr ich seine Musik liebe. Mit dieser Biographie hat sich das radikal geändert: Chopin wird begreifbar. Obwohl detailgenau recherchiert, liest sich diese Vita spannend wie ein Roman. Gekonnt hat die Autorin in ihren Text Briefe und Zeugnisse von Zeitgenossen eingebaut.
Vor allem hat mich fasziniert, dass hier endlich einmal das Warschau, das Wien, das Paris, das Mallorca von Chopin so lebendig geschildert wird, dass der Leser meint, er sei dort selbst unterwegs. Alle Personen in seinem Umkreis werden plastisch. In diesem Buch wird nicht theoretisiert über Chopin, den Klavier-Poeten, über den romantischen Künstler. In diesem Buch riecht und schmeckt und klingt es. Ein psychologisches Porträt, aufregend und anregend, wie sich es jeder Chopin-Liebhaber wünscht. Und eine Zeitreise, die jeden mitreißt. Ich teile die Ansicht des Rezensenten aus "Die Literarische Welt": ein Höhepunkt des Chopin-Jahres 2010.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sprachlich-meisterliches Seelen-Porträt 13. März 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Innerhalb weniger Wochen ist das 560-Seiten Literatur-Opus "CHOPIN oder die Sehnsucht" aus der Feder der gelernten Köchin Kulturhistorikern, Literatur- und Musikwissenschaftlerin Dr. Eva Gesine Baur in 2. Auflage erschienen. Um diese 26 seelenbewegenden Kapitel in Ruhe und Besinnlichkeit zu lesen, empfehle ich die Nocturnes und Préludes Chopins, interpretiert von Arthur Rubinstein, als Begleitmusik anzuhören. Mit Chopins einzigartigen romantischen Klavierkom-positionen sind diverse Konzertpianisten Multimillionäre geworden. Der 1810 in Polen geborene Frédéric Chopin wurde ein tragischer Held der Pariser Salons. 39-jährig verstarb er - viel zu früh und völlig verarmt. Im "Postludium" schreibt die in München lebende Autorin: Es juckt vielen Pathologen in den Fingern, ihre Theorien zu beweisen, denn das Beweismaterial ist vorhanden: noch "immer ist das Gefäß mit Chopins in Cognac eingelegtem Herzen in einer Säule der Warschauer Heilig-Kreuz-Kirche eingemauert. Doch sowohl das polnische Kulturministerium als auch einer der beiden noch lebenden Nachkommen der Familie Chopin verweigern bisher die Bewilligung, eine Gewebsprobe zu entnehmen. Ihre Beweggründe sind nachvollziehbar. Überliefert ist, dass Dr. Cruveilhier nach der Obduktion gesagt hat, das Herz sei stärker angegriffen gewesen als die Lunge. Doch möglicherweise wollte er Chopins Schwester keine Angst einjagen; die hohe Ansteckungsgefahr bei Schwindsucht war damals nicht nachzuweisen, aber bekannt."
Von den vielen Büchern, die ich über Chopin gelesen habe, mit Abstand das beste und einfühlsamste. Auch die Bücher der bewundernswert gebildeten Autorin "Konzert für die linke Hand", "Mozarts Salzburg.
... Lesen Sie weiter... ›
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehnsucht Chopin 17. März 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Wieder ist Eva Gesine Baur eine großartige Biografie gelungen. Nach ihrer grandiosen Roman-Biografie über Paul Wittgenstein ("Konzert für die linke Hand"), die sie unter ihrem Pseudonym Lea Singer veröffentlichte, fächert sie in "Chopin - oder die Sehnsucht" das Leben und Schaffen des polnischen Komponisten und Klaviervirtuosen auf. Und das tut sie so klug und mitreißend, so wunderbar balancierend zwischen (naheliegender) Vermutung und (historisch) Verbrieftem, dass man vollkommen eintaucht in die Welt des Tastenzauberers und tragischen Helden. Eine literarische Roadmap durchs Seelen-Labyrinth des Musikers und Menschen Chopin. Einfach klasse!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seelenporträt 19. April 2010
Von dmoll
Format:Gebundene Ausgabe
Über Chopin gibt es zahlreiche Bücher und doch gelingt es hier auf neue Art, den Musiker auf einfühlsame Weise nahezubringen, so dass man gerne liest und sich vom romanhaften Stil entführen lässt in eine Künstlerseele und in Zeiten, die grausam und hart umgingen mit zarten Gemütern. Schön geschriebenes Porträt und fundierte Betrachtungen!
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