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Chopin
 
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Chopin

Ingolf Wunder Audio CD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Frederik Chopin
  • Audio CD (17. Juni 2011)
  • SPARS-Code: ADD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon (Universal)
  • ASIN: B004P1YX6M
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.830 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Piano Sonata No.3 in B minor, Op.58 - 1. Allegro maestoso10:07EUR 2,39
Anhören  2. Piano Sonata No.3 in B minor, Op.58 - 2. Scherzo (Molto vivace) 2:51EUR 0,99
Anhören  3. Piano Sonata No.3 in B minor, Op.58 - 3. Largo 9:02EUR 1,79
Anhören  4. Piano Sonata No.3 in B minor, Op.58 - 4. Finale (Presto non tanto) 5:25EUR 0,99
Anhören  5. Polonaise No.7 in A flat, Op.61 Polonaise-Fantaisie13:42EUR 2,40
Anhören  6. Ballade No.4 in F minor, Op.5211:44EUR 2,39
Anhören  7. Andante spianato and Grande polonaise in E flat, Op.2215:14EUR 2,40


Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Mit dem Erfolg beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2010 in Warschau bewies Ingolf Wunder seine überragenden Fähigkeiten in der Interpretation von Werken des großen polnischen Komponisten. Der junge Österreicher gewann bei diesem legendären Klavierwettbewerb nicht nur den 2. Preis, sondern auch mehrere Sonderpreise und den Publikumspreis. Die Entscheidung der Jury löste eine intensive Debatte in der Öffentlichkeit aus und erregte weltweit Aufmerksamkeit.

"Wunder brachte einen wunderbar ausgewogenen, durch Belcanto-Eleganz gekennzeichneten Chopin-Klang hervor, und man kann sich kaum eine bessere Interpretation der Polonaise-Fantaisie vorstellen, als er sie in Warschau bot." (The Telegraph, Rezension d. Wettbewerbs)

"Seine pianistischen Fähigkeiten sind absolut vollkommen." (the news.p)

Nun erscheint sein Debütalbum als Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon mit Chopins Sonate Nr. 3, h-Moll, der Polonaise-Fantasie, As-Dur, der Ballade Nr.4, f-Moll und der Grande Polonaise in G-Dur.

Für Liebhaber auch als Vinyl erhältlich.


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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Superb! 29. Juni 2011
Von FS TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Der prestigeträchtige Chopin-Wettbewerb 2010 hat der Karriere von Ingolf Wunder einen ordentlichen Schub verliehen. Dass er "nur" Zweitplatzierter wurde, löste sowohl bei Kritikern als auch großen Teilen des Publikums Unverständnis aus. Das vorliegende Recital umfasst Studioaufnahmen von Chopin-Werken, mit denen der junge Künstler beim Wettbewerb für Begeisterungsstürme sorgte.

Was sofort auffällt, ist Wunders unglaublich natürliches, beseeltes und hochdifferenziertes Spiel. Ich würde es in der heutigen Zeit schon als ebenso mutig wie erfreulich bezeichnen, wenn ein junger Pianist, der am Anfang seiner Karriere steht, Zugstücke wie die gewaltige dritte Sonate so erfrischend unaufgeregt zu interpretieren wagt. Keine aufgesetzten Effekte, keine Überromantisierung, keine fingerakrobatischen Inszenierungen. Statt dessen Feinfühligkeit und Tiefsinn in einer Form, die oftmals an den großen Artur Rubinstein erinnert. So erklingt der erste Satz der Sonate beinahe schon spirituell-sakral, der zweite Satz perlt wie Champagner, der dritte gleicht einem Ruhepol, der die Zeit vergessen lässt. Der Finalsatz mag für manch einen womöglich einen Hauch zu langsam erscheinen, doch in Wirklichkeit ist auch hier keine Spur Langeweile zu finden. Die Musik wird ehrfurchtsvoll zelebriert -- dem Komponisten zu Ehren und dem Hörer zur Freude.

Dasselbe gilt für die Interpretationen der Polonaise Fantasie Op. 61, der Ballade No. 4 sowie des feierlichen Andante Spianato & Grande Polonaise Op. 22. Wunder versteht es, deren innewohnende Magie und Intensität auf eine Art und Weise freizusetzen, die einem den Atem verschlägt. Man kann nur staunen, welche Reife, Klangkultur und wunderbar elastisches Rubatospiel der junge Österreicher an den Tag legt. Hinzu kommt eine fabelhafte Aufnahmetechnik, so dass es auch unter diesem Aspekt nichts zu beanstanden gibt.

Summa summarum: Diese CD ist eine Bereicherung für jede Klaviermusiksammlung -- fünf Sterne und Chapeau Ingolf Wunder!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Vinyl
Ein begeisternder Chopin/Liszt-Klavierabend mit Ingolf Wunder war Anlaß zum Kauf dieser Aufnahme, die als CD und, heute nahezu eine Rarität, parallel dazu als Doppel-LP produziert wurde. Unnötig zu sagen, daß die fertigungstechnisch ganz exzellent produzierten Vinylscheiben die CD klanglich um Längen schlagen. Das älteste Aufzeichnungsmedium transportiert am besten und ungemein authentisch die wunderbare Spielkunst und Spielkultur von Ingolf Wunder. Ungemein differenzierte Klangfarben, nuancierteste Dynamik und ein in sich stimmiger musikalischer Bogen. Grandios interpretiert und hervorragend gespielt - ein ganz großer Wurf und ein begeisterndes Debut Album. Ohne jede Einschränkung zu empfehlen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernd Grill TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Warschau, Oktober 1980: Der serbische Pianist Ivo Pogorelich scheidet vor dem Finale des Chopin-Wettbewerbs aus - ein Skandal in den Augen der Jurorin Martha Argerich, die daraufhin die Konsequenzen zieht und demissioniert. Dreißig Jahre später wiederholt sich die Geschichte in nicht ganz so drastischer Form: der das Publikum verzückende österreichische Pianist Ingolf Wunder erlangt "nur" den zweiten Preis - eine Entscheidung, die beim Publikum und der Fachwelt gleichermaßen für Kopfschütteln sorgt. Pogorelich profitierte seinerzeit von dem Skandal, und auch diesmal entschied sich die Deutsche Grammophon nicht für die nominelle Siegerin Julianna Awdejewa, sondern für den "Benachteiligten". Wenn man die Korrektheit dieser Maßnahme nach der Qualität dieses Debüt-Albums beurteilen soll, so möchte man fast schon jetzt bestätigen, daß die richtige Wahl getroffen wurde.
Den Reigen eröffnet die 3. Sonate in h-moll. Von den ersten Takten an wird bereits deutlich, daß Wunder alles Heroische und Pathetische nahezu komplett verbannt und stattdessen nachdenkliche Töne bevorzugt - der Einfluß seines Mentors Adam Harasiewicz (Sieger von 1955) , der für seinen nüchternen und schnörkellosen Stil bekannt war, ist omnipräsent. So legt Wunder den Fokus eher auf das Seitenthema, dem er alle erdenkliche Fleixibilität zugesteht, und hält sich beim Hauptthema ziemlich zurück. Das Scherzo hat man ebenfalls schon wesentlich rascher gehört, doch speziell im ruhigeren Mittelteil entwickelt der Pianist einen kultivierten und sensiblen Klang. Der langsame Satz ist berüchtigt dafür, so oft zu einer quälend langen Tortur zu werden - dem beugt der Interpret durch flexible Rubati und stets auf Neue gestaltete Mittelstimmen vor. Das Finale nimmt Wunder ebenfalls ziemlich langsam und dreht erst gegen Schluß nochmals richtig auf - der Effekt ist indes sehr subtil und schafft nochmals ein großes Spannungsfeld. Alles in allem erinnert die Darbietung an Gilels' viel zu unbekannte Einspielung aus den 70er-Jahren, die indes - wen mag das überraschen? - noch einen Tick überzeugender wirkt.
Das Filetstück ist defintiv die enigmatische Polonaise-Fantasie, der viele Pianisten damals wie heute nichts oder nur wenig abgewinnen konnten. Daß Wunder mit seiner Art hier am deutlichsten punktet wird schnell klar: gemäßigte, aber dennoch im Fluß bleibende Tempi ermöglichen die freie Entfaltung der nachdenklichen Melodien. Speziell der Struktur dieses vertrackten Werkes kommt die Interpretation jedoch zugute; die Ideen werden sinnvoll miteinander verwoben, anstatt wie so häufig als isoliertes Stückwerk präsentiert. Man meint zwar, daß Wunder das letzte Risiko scheut (so nimmt er beispielsweise die Stelle mit den Doppeltrillern recht langsam), aber keine Abstriche beim musikalischen Gehalt macht. Man muß schon erfahrene Legenden wie Grigory Sokolov (war vor einigen Jahren live zu erleben) bemühen, wenn man nach noch überzeugenderen Interpretationen dieses Werkes sucht - doch zum einen hat Sokolov das Werk bislang nicht aufgenommen und zum anderen würde man hier Interpreten aus ganz unterschiedlichen Generationen vergleichen.
Die 4. Ballade leidet an wenigen Stellen für meine Begriffe unter einem etwas zu großzügig eingesetzten Rubato, doch die sorgsam herausgearbeiteten Mittelstimmen kompensieren diesen Mangel überzeugend. Dramaturgisch gesehen hätte die Wiedergabe vielleicht eine geringfügige Straffung in Sachen Tempo vertragen, aber ansonsten läßt die Aufnahme wenig zu wünschen übrig.
Bei dem berühmten Andante spianato und Grande Polonaise (dieses Frühwerk wirkt in Gesellschaft der übrigen Spätwerke hier schon ein wenig wie ein Fremdkörper) wirft Wunder schließlich alle Zurückhaltung über Bord und beweist, daß die von beim Wettbewerb anwesenden Kritikern getroffene Aussage, seine Virtuosität sei atemberaubend, durchaus zutrifft. Konnte der Pianist angesichts der eher langsamen Tempi bei den übrigen Werken diesen Vorzug nicht voll zur Geltung bringen, so zieht er hier alle Register und schafft einen triumphalen Abschluß dieser (fast) rundum gelungenen CD.
Daß ein derart junger Pianist mittels gemäßigter Tempi schon musikalischen Gehalt über oberflächliche Effekte stellt, ist vielleicht die größte - aber eine angenehme! - Überraschung dieses Albums. Ob (Ingolf) Wunder auch tatsächlich zum (musikalischen) Wunder wird, kann nur die Zeit zeigen. Eine mehr als ausreichende Begabung dafür ist sicherlich vorhanden, und auch die durchdachten Interpretationen lassen bereits aufhorchen. Zudem gibt sich der Künstler in dem (nicht allzu tiefgründigen) Interview im Booklet angenehm bescheiden und scheut bislang den Vergleich mit großen Namen - ein deutliche Beleg dafür, daß er (Gott sei Dank) immer noch genug Entwicklungspotential bei sich selbst sieht. Dieses Debüt-Album ist zudem fraglos überzeugender geraten als die seiner Vorgänger Yundi Li (2000) und Rafal Blechacz (2005) für Deutsche Grammophon und macht Appetit auf mehr. Wunders Werdegang auf dem Weg zum Wunder darf man also mit Spannung entgegensehen ...
Die Aufnahmetechnik überzeugt, während die überwiegend in Rosatönen gehaltene Gestaltung des eher oberflächlich wirkenden Booklets hart am Kitsch vorbeischrammt und die künstlerische Darbietung eher zu entwerten droht - das hätte Ingolf Wunder nun wahrlich nicht verdient.
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